10
September , 2010
Freitag

"Quid leges sine moribus? Quis custodiet ipsos custodes?"

Der aus der CDU eben erst ausgeschlossene Ex-CDUler Stadtkewitz will angeblich eine neue Partei gründen ...
Not der Kinder wächst Sumatra: Ein Drittel der Betroffenen sind Kinder / UNICEF bringt Hilfsgüter ...
Wer kennt das nicht, man sucht verzweifelt ein Geschenk, weil man die Nase voll hat ...
Horst Köhler ist zurückgetreten und einen Teil der Mitschuld haben die politischen Akteure jeder Coleur. ...

Archiv für die ‘Deutschland’ Kategorie

Sarrazin disst sie alle

Posted by thunderhand On September - 9 - 2010 Kommentare hinzufügen

Sarrazin verlässt freiwillig die Bundesbank und nimmt damit all seinen Widersachern den Wind aus den Segeln.

Wulff kann aufatmen, denn ihm wird eine Entscheidung abgenommen, die erste wichtige seiner Amtszeit, und diese hätte nur, egal wie, ein Fehlentscheid sein können. Und trotzdem bleibt ein übler bitterer Nachgeschmack der Befangenheit des Mannes, der über den Dingen zu stehen hat, der wissen muß, wann er zu schweigen hat..

Anstand hat der Mann Sarrazin also doch noch am Ende, mehr als alle, die ihn vorzeitig abgeurteilt haben. Wulff mag dieses Mal gerade eben noch so davon gekommen sein, und hoffentlich haben er und Merkel daraus etwas gelernt: Manche Dinge sollte man lieber Erwachsenen überlassen.

Sarrazin hat diese Runde für sich entschieden, kann er so doch aufrecht gehen, und beweist damit mehr Anstand als Harry aus dem Norden oder ein gewisser Bürgermeister aus Duisburg.

Und was bringt das alles nun? EIne Debatte, die wie lange dauert?

Eines ist klar, die Parteien müssen begreifen, dass sie auch vermehrt sich um das Befinden des Straßenmobs zu kümmern haben, anstatt teuer zu urlauben, zu reisen, zu speisen. Sarrazin hat dem Volk aufs Maul geschaut und einem nicht kleinen Teil desselben aus der Seele gesprochen. Sarrazin hat aufgezeigt, wie hilflos Politik wirklich ist, und wie wenig handlungsfähig, und das ist auch gut so. Lange wird sich nun die Regierung Merkel nicht mehr selbst zerfleischen können, dann schlägt der Zorn vielleicht noch in ganz anderes um, agiert doch Politik mehr wie auf der Treibjagd, als der Fuchs, ständig das Bellen der Bluthunde der Wirtschaft im Rücken.

Das Volk hat verwundert festgestellt, ein Einzelner kann einen Proteststurm losbrechen, wehe, wenn sich viele zusammenrotten.

Auch etwas anderes aber sollte als Warnung im Raum stehen. Die großen Parteien bestehen aus Selbstdarstellern, und das ist dem Pöbel ein Dorn im Auge, er will Lösungen, auch für seine Probleme. Und dieser Pöbel kann eines nicht mehr hören, boomt die Wirtschaft, und stehen Tarifauseinandersetzungen an, so droht am selben Tag, quasi in den selben Medien, bereits die Wirtschaft zusammenzubrechen. Das Volk, das sich als dumm beschimpfen lassen muss und als billiger Leiharbeiter keinen festen Job und niedrige Löhne kassiert muss gleichzeitig mit zusehen, wie dieselbe Wirtschaft 500.000 Arbeitskräfte anwerben will, nur eben nicht aus dem eigenen Pool.

Der Bürger, er wurde lange genug an der kurzen Leine gehalten und war mit einem Maulkorb versehen. Wehe, wenn so ein Kampfhund losgelassen wird…

©denise-a. langner-urso

Foto-Wikimedia


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Onko und Eduscho: Kaffeebetrug am Frühstückstisch

Posted by thunderhand On September - 9 - 2010 Kommentare hinzufügen

Die Verbraucherzentrale warnt vor gemanschtem Kaffee. Onko, Tchibo und Co strecken neuerdings ihren Kaffee um Steuern zu sparen mit Maltodextrin sowie Karamel. Kostet die 500g Packung beim Import Onko 1Euro, so sind es beim Betrugskaffe nur 80 Cents, wenn Onko über Polen importiert, denn da wird der Kaffee abgefüllt. Zu den Steuern kommt die iMpertinenz, dass der kunde den Preis für 500g Kaffe bezahlt, obwohl oft nur 440 g enthalten sind, der Rest ist der besagte Ersatzstoff.

Verbraucherzentrale warnt vor gestrecktem Kaffee, so titelte bereits Der Westen, und man kann jeden nur warnen, genau die Schmalseite der Verpackungen zu lesen, denn dort ist in 6 Pixeln der oft nur 88%itge Inhalt verzeichnet. Der Verbraucher und im Speziellen ältere Menschen sind die betrogenen, denn wer hat schon die Zeit oder das Luchsauge, soetwas Kleingedrucktes zu lesen.

Der MDR hat dazu übrigens eine Liste erstellt und unter dem Titel: Gestreckter Kaffee als Steuersparmodell darüber berichtet.

Den Umschau-Film dazu hier: Gestreckter Kaffee

©denise-a. langner-urso

Foto-Pixelio:Peter Hebgen


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Kurt Westergaard: Medienpreis an Mohammed-Karikaturisten

Posted by thunderhand On September - 9 - 2010 1 COMMENT

Frau Merkel tut das, was unserer Demokratie, der Pressefreiheit und der Meinungsfreiheit gut tut, sie ehrt einen, der Finger in Wunden legt, der mahnt, den Satiriker Westergaard. Sie kassiert dafür sogar seitens des Zentralrats der Muslime den impertinenten Sarrazinvergleich.

Die Medien reagieren darauf sehr unterschiedlich, die einen nennen es mutig, die anderen sehen es zwiespältig- geht es Merkel um sich selbst, fragt sich der Tagesspiegel gar, und meint damit, den Umgang Merkels mit der Sache Sarrazin.

Und umgehend springt Aiman Mazyek im Quadrat und kritisiert die Ehrung des Mohammed-Karikaturisten:

Zur Erinnerung, es geht um solche Karrikaturen, darunter auch die Kurt Westergaards:

Dass sich Merkel so deutlich hinter Westergaard stellt, sollte man ihr sehr hoch anrechnen, wenigstens in diesem Falle steht sie aufrecht und schwankt nicht. Ob sie sich so auch vor der Integrationsdebatte und vor dem Fall Sarrazin verhalten hätte? Oder geht es ihr am Ende wirklich nur um die Wählerstimmen, die Sarrazin sowohl die CDU als auch die SPD und alle anderen Parteien eventuell kosten wird. Wir werden es nie erfahren.

©denise-a. langner-urso

Merkel setzt ein Freiheitszeichen

Tagesspiegel-Meinung: Von Sarrazin bis Westergaard Die Freiheit, die Merkel meint

Focus online

Foto-Pixelio: tokamuwi


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Berlin: Stadtkewitz will Partei gründen

Posted by thunderhand On September - 7 - 2010 Kommentare hinzufügen

Der aus der CDU eben erst ausgeschlossene Ex-CDUler Stadtkewitz will angeblich eine neue Partei gründen und auch versuchen, dafür Sarrazin zu gewinnen. Stadtkewtz hat von sich reden gemacht, weil er den islamophoben Wilders zu einer Veranstaltung eingeladen hatte. Stadtkewitz ist zudem auch mitglied bei der umstrittenen Bewegung “Pax Europa”.

Die Bekanntgabe der Parteiengründung kann für die Regierungsparteien zum Problem werden, denn Wählerpotential für eine Partei rechts von der CDU wäre vermutlich mehr als genug vorhanden und im nächsten Jahr stehen wichtige Wahlen ins Haus, auch in Berlin.

Auch in der CDU brodelt es, denn der rechte, bürgerliche Rand ist mit der Politik der Kanzlerin in Sachen Sarrazin absolut nicht einverstanden. Was bei Stadtkewitz offen und unverholen sichtbar ist, das kann man in einer Partei und hinter einem Sarrazin, von dem derzeit so viele Bürger sich vertreten meinen, weil sie in ihm ihr Sprachrohr sehen, wohlverpackt als Volkswillen verstecken, um anschließend mit über 10% den Durchmarsch in die Parlamente zu schaffen. Hinzu kommt dann eventuell auch noch Populismus nach niedrigen Lohnabschlüssen in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen. Das kann nicht im Sinne von CDU und SPD sein.

Auch die Linke hat ein Randproblem, ist doch das gemeine Mitglied ebenso links wie bürgerlich und christlich, wenn auch nicht gerne zugegeben, verwurzelt. Da wird der linke Rand zum rechten, und so schließt sich der Kreis. Gerade Wechselwähler und Protestwähler könntenvon einer Partei rechts der CDU abgeschöpft werden, wenn es dem Spitzenpersonal gelingt, den bürgerlichen -, den Existenzangstnerv zu treffen.

Sowoh die CDU in Berlin, als auch vermutlich die SPD haben und werden sich selbst einen Bärendienst erweisen. Die CDU mit dem Ausschluß, die SPD mit dem Versuch. M;an kann nur im Sinne des Friedens der Kulturen hoffen, das die Schüsse nicht nach hinten losgehen.

In dieser Lage sollte speziell die SPD genau überlegen, wie man mit Querulanten ala Sarrazin verfährt, denn ein Ausschluß könnt die Partei speziell in der Hauptstadt viele Stimmen kosten und nichts wäre schlimmer als eine Partei am rechten Rand, die sich anschließend als Wolf im Schafspelz herausstellt. Wieviel also muss man als Demokrat ertragen, als Volkspartei und wann versucht man endlich mit dem Volk und nicht gegen es zu agieren. Ein Dialog tut dringend Not, auch was den Umgang mit Querdenkern und Störenfrieden betrifft!

Die Debatte ist eben erst gestartet, aber sie wird an Fahrt aufnehmen, speziell in den Gruppen der Bevölkerung, die mit Niedriglöhnen ihr Dasein fristen müssen und die dazu noch von Zeitgenossen wie Westerwelle beschimpft werden. Mit Stadtkewitz wurde die büchse der Pandora geöffnet und man wird sie umso länger offenhalten, umso weniger man jetzt politisch schnell handelt und sichtbare Zeichen setzt, in Richtung der Migranten aber auch der eigenen Wählerschaften. Na dann: Frohes Schaffen!

©denise-a. langner-urso

Welt: Berliner Ex-CDU-Politiker will neue Partei gründen

Tagesspiegel: CDU-Fraktion schließt Stadtkewitz aus

Foto-Wikimedia: Büchse der Pandora


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