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	<title>Kommentare zu: Missbrauch darf nicht verjähren</title>
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	<description>&#34;Quid leges sine moribus? Quis custodiet ipsos custodes?&#34;</description>
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		<title>Von: thunderhand</title>
		<link>http://menschenzeitung.de/?p=3358&#038;cpage=1#comment-166</link>
		<dc:creator>thunderhand</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 04:48:51 +0000</pubDate>
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		<description>Weitere Kommentare auf

http://norbert.denef.com/2010/03/07/missbrauch-darf-nicht-verjahren/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Weitere Kommentare auf</p>
<p><a href="http://norbert.denef.com/2010/03/07/missbrauch-darf-nicht-verjahren/" rel="nofollow">http://norbert.denef.com/2010/03/07/missbrauch-darf-nicht-verjahren/</a></p>
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		<title>Von: Miss Marple</title>
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		<dc:creator>Miss Marple</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 16:12:18 +0000</pubDate>
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		<description>Liebe/r thunderhand,

da ist schon sehr, sehr viel Richtiges und Weitergedachtes dabei! Dennoch unterliegst auch Du einer einseitigen Blindheit, die derzeit auch in der Öffentlichkeit, der Politik und den Medien zu beobachten ist: Mädchen und Jungs werden nicht nur in Institutionen, Schulen, Vereinen etc. sexuell misshandelt, sondern VOR ALLEM und in der ÜBERWIEGENDEN ZAHL zuhause in ihrer eigenen Familie (bzw. im nahen familiären Umfeld)!!! Über diese Opfer wird nach wie vor geschwiegen, sie fallen nach wie vor aus dem derzeit ach so aufgeregten und ach so betroffenen Fokus. Warum wohl?? Weil es noch viel, viel schrecklicher ist, sich klarzumachen, dass es nicht nur Priester und Lehrer tun, sondern auch Väter, Großväter, Stiefväter, Brüder, Onkel, usw. 

&quot;Entgegen landläufiger Ansicht handelt es sich beim Täter nicht um einen sexuell abartig veranlagten Menschen. Wenngleich es auch den Triebtäter gibt, so erfolgt sexueller Missbrauch von Kindern in der Regel durch unauffällige, psychisch nicht von der Norm abweichende Menschen, vor allem Männer, von Außenstehenden oft als fleißige und treusorgende Familienväter beurteilt, denen niemand den Missbrauch der eigenen Tochter zutrauen würde.&quot; (Prof. Dr. Elisabeth Trube-Becker)

&quot;Die meisten der Kinderschänder haben keine sexuelle Präferenz ausschließlich für Kinder: Der Anteil der Pädophilen wird auf 20 Prozent geschätzt. In rund 80 Prozent der Missbrauchsfälle stammen die Täter aus dem Familien- und Freundeskreis oder dem näheren sozialen Umfeld.&quot; (Anette Lache, STERN.de)

In der Gesellschaft entstehe durch die herkömmliche Definition des Vergewaltigers als völlig anderen, fremden Triebtäter ein Frei- und Schutzraum für Männer, die - über jeden Verdacht erhaben - Mädchen gefahrlos jahrelang sexuell ausnutzen können, so Barbara Kavemann und Ingrid Lohstöter (&quot;Väter als Täter&quot;, 1984). &quot;Mit dem Hinweis, man habe es hier ausnahmsweise mit einem ganz untypischen Fall zu tun, nämlich mit einem fleißigen, wertvollen Mitglied der Gesellschaft, sind sich Gutachter, Richter, Staats- und Rechtsanwälte einig: Vor ihnen steht kein Krimineller. Der Mann ist in Ordnung, ihm ist nur ein kleiner Fehler unterlaufen. Was ihm gebührt, ist keine Strafe, sondern allenfalls Beratung, höchstens Therapie.&quot;

Richter und auch Täter selbst scheinen dazu zu tendieren, die Straftaten als Überreaktion auf berufliche Anspannung oder Konflikte in der Familie und/oder Beziehung anzusehen und zu entschuldigen, schreibt der englische Tätertherapeut Ray Wyre (Die Täter, 1991). Noch immer werde sexualisierte Kindesmisshandlung, die innerhalb der Familie stattfindet, auf mildernde Umstände erkannt, die auf traditionellen Mythen basieren. Diese Mythen erzählten beispielsweise von Promiskuität und verführerischen Reizen des Kindes, und das Alter des Kindes gelte als ausschlaggebend für eine Verurteilung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe/r thunderhand,</p>
<p>da ist schon sehr, sehr viel Richtiges und Weitergedachtes dabei! Dennoch unterliegst auch Du einer einseitigen Blindheit, die derzeit auch in der Öffentlichkeit, der Politik und den Medien zu beobachten ist: Mädchen und Jungs werden nicht nur in Institutionen, Schulen, Vereinen etc. sexuell misshandelt, sondern VOR ALLEM und in der ÜBERWIEGENDEN ZAHL zuhause in ihrer eigenen Familie (bzw. im nahen familiären Umfeld)!!! Über diese Opfer wird nach wie vor geschwiegen, sie fallen nach wie vor aus dem derzeit ach so aufgeregten und ach so betroffenen Fokus. Warum wohl?? Weil es noch viel, viel schrecklicher ist, sich klarzumachen, dass es nicht nur Priester und Lehrer tun, sondern auch Väter, Großväter, Stiefväter, Brüder, Onkel, usw. </p>
<p>&#8220;Entgegen landläufiger Ansicht handelt es sich beim Täter nicht um einen sexuell abartig veranlagten Menschen. Wenngleich es auch den Triebtäter gibt, so erfolgt sexueller Missbrauch von Kindern in der Regel durch unauffällige, psychisch nicht von der Norm abweichende Menschen, vor allem Männer, von Außenstehenden oft als fleißige und treusorgende Familienväter beurteilt, denen niemand den Missbrauch der eigenen Tochter zutrauen würde.&#8221; (Prof. Dr. Elisabeth Trube-Becker)</p>
<p>&#8220;Die meisten der Kinderschänder haben keine sexuelle Präferenz ausschließlich für Kinder: Der Anteil der Pädophilen wird auf 20 Prozent geschätzt. In rund 80 Prozent der Missbrauchsfälle stammen die Täter aus dem Familien- und Freundeskreis oder dem näheren sozialen Umfeld.&#8221; (Anette Lache, STERN.de)</p>
<p>In der Gesellschaft entstehe durch die herkömmliche Definition des Vergewaltigers als völlig anderen, fremden Triebtäter ein Frei- und Schutzraum für Männer, die &#8211; über jeden Verdacht erhaben &#8211; Mädchen gefahrlos jahrelang sexuell ausnutzen können, so Barbara Kavemann und Ingrid Lohstöter (&#8221;Väter als Täter&#8221;, 1984). &#8220;Mit dem Hinweis, man habe es hier ausnahmsweise mit einem ganz untypischen Fall zu tun, nämlich mit einem fleißigen, wertvollen Mitglied der Gesellschaft, sind sich Gutachter, Richter, Staats- und Rechtsanwälte einig: Vor ihnen steht kein Krimineller. Der Mann ist in Ordnung, ihm ist nur ein kleiner Fehler unterlaufen. Was ihm gebührt, ist keine Strafe, sondern allenfalls Beratung, höchstens Therapie.&#8221;</p>
<p>Richter und auch Täter selbst scheinen dazu zu tendieren, die Straftaten als Überreaktion auf berufliche Anspannung oder Konflikte in der Familie und/oder Beziehung anzusehen und zu entschuldigen, schreibt der englische Tätertherapeut Ray Wyre (Die Täter, 1991). Noch immer werde sexualisierte Kindesmisshandlung, die innerhalb der Familie stattfindet, auf mildernde Umstände erkannt, die auf traditionellen Mythen basieren. Diese Mythen erzählten beispielsweise von Promiskuität und verführerischen Reizen des Kindes, und das Alter des Kindes gelte als ausschlaggebend für eine Verurteilung.</p>
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		<title>Von: Sexueller Missbrauch: Norbert Denef &#8211; Ich wurde sexuell missbraucht &#187; Blog Archiv &#187; Missbrauch darf nicht verjähren</title>
		<link>http://menschenzeitung.de/?p=3358&#038;cpage=1#comment-153</link>
		<dc:creator>Sexueller Missbrauch: Norbert Denef &#8211; Ich wurde sexuell missbraucht &#187; Blog Archiv &#187; Missbrauch darf nicht verjähren</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 15:19:22 +0000</pubDate>
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		<description>[...] http://menschenzeitung.de [...]</description>
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