10
September , 2010
Freitag

"Quid leges sine moribus? Quis custodiet ipsos custodes?"

Der WWF Berlin - Nach einem am Mittwoch in Berlin und Genf von der Umweltstiftung ...
Wulff im Schafspelz also, der soll der neue Bundespräsident werden, einer, der unchristlicher nicht sein ...
Die Schweinegrippe ist in aller Munde und einigen tausend Körpern. Nun kommen aus China Meldungen ...
Zurücktreten bitte, Herr Rösler! Oder lügen Sie wieder, Sie, der Sie ihr Amt an die ...

Archiv für August, 2009

700 Millionen Erwachsene sind Analphabeten

Posted by thunderhand On August - 31 - 2009 1 COMMENT

Mehr als 700 Millionen Erwachsene sind Analphabeten, das teilt per Pressemitteilung UNO-Generalsekretär BanKi-moon heute in einer Erklärung zum Weltalphabetisierungstag am 8. September 2009, mit.

Bonn, 31. August(UNO-Informationszentrum) – In einer Welt von enormem Reichtum, in einer Welt, in der Ausbildung und Wissen der notwendige Schlüssel zu einembesseren Leben sind, ist das Ausmaß des Analphabetismus erschreckend.
Etwa 776 Millionen Erwachsene – die meisten davon Frauen – beherrschen nicht die Grundlagen des Schreibens und Rechnens.
75 Millionen Kinder gehen nicht zur Schule.
Und selbst bei denen, die einen Zugang zu Bildung bekommen, sind die Zahlen derer, die ihre Ausbildung abbrechen, sehr hoch.
Dabei wäre es ohne weiteres möglich, diesen entsetzlichen Zustand zu ändern. Wie die Professorin Lalage Bown, die die Festrede beim diesjährigen Weltalphabetisierungstag halten wird, betont: „Selbst die geringsten Schreib- und Lesefähigkeiten können einen großen Einfluss haben, sowohl persönlich als auch sozial und politisch.“
Vor diesem Hintergrund liegt der Schwerpunkt an diesem Tag auf der bedeutenden Rolle der Bildung. Bildung gibt den Menschen die Werkzeuge an die Hand, die sie benötigen, um ihren Lebensstandard zu erhöhen, an öffentlichen Entscheidungsprozessen teilzunehmen, Zugang zu Informationen über Gesundheitsvorsorge zu erhalten und vieles mehr. Vor allem aber ermöglicht sie es, Bürger- und Menschenrechte zu verwirklichen.
Bildung bedeutet nicht nur, lesen und schreiben zu können; mit Bildung gehen auch Respekt, Chancen und Entwicklung einher. An diesem Weltalphabetisierungstag appelliere ich an alle Partner, ihren Einsatz für mehr Bildung zu verstärken und die nötigen Ressourcenbereitzustellen, um wirklichen Fortschritt zu erzielen.

Die Zahl der Analphabeten in Deutschland wird alleine schon auf etwa vier Millionen Menschen geschätzt, eine Zahl, die 6,3 Prozent der Bevölkerung entspricht. Somit hat fast jeder 16. Deutsche Lese- und Schreibprobleme. Alleine in Berlin leben etwa 160.000 Menschen, die nicht schreiben und lesen können.

Das Leben für Menschen die nicht lesen und schreiben können ist sehr schwierig, da sie viele der einfachsten Dinge nicht erledigen können, wie beispielsweise die eigenen Post lesen, da ihnen dies jedoch oft peinlich ist, suchen sie keine Hilfe und verstecken sich oft lebenslang hinter fadenscheinigen Ausreden wie der, ihre Brille vergessen zu haben, um so Menschen dazu zu bewegen, ihnen zu helfen. Es ist für Analphabeten so gut wie unmöglich einer geregelten Arbeit nach zu gehen, da jede Berufsart fast immer damit verbunden ist, Schreiben und Lesen zu beherrschen.

Die Universität Koblenz hat eigens dazu im Januar 2009 das Albi Projekt in die Wege geleitet. Das Ziel ist es, Angebote für Analphabeten zu entwickeln und Lehrpersonal auszubilden.

AOB ist ein Berliner Arbeitskreis, der ganz gezielte Lernangebote für die Betroffenen bereithält.

Der 8. September ist der Weltalphabetisierungstag, jeder von uns sollte sich einmal fragen, wie wahrscheinlich es ist im eigenen Bekanntenkreis jemanden zu haben, der nicht richtig lesen oder schreiben kann. Analphabet zu sein bedeutet auch, große wirtschaftliche Nachteile zu haben, nicht nur hier in Deutschland, denn Bildung ist ein Menschenrecht…

©denise-a. langner-urso

Popularity: 21% [?]

Prügelschulen statt Kindheit

Posted by thunderhand On August - 31 - 2009 1 COMMENT

Eine Warnung vorweg, der Artikel eignet sich nicht für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, er eignet sich auch nicht für Menschen mit schwachen Nerven, sie sollten den Verlinkungen fernbleiben.

Es ist erschreckend, was der Humanistische Pressedienst heute veröffentlicht, einen Bericht über Schulen, an denen Kinder im wahrsten Sinne des Wortes grün und blau geprügelt werden, in Amerika.

nc-boy2Tendenz zunehmend, denn viele Eltern wollen, dass ihr Kind die Schullaufbahn erfolgreich absolviert ohne straffällig zu werden. Wer auf den Schulen überlebt, für den sind sie umsonst, ansonsten werden den Eltern rückwirkend pro Monat 600 Dollar berechnet. Wer die nicht hat, dem bleibt wohl oft nur ein Weg, Augen zu und durch, zumindest, wenn den Eltern das Kind doch leidtun sollte und sie dieses Geld nicht haben.

Aber geprügelt wird nicht nur an Privatschulden sondern inzwischen immer öfter auch an öffentlichen Schulen, und Eltern haben kaum eine Handhabe gegen das Vorgehen und die Misshandlungen, da Lehrer und Direktoren meistens Immunität genießen und schriftliche Anträge und Proteste der Eltern oft einfach ignoriert werden.

Präsident Obama wurde in einem offenen Brief inzwischen darüber informiert und scheint für hilflose Eltern und zahlreiche Internetselbsthilfegruppen die letzte Lösung zu sein.

johnny33Es scheint dabei auch keine Rolle zu spielen, welches Körperteil der Kinder beim Prügeln getroffen wird, denn betroffen sind außer dem Allerwertesten auch Oberkörper und Gesicht!

Die Kinder werden an diese Einrichtungen mit Paddles geprügelt, die teilweise von besonders radikalen christlichen bibeltreuen Gemeindepredigern auch schon ab und zu umsonst an Eltern verschenkt werden. Die etwa 40 cm langen „Instrumente“ werden kommerziell hergestellt. Joey Salvati, ein Schreiner aus New Kensington, Pennsylvania, der Paddles ganz offen im Internet vertreibt, behauptet, dass Gott ihn beauftragt habe, Paddles zu bauen. Zu den 10 amerikanischen Staaten in denen am häufigsten an Schulen geprügelt wird gehören:

1.Mississippi
2. Arkansas
3. Alabama
4. Tennessee
5. Oklahoma
6. Louisiana
7. Texas
8. Georgia
9. Missouri
10. New Mexico
Es überrascht, in welcher Auflistung einer prügelnden Staatengemeinschaft die Staaten dabei zu finden sind denn sie stehen damit Ländern wie Nordkorea, Kuba, Malaysia, Singapur, Saudi-Arabien, Syrien, Libanon, Botswana, Somalia, und etwa einem Dutzend weiterer afrikanischer Länder südlich der Sahara um nichts nach.


Was noch mehr erschreckt als das Prügeln selbst sind, dass dabei aber auch Unterschiede nach ethnischer Zugehörigkeit und Geschlecht gemacht werden. Dunkelhäutige Mädchen werden häufiger als hellhäutige Mädchen und Jungen noch öfter geprügelt.

Prügelnde Lehrer und Direktoren lassen sich voller Solz fotografieren und scheuen nicht dabei herzerfrischend in die Kameras der Fotografen zu lächeln.

©denise-a. langner-urso
Fotos-The Hitting Stops Here
Grundlage der Bericht des hpd: Menschenrechre auch für Schulkinder

Popularity: 26% [?]

Merkel fehlen die Worte – Wahlanalyse

Posted by thunderhand On August - 31 - 2009 1 COMMENT

Drei Wahlen und alles bleibt so wie es momentan ist. Ernüchterung am Tag danach. Zu sehr streiten sollten sich die Parteien nicht, denn wählt der Wähler wie gestern bedeutet das nach der Bundestagswahl nur eines: Weiter so, es lebe die Neuauflage der großen Koalition. Der Wähler wählt die Wahrheit, auch das wird gesagt.

Keine Partei sagt die Wahrheit, das machen eigentlich nur die Piraten, sie wollen Menschenrechte und möglichst große Freiheit im Internet, so kurz und ehrlich kann ein Programm sein, eines, bei dem man keine Fehler machen kann. Ein ehrliches Programm, keine Konzepte, die nicht eingehalten werden können, denn entweder sind Konzepte Schnee von gestern oder gehören entwickelt, wenn Probleme anstehen. Man zerbricht sich nicht den Kopf über etwas, was noch nicht stattgefunden hat, so einfach ist das, so ehrlich kann Politik sein.

Sie sind sympathisch die Piraten, in ihrem Programm steht nichts, was man nicht halten könnte, schon gar keine Zahlen, die sich überteuerte Horden von Bergers aus den Fingern saugen müssen. Das 90 Minuten vor Schließung der Wahllokale bekannte Wahl-Chaos verändert die Lage vor der Bundestagswahl auch deshalb nicht, weil die SPD trotz der massiven Einbußen der CDU keinerlei Trendwende zu ihren Gunsten beanspruchen kann. In Sachsen hat sie sich in Grund und Boden blamiert und ebenso schlecht abgeschnitten wie 2004. In Thüringen liegt die alte Dame so deutlich hinter der Linken, dass es absurd wäre, wenn sie es überhaupt andächte als kleinerer Regierungspartner den Posten des Ministerpräsidenten fordern zu können. Und im Saarland könnte es zwar zu einer Koalition mit Linken und Grünen unter ihrer Führung kommen, da die SPD ein solches Bündnis auf Bundesebene jedoch kategorisch und gebetsmühlenartig ausschließt, wird auch das keine Signalwirkung auf Bundesebene haben. Die einzige berauschende Erkenntnis eines langweiligen gehässigen Wahlabends liegt darin, dass es im Bund anstelle von Schwarz-Gelb eine Fortsetzung der Großen Koalition geben könnte. Aber das war schon vorher bekannt und dafür hätten die Fernsehsender nicht den Zuschauer stundenlang mit Analysen quälen sollen, die niemand brauchte, dessen Hirn noch nicht durch die Privaten aufgeweicht ist. Für wie dumm hält man den Wähler eigentlich? Wer die Wahrheit will, sollte seine Stimme den Piraten geben, für etwas Konfusion und etwas Chaos im Bundestag, für etwas Pfiff, damit dort die Langeweile endet, denn schlechter als jene, die teure Konzepte kaufen und sie nicht umsetzen, wie die Parteigesichter, die niemand mehr ertragen kann, weil sie sich anscheinend nie ändern, werden es Menschen ohne politische Erfahrung auch nicht machen, denn weniger als gar keinen Sachverstand werden selbst die Piraten nicht beisteuern können, nur eben endlich einmal andere Gesichter.

Und Frau Merkel benötigt auf Bundesebene niemanden, denn selten hat es einen Kanzler oder einen Regierungschef gegeben, der seinem Wahlvolk weniger zu sagen hatte, ihm weniger Wege aus einer Krise zu zeigen vermochte, als das große Schweigen und Orientierungslosigkeit in Zeiten von Navigationsgeräten.

Wer so verbissen schweigt verweigert die Aussage und sollte vom Amt freigesprochen werden.

©denise-a. langner-urso
Foto:Pixelio – Barbara Eckholdt

Popularity: 11% [?]

6,5 Millionen Niedriglöhner – per Minijob zur Minirente

Posted by Frank Benedikt On August - 31 - 2009 1 COMMENT

Trotz Beschäftigung leben immer mehr Arbeitnehmer in prekären Verhältnisssen

Das statistische Bundesamt (DESTATIS) in Wiesbaden hat in einer Pressemitteilung vom 19.08.2009 darauf hingewiesen, dass seit 1998 der Anteil “atypisch Beschäftigter” stark gestiegen ist. Standen 1998 noch 72,6% der Beschäftigten in einem Normalarbeitsverhältnis, waren es 2008 nur noch 66%, wobei der Anteil atypischer Beschäftigungen im selben Zeitraum auf 22,2% anstieg. Dabei ist fast die Hälfte (49,2%) dieser Beschäftigungsverhältnisse unterbezahlt und fällt unter die OECD-Niedriglohngrenze, die 2006 im Median bei 9,85 Euro brutto die Stunde lag. Zwar stelle laut DESTATIS eine Beschäftigung im Niedriglohnsektor nicht zwingenderweise eine Armutsgefährdung dar, jedoch sind Niedriglöhner mit 14,3% Armutsrisiko deutlich gefährdeter als Arbeitnehmer in einem Normalarbeitsverhältnis (3,2%).

Aus einer anderen Studie, die unlängst das Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) in Duisburg vorlegte, geht ferner hervor, daß mittlerweile 6,5 Millionen Menschen in Deutschland unterhalb der Niedriglohnschwelle, die 2007 in Westdeutschland bei 9,62 Euro und in Ostdeutschland bei 7,18 Euro lag, arbeiten. Das ist jeder fünfte Beschäftigte in Deutschland, wobei im Westen der reale durchschnittliche Niedriglohn von 6,03 Euro im Jahre 1995 auf 5,77 Euro im Jahre 2007 absank. Im Osten Deutschlands betrug er 1995 4,66 Euro, während er 2007 bei 4,69 Euro lag. Somit sind seit 1995 die Durchschnittslöhne im Niedriglohnbereich nicht gestiegen und in Westdeutschland gar gesunken. Dazu merkte Dr. Claudia Weinkopf vom IAQ kritisch an, daß in Deutschland das Lohnspektrum in einem Ausmaß nach unten ausgefranst sei, das in anderen Ländern aufgrund von Mindestlöhnen nicht möglich wäre.

Während in den meisten europäischen Ländern bereits Mindestlöhne existieren und diese im aktuellen Jahr in 14 von 27 EU-Staaten erneut angestiegen sind, gibt es in Deutschland weiterhin keinen einheitlichen Mindestlohn, wenn auch der DGB einen in Höhe von 7,50 Euro fordert, der damit deutlich unter der OECD-Grenze bleiben würde. Stattdessen wollen Unions- und FDP-Politiker nach den Wahlen im Falle einer schwarz-gelben Koalition bereits bestehende Mindestlöhne wieder abschaffen und den Kündigungsschutz aufweichen. Besonders der FDP-Vize Rainer Brüderle tut sich hier hervor und bezeichnet Mindestlöhne als “maximalen Schwachsinn”, würden sie doch Arbeitsplätze gefährden,  ein Argument, das  nicht wirklich stichhaltig ist, wie sich mit der Einführung des Mindestlohns in Großbritannien gezeigt hat. Immerhin will Horst Seehofer mit seiner CSU das geplante schwarz-gelbe Sozialmassaker verhindern und und spricht vom “Widerstandsgeist der CSU“. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob dies nicht nur Wahlkampfrhetorik ist.

Arm dank Arbeit – das zieht auch eine weitere Konsequenz nach sich: Altersarmut. Alleine die rund 3,6 Millionen Beschäftigten, die unter sieben Euro die Stunde brutto verdienen, können nicht viel in die Rentenkassen einzahlen und wohl auch nicht viel dazu”riestern”. Das bedeutet in der Praxis, daß sie, selbst wenn sie jetzt noch ohne “Aufstocken” durch ALG II, “HzL” u.ä. zurechtkommen, im Alter wohl auf staatliche Hilfen im Rahmen der “Grundsicherung” angewiesen sein dürften.

Während der Bund mal eben 480 Milliarden Euro zur Rettung der Banken locker macht, hat er gegenüber seinen Bürgern, denen er ja verpflichtet ist, zugenähte Taschen und bringt auch nicht die Entschlußkraft auf, endlich flächendeckend einen Mindestlohn zu beschließen. Dies wird Konsequenzen haben – eine davon wird Altersarmut für eine große Zahl von Bürgern heißen.

[fb]

Foto: Peter Ries, pixelio.de

Popularity: 10% [?]

   Anmelden     Registrieren     Gäste



Die KiK Story Vergiftete Geschenke Die Biospritlüge We feed the world Der Geist des Geldes-Jean Ziegler Lets make money Eine Welt aus Plastik Sparpaket Wilfried Schmickler über neoliberale (Sozial-)Rassisten und Leistungseliten (31.05.2008!) Die Merkelhymne Auf Wiedersehen Herr Westerwelle Künstler meinen: