10
September , 2010
Freitag

"Quid leges sine moribus? Quis custodiet ipsos custodes?"

Die Klientelsteuersenkungskoalition startet durch

Posted by thunderhand On Februar - 8 - 2010

Die Steuersenkungsorgie für die Reichen, sie geht in die nächste Runde, als Belohnung für den Weltrekord im Steuerhinterziehen. Die Union prescht vor und versucht die FDP zu überholen, was ein Rennen!
Baden – Württemberg, ein nicht armes Bundesländlein mit nicht wenigen Millionären verschiebt gleich einmal ganz die Steuersünderjagd, und einen Streit vor, wer will schon die “Großen Freunde” fangen und dafür eine Klage riskieren? Millionen-Entschädigung für Steuerhinterzieher – die ARD Nachricht des Tages für Geldverstecker. 7,3 Mio für eine geschundene Hinterzieherseele, und das bei leeren Kassen. Besser kann Beihilfe zu einer Straftat wirklich nicht öffentlich begründet werden..

Das ist Klasse, wieder einmal eine reife Weltmeisterleistung. Passend zur NRW Wahl, wie auch die Atomeventuellnichtverlängerungsdebatte und die Grünenschiele. Die Union rennt vorneweg und ist erschüttert, wie sich bereits jetzt Merkel dem Irankriegsgedanken und ihren Verfechtern an den Hals wirft, wie eine, nun ja. Derweil verrotten die Kommunen, und Hartz4 Kinder verklagen den StaatAbsurdistan pur.

Was von Biologen offiziell nie bestätigt werden konnte: Was nämlich passiert, wenn man einen Hund und ein Pferd kreuzt, nämlich, dass man dann einen Herd und ein Pfund bekommt, Merkel machts möglich, die ist ja auch Wissenschaftlerin, für Steuerreichensenkungspolitik und für jedwede politische Farbkombination. Der geprügelte Hund namens Steuerzahler, das ausgezahlte Niedrigsteuer-Pfund für die Reichen. So einfach kann Politik sein.

Das Internet löschen statt sperren, das ist das Motto und die genialste Idee seit Verbannung der Glühbirne, ebenso aus dem Unionskeller ausgemottet wie die Anbiederei an was immer zu Wählerpunkten verhilft, die Fähnlein im Winde, das deutsche Fahnenmeer aus Schwarz-Gelb.

Steuern runter für Dienstwagen, klar, den fahren ja schließlich auch unsere Polithansel und damit es nicht auffällt für alle die Dienstwagen fahren gleich mit. Das ist einfach eine Einkommenserhöhung für all jene, anders formuliert, wenn schon Diätdebatten nicht zu verklickern sind.

Genial, Dienstwagensteuern runter für Opelbosse, vielleicht entlassen die dann ein paar mitarbeiter weniger, und natürlich für die Herren von der Pharmaindustrie, vielleicht erkauft man sich ja so die Impfstoffproduktion.

Steuern runter, für die, denen die Steuerlöcher weniger werden, als Entschuldigung, sozusagen. Und klar doch Steuern runter auch für Dividenden, zockt ja inzwischen der Wohnungslose schon an der börse und jeder Hartz4 Empfänger seit urzeiten, klasse Union, Genial FDP, ihr werdet ganz bestimmt (nicht) wiedergewählt, versprochen…

©denise-a. langner-urso

Kommentare

ein Beispiel:…Es ist doch eine Frechheit damit zu argumentieren, dass die sich selbst angezeigt haetten, wenn sie gewusst haetten, dass ihre Namen auf der Liste auftauchen. Das heisst doch vielmehr, dass diese Leute keine Skrupel gehabt haetten mit ihrem kriminellen Handeln fortzufahren, wenn sie keine Nachricht bekommen. Fuer mich ist dies bereits ein Schuldgestaendnis und nicht ein Grund fuer eine Entschaedigung. Anstelle einer Entschaedigung von 7.3 Millionen sollte der Typ auf die gleiche Summe wegen Unverfrorenheit verkracht werden.

Wenn man solche UNRECHTSSPRUEHCE liest, da verliert man doch nicht nur den letzten Glauben an ein Rechtssystem sondern auch den Willen ein ehrliches Leben zu fuehren.

Unverschaemtheit!

Trauriges Zeugnis der Rechtsstaatlichkeit nennt es ein anderer

und ein dritter Poster: Pervers!
Mo, 08.02.2010 – 11:35 — Wäller

Ich war immer ein Freund von Demokratie, freier Wirtschaft und Kapitalismus!
Ich befüchte mein Denken wandelt sich langsam, denn der Kapitalismus in seiner jetzigen ausufernden Form ist nur noch eine einzige “Perversion”.
Ich befürchte weiterhin das dem Ganzen mit rechtsstaatlichen Mitteln kein Einhalt mehr geboten werden kann, wenn selbst Gerichte solche Urteile fällen.
Das gefährdet nicht nur den sozialen Frieden.

Foto-Pixelio: Dieter Schröder

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