9
September , 2010
Donnerstag

"Quid leges sine moribus? Quis custodiet ipsos custodes?"

Die große Lüge vom miesen Bildungssystem – Impertinent!

Posted by thunderhand On März - 3 - 2010

ruettgers-mietenRegierungsreport
“Mangelhaft” für deutsche Schulabgänger, so heisst eine Überschrift, die heute im Spiegel erschien
. Die Aussage alleine ist eine bodenlose Frechheit und die größte Lüge aller Zeiten! Und weiter heisst es da:

Der neue Berufsbildungsbericht der Bundesregierung stellt Deutschlands Möchtegern-Azubis nun ein jämmerliches Zeugnis aus – jeder Zweite sei nicht fit für eine Lehrstelle. Fast jeder zweite Schulabgänger gilt als “nicht ausbildungsreif” und muss vor der Vermittlung in eine Lehrstelle zusätzliche Fördermaßnahmen absolvieren.

Bravo kann man nur rufen, genialer Versuch der Wirtschaft einen Teil ihrer Ausbildung auf den Staat zu schieben und durchsichtig ohne ende!

Aber das kann schnell widerlegt werden. Ein Beispiel aus dem eigenen Umfeld:

Ein Schulabgänger einer Berliner Schule- Oberstufenzentrum
Informationstechnik und Medizintechnik erhält nach seinem Abgang in deutschland wiederholt die Aussage, er habe gar keinen Abschluß, dieser werde nicht anerkannt, es gebe ihn nicht. Ein Abgänger wohlgemerkt mit Fachabitur einer Staatlichen Schule!

Der Abgänger bewirbt sich im Ausland und oh Wunder wird dort sofort angenommen, erhält dort eine vier/ bzw. dreijährige Weiterbildung mit über 1000 Euro im Monat bei Dreizehn Gehältern! Das erste Lehrjahr wird ihm wegen Überqualifizierung erlassen, man kümmert sich seitens des Arbeitgebers sogar um den Auffenthalt und um eine Wohnung. Wenn das nicht die Mär vom schlechten Abgänger widerlegt! Er wird nicht wiederkommen, der Abgänger, wie schon seine Schwester, die in England unterkam mit einem ebenso schlechten Abgang.

Die Wirtschaft und die Regierung prügeln auf das System der Bildung ein, denn nur so macht man Arbeit billig und kann dem Staat einen Teil der Ausbildung aufbürden- ein geniales Lügengebilde. Gleichzeitig werden überall unsere Schulabgänger und Arbeitskräfte mit handkuss genommen, man weiss Qualität zu schätzen, nur der eigene Staat,  die eigene Wirtschaft, die sollen endlich die Tatsache auf den Tisch legen, sie wollen einfach nicht zahlen, und was liegt da näher als das System als verrottet zu bezeichnen, ekelhaft und durchsichtig, weil längst widerlegt.

Wie kann man nur der eigenen Jugend ein solches Armutszeugnis ausstellen? Die, die wirklich an den Pranger gehören, das sind Politik und Wirtschaft und man kann den jungen Menschen nur Massenabwanderung empfehlen, andere Anreiner warten schon, bezahlen gut und wissen, wie man kranke Seelen gesundpflegt. Mögen Wirtschaft und Politik an ihrem sogenannten Gutachten ersticken, Kinder macht bloß, dass ihr hier wegkommt!

Die Zeiten der Praktikanten die für nichts lebenslang schuften und anschließend weder Job noch Rente erhalten gehören auf den Müll der Geschichte! Geiz ist geil ist für jene, die anschließend von Hartz4 leben müssen, weil niemand sie will, weil man ihnen das Blaue vom Himmel vorlügt über ihre Schwächen und Nichtbildung , für die Politik und Wirtschaft aber ist es ein Armutszeugnis schlechthin!

Wenn irgendwo Realität und Märchen nun gar nicht zusammenpassen wollen, dann bei der großen Lüge einer schlechten Bildung!

Wer auch immer diese Studie erstellte, er gehört abgewatscht

Der Fisch stinkt zuerst  immer vom Kopf – man betrachte nur die Bundesregierung und ihre “Kinder”, die von Tuten und Blasen überhaupt keinen Schimmer haben, weil sie aus dem Mutterleib auf den Hochstuhl, von da auf der Universität und anschließend direkt auf der Regierungsbank landeten, ohne jemals selbst mitten im Leben gestanden zu haben, ohne durch ihrer Hände Arbeit jemals etwas verdient zu haben, da lässt es sich leicht glauben, was diese Studie besagt, die so voll an der Realität vorbeigeschrieben genau das wiedergibt, was die Wirtschaft von ihr  erwartet und die ihrer gelb-schwarze Regierung und den Erstellern genau das  als Wahrheit verkaufen lässt, wodurch sie selbst am Ende wieder sparen und Löhne drücken, bzw dem Steuerzahler einen Teil der Ausbildung aufdrücken kann, als Vorabpraktikum ect., immer unter dem Vorwand schlechter Bildung, – Pfui Teufel!!!

Etwas mieseres war in der letzten Zeit kaum aus der Regierung, und dazu gehört in Deutschland die Wirtschaft, wie der Tag zur Nacht, seitdem sie sich Minister mietet und Gesetze in voller Länge anbietet, nicht zu hören! Und etwas herabwürdigenderes gegen die junge Generation Praktikum auch nicht!

Aber wie man sich aus der Verantwortung schleicht, das wusste sie schon immer, die achso gute “Deutsche Wirtschaft” !

Lobbyistengesetze

Käufliche Minister

Gekaufte Politik

Wie man miese Praktiken der Wirtschaft und anderer Arbeitgeber entlarvt

Parteitags-Lobbyismus aus Insider-Sicht-wehe, wenn sie auspacken!

Die Amerikanisierung der Politik

©denise-a. langner-urso

Foto mit freundlicher Genehmigung von Kopperschlaeger.net

Popularity: 51% [?]

Share/Save/Bookmark Bei ReadPort als Site, die ich lese, hinzufügen
Hinterlasse eine Antwort, oder verfolge Änderungen auf deiner eigenen Seite.

7 Antworten

  1. Die gro Says:

    [...] [...]

    Posted on März 3rd, 2010 at 17:59

  2. thomas Says:

    Einfach mal hier http://www.bildblog.de/16782/die-reifepruefung/ weiterlesen.
    Das erklaert vieles.

    Posted on März 4th, 2010 at 11:14

  3. hottitotti Says:

    Ich empfehle dem Autor des Artikels einmal ein wenig Praxisluft zu schnuppern und sich mit kleinen oder mittelständischen Unternehmern über Bewerbungsgespräche von Auszubildenden unterhalten.

    Ich habe es live und in Farbe erlebt, weil ich es mir irgendwie auch nicht vorstellen konnte: Ein Kandidat (Ausbildungsberuf: Kaufmann für Bürokommunikation) erhält die Aufgabe, für eine Rechnung mit einem Nettobetrag von 1000€ die Umsatzsteuer von 19% zu berechnen. Alle erforderlichen Angaben waren in der Aufgabe vorhanden. Als Hilfsmittel wurden dem Kandidaten zur Verfügung gestellt: a) ein Blatt Papier mit einem Stift, b) ein Taschenrechner und c) ein Laptop mit Excel

    Nach 5 Minuten wurde unter Zuhilfenahme des Taschenrechners ermittelt, dass 190.000 € Umsatzsteuer für diese Rechnung zu zahlen wären. Nachfragen, ob dieses Ergebnis wirklich plausibel sei, führten zu keinerlei neuen Erkenntnissen.

    Desweiteren hatte der Kandidat in seinen Unterlagen angegeben, sehr gute PC- / EDV-Kenntnisse zu haben. Nachfragen ergaben, dass es hierbei im Wesentlichen um Kenntnisse über SchülerVZ, Youtube, Counter Strike und World of Warcraft handelte. Auf weitere Nachfragen wie es beispielsweise um Kenntnisse von Excel, Word oder Powerpoint oder vergleichbaren Alternativen bestellt sei, gab es die Antwort, dass man sich damit eigentlich noch nie auseinandergesetzt habe, man aber wisse, dass man damit “Briefe und ähnlichen Kram” schreiben kann und man sich damit beschäftigen würde, wenn es nötig wäre.

    Auf Fragen, wieso sich der Kandidat gerade für diesen Ausbildungsberuf interessiert und was die Alternative für ihn wäre, gab es die Antwort, dass ein Bekannter “das auch macht und es ist voll ok”. Alternativen? Schulterzucken, darüber habe man noch gar nicht nachgedacht.

    Fragen, ob er im Groben wisse, was das Unternehmen, bei dem er sich beworben habe, überhaupt so macht und ob man vielleicht schon mal auf der Internetseite nachgeschaut habe, wurden mit Kopfschütteln beantwortet.

    Dass besagter Kandidat nicht eingestellt wurde, ist vermutlich nicht erwähnenswert.

    Posted on März 6th, 2010 at 15:16

  4. thunderhand Says:

    @hottitotti- ja das mag sein, aber was erwarten arbeitgeber? Wollen wir schüler, die in all diesen programmen perfekt sind-gut, aber welche fächer streichen wir? den bürofächern täten wir einen gefallen, wären es kunst-ups-sorry-powerpoint-also musik-sport…dann also fette unmusikalische powerpointer. was erwartet der arbeitgeber denn von schule? allumfassende grundbildung, das ist bekannt, also topfit in geschichte, zwei fremdsprachen und chemie,mathe,physik,deutsch, denn aus all den fächern gibt es in jenen prüfungen fragen.
    wie also weiter? ich denke, dann geht es nur über ein völlig anderes system.entweder 8 jahre und dann ab in spezielle schulen, die auf den beruf direkt schulen oder auf berufsgruppen, wie in der schweiz, oder aber wir müssen entmüllen. religion,ethik, gehört das an schulen? musik und kunst,sport, gehört das an schulen-? die schüler können nicht dafür und werden durch nichtannahme bestraft. wie wäre es denn mit einer 4 jährigen ausbildung, wie in anderen staaten, wo derweil die schüler grundbedürfnisse, des arbeitgebers erlernen. wie in der schweiz? schauen sie mal hin, die bezahlen ihre azubis anständig, die stehen da früh auf eigenen beinen, unsere kids bekommen so wenig, die kleben mit 30 moch daheim, weils nicht anders geht. jedes ding hat zwei seiten, die eine ist in dem falle geld, und das wollen betriebe nun einmal eben nicht ausgeben.

    Posted on März 6th, 2010 at 15:47

  5. hottitotti Says:

    Es werden -jedenfalls in dem Betrieb, in dem ich arbeite- keine Wunder erwartet, da sieht man das Ganze schon realistisch. Gewisse Grundkenntnisse, und da zähle ich Prozentrechnung schon dazu, sollte man voraussetzen können. Zumal die Aufgabe, die da gestellt wurde, wirklich nicht schwer war.

    Mich wundert es halt, dass man eben vollkommen unvorbereitet in ein solches Vorstellungsgespräch geht, dass man eigentlich überhaupt keine Ahnung hat, um was es in dem Job, für den man sich bewirbt, überhaupt geht oder was auf einen zukommen könnte. Ist es zuviel verlangt, einen potentiellen Auszubildenden danach zu fragen, ob er sich die Internetseite des Unternehmen, bei dem er sich beworben hat, einmal angeschaut hat?

    Wie gesagt, es hätte niemand irgendwelche Wunder erwartet. Bei der Rechenaufgabe wäre es vollkommen egal gewesen, mit welchem Hilfmittel er sie gelöst hätte. Wenn er seine EDV-Kenntnisse nicht explizit erwähnt hätte, wäre ihm vielleicht auch die eine oder andere Blamage erspart geblieben.OK, angeblich war es auch das erste Vorstellungsgespräch, welches der besagte Kandidat jemals in seinem Leben geführt hat.

    Die Erwartung wäre halt gewesen, einen motivierten und interessierten Kandidaten vor sich zu haben. Jemand, der Fragen in ganzen Sätzen beantworten kann und nicht nur mit “Ja”, “Nein”, “Vielleicht” oder einem Schulterzucken. Jemand, der auch Fragen stellt, weil er vielleicht bei der Vorbereitung auf das Gespräch durch Internetrecherche etwas gefunden hat. Das Ganze sollte halt auch ein Gespräch sein und kein Verhör.
    Stattdessen kommen da manchmal Kandidaten überhaupt nicht oder sind absolut unvorbereitet und ohne erkennbare Motivation. Mir ist schon klar, dass man in der Schule festgestellt hat, dass man auch mit minimalem Einsatz zum Ziel kommen kann. Nur ob es besonders clever ist, diese Einstellung ins Berufsleben zu übernehmen? Ich bezweifele es.

    Posted on März 6th, 2010 at 16:46

  6. Spreephilantrop Says:

    Es ist schon bedenklich, dass Bildung zwar vehement bei Sonntagsreden von Politikern bemüht wird, aber in der Praxis leider immer noch ein (budgetäres) Schattendasein fristet. Dabei zahlt sich jeder in Bildung investierte Euro doppelt und dreifach zurück. Das Beispiel zur MwSt-Rechnung des Vorredners ist, so befürchte ich, leider kein Einzelfall. Ich erinnere an den Redebeitrag des Berliner Gebäudereinigers, der via Arge 150 Stellen zu bestzen hatte. Ein Trauerspiel…

    Posted on März 8th, 2010 at 14:06

  7. thunderhand Says:

    Der Gebäudereiniger, der seine Stellen nicht besetzen kann, gibt wirklich zu denken, zumal er ja einen Lohn um 8.40 Euro zahlt, im unteren Bereich. Da läuft etwas schief, das stimmt. Nur, wer Gebäude reinigt, der benötigt nun wirklich kein Abitur, und da sollte es Wurscht sein, ob jemand nun seine Bewerbung perfekt abgibt und durch X Tests muss. In mancher Hinsicht übertreibt Deutschland einfach.
    Am Bildungssystem selbst wird völlig kopflos herumexperimentiert, oft völlig an Realitäten vorbei, das ist es ja, was wird benötigt? Sollte man SChule nicht so gestalten, dass sie ab einer bestimmten Stufe als Fachschule ausgelegt ist und direkt einen Berufsabschluss anbietet? Also handwerkliche Schulen, technische Schulen, Sprachlich orientierte für Sprachen,Büros,naturwissenschaftliche Zweige?

    Posted on März 8th, 2010 at 14:23

Hinterlasse einen Kommentar

Du musst eingeloggt sein um ein Kommentar zu schreiben.

   Anmelden     Registrieren     Gäste

Die KiK Story Vergiftete Geschenke Die Biospritlüge We feed the world Der Geist des Geldes-Jean Ziegler Lets make money Eine Welt aus Plastik Sparpaket Wilfried Schmickler über neoliberale (Sozial-)Rassisten und Leistungseliten (31.05.2008!) Die Merkelhymne Auf Wiedersehen Herr Westerwelle Künstler meinen: