Afghanistaneinsatz: Geheimsache Chaotistan

Oberst Klein, er wurde nun endlich vom Untersuchungsausschuß befragt, und er hielt es für seine Pflicht für Kunduz nicht nur die Verantwortung zu übernehmen, sondern er sagte auch aus, was er nicht hätte tun müssen.

Auch der Bundestag hat sich heute mit Afghanistan befassen müssen, Herr Westerwave hielt dazu eine mit Spannung erwartete Regierungserklärung. Natürlich wird man nicht Hals über Kopf und wie auf der Flucht das Land verlassen, das ist klar.

Unklar aber ist, wieso man das Wort Krieg nicht ausspricht. Das ist Feigheit vor dem Feind und der Feind ist das Volk, das Wahlvolk, ist nicht anders als mit der Steuerpolitik, die Steuern senkt die FDP selbst dann noch, wenn Deutschland so pleite ist, wie Griechenland, darum ja hat die Westerwelle-Partei gerade eben noch 8%, weil ihr den verzapften menschgewordenen Westerunsinn niemand mehr glaubt, aber ist ja bald der 1. April oder so.

Kriegsähnlich nannte es zu Guttenberg schon, aber der Aussenminister fiel ihm heute in den Rücken und gab die Parole „bewaffneter Konflikt“ aus. Aua. Also ein Nichtkriegskrieg, die Soldaten wirds freuen zu wissen, dass man nicht im Kampfeinsatz oder Krieg sondern nur in einem Konflikt stirbt. Ist ja auch besser, tut vermutlich weniger weh. In jedem Falle darf man bei einem bewaffneten Konflikt im Sinne des Völkerrechtes gnadenlos abballern, was einem vor die Handylinse kommt, sofern es hinnehmbar ist-, na da freut sich aber der Soldat und Oberst Klein besonders, denn wenn er Christ wäre täte es ihm weh und er hätte nicht gebombt, nun darf er das und kann beruhigt wieder Christ werden, warum auch immer sich Christsein und Afghanistan ausschließen. Achso, Christen führen keine kriege- stimmt, nur Kreuzzüge, das Christentum an sich ist ja so friedlich, wie der Islam. …

Auch ist dieser bewaffnete Konflikt ja mehr ein Ausbildungs- und Beschäftigungsprogramm für den gelangweilten Taliban, damit der sich nicht zurückzieht und endlich arbeitet. Aber das tun sie ja, sie arbeiten doch, herr Westerwelle, auf Feldern, wo auch sie sie gerne sehen, und auch die Wirtschaft boomt doch, im Drogenanbau, was also will man mehr, zu überzeugen ist doch nur, wer anderweitig mit legaler Arbeit ebenso gut verdient wie mit dem Drogenanbau. Das ist so ungefähr wie mit denen, die in Deutschland Hartz4 bekommen müssen, weil wenn sie arbeiten, sie davon nicht leben können. Da bleibt man doch lieber mit Hartz4 zuhause und bricht sich nicht auf vereisten Straßen die Knochen, Herr Westerwelle. Man, der Junge braucht wohl nur Nachhilfe.

Und wie lange will man denn gemäßigte Taliban finanzieren, mit welchen Summen, mit der Drogensumme?- Wenn man so in Lohn und Brot kommt, ist direkt verständlich, warum so viele Jungendliche ohne Perspektive aus Deutschland sich in Afghanistan ausbilden lassen, ist inzwischen jedem Bundesbürger wärmstens zu empfehlen. Für Unsinnsprogramme wie talibanunterhalt hat die Bundesregierung scheinbar immer noch ne Rücklage. Also Kinder, werdet Banker oder Taliban, in beiden Fällen werdet ihr anschließend entweder gerettet oder richtig gut ausgelöst, gelle Herr Westerwelle?
Man mag dem Bildungsbürger ja noch klarmachen können, warum das so ist, ob aber jemand der „richtig“ gut Kasse mit Drogen macht sich auf Hartz4 Niveau als Kartoffelbauer anstellen lässt, das glaubt auch nur jemand wie die deutsche Bundesregierung.

Also, Ausbildungs- und Beschäftigungspakt. Die Ausbildung, an dem Material, das anschließend sich gegen den Westen oder die interne Regierung richtet, die läuft doch gut, davon braucht man mehr, damit der Kriegsgrund erhalten bleibt, einen Pakt nennt der Westerwelle das. Mit den Pakten, die diese regierung schließt war es noch nie weit her, das sollten sich die Afghanen sehr genau überlegen.

Heute haben wir auch mit Erstaunen erfahren, Afghanistan sei nicht Heidiland, ja schade, ich wär so gerne dahin in die Ferien zum Jodelkurs gefahren. Mist aber auch, dass die CDU/CSU das ausgerechnet heute erzählen muss, ich wollte doch morgen buchen- menno!

Ach ja und überhaupt tuts dem Klein richtig weh, das er gehandelt hat, wie er handeln musste, aber anscheinend war da keiner der ihn hätte abhalten können, er hätt eh nicht drauf gehört, weil eh keiner weiss, wer überhaupt was zu sagen hat in Afghanistan weil alles so furchtbar geheim ist, dass man nie weiss, wer wem die wahrheit sagt. Und nachschaun, das traut sich keiner, der Kumpel am Handy wird schon wissen, was er sagt, und Computer irren sich nie. Ist wie in CS, also Counterstrike, tut eh keinem weh, wenn der Virtuelle Gamer den Joystick über das Ziel bewegt und seine Bomben abwirft. Vielleicht ist alles ja so geheim, dass man uns am Ende nur nicht erzählt, dass da gar nicht geschossen wurde, weil es gibt ja keinen Krieg, wie Westerwelle ja sagt, sondern nur einen Konflikt, und vielleicht isses ja nur ein Geheimnis, dass nichts passiert ist, damit, ach wer weiss…

In jedem Falle wird der Ausschuss selbst die geheimsten Geheimnisse noch verheimlichen wenn es gar keine mehr gibt, weil ohnehin keiner versteht, wer überhaupt was zu sagen hat in Chaotistan und wer den Einsatz überhaupt befehligt, das scheint die Nato ja selbst nicht zu wissen, also kann man von niemandem erwarten, dass er irgendwem Rechenschaft schuldet oder sich an jemandem wendet oder Befehle entgegennimmt. Geniales Spiel! Geheimsache Chaotistan pur. Vielleicht sollte sich die Bundesregierung mal endlich erkundigen, wer da mit wem warum und gegen wen im Konflikt ist, und welchen geheimsten Geheimeinheiten sie da unsere Steuern hinterherschmeisst, denn selbst das ist ja niemandem mehr klar, ein Natoeinsatz jedenfalls kann das bei dem Chaos wohl kaum sein. Anscheinend aber das perfekte handygesteuerte Browsergame ala Desert Operations, spielbar am heimischen PC für Schießwütige. Ja sind unsere Soldaten überhaupt in Afghanistan im Einsatz und gibt es Afghanistan überhaupt?- Grübel, grübel, grübel.

©denise-a. langner-urso

 

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