Börse – Mal eben kurz gekotzt

©Gerd Altmann/Hans Braxmeier  / pixelio.de

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Die Börsenwerte sacken eben mal ab, und Börsianer finden dafür merkwürdigste Erklärungen. So also ist das, niemand blickt dort mehr durch, es sind ja nur Menschen und traden, das machen längst andere für sie. Für die Märkte, zum Wohl weniger und Wehe meist vieler.

Egal, mich soll es nicht stören, ich bin davon nur nachrangig betroffen, wenn überhaupt. Betroffen, geschädigt sind vorrangig andere. Ändern kann ich das ohnehin nicht, also, was solls. Und doch, dazu gehört mein Senf und zwar deutlich.

Irgendwann nämlich werden sie es begreifen, was da so abgeht, an ihnen als Wert vorbei rauscht am Bildschirm, spätestens dann nämlich, wenn ihre lieben maschinellen Handelsmaschinen den Wer ausgeben: „Streik wegen zu geringer Kontrolle und Wartung, Börsenwerte auf Null“. Dann vielleicht oder erst, wenn die Computer samt Pappschild an ihnen vorbei auf die Plätze vor den Weltbörsen marschieren und sich dort mit Pappschildern aufbauen …

Die Erklärungen, wie man sie zum Beispiel im Handelsblatt liest, sie sind mehr als hilflos, lächerlich! Das sei quasi eine konzertierte Aktion und übrigens machen Computer nur so an die schlappen 50% des Handelsvolumens unter sich aus, überraschend, ratzfatz, vollautomatisiert, ohne dass ein Mensch überhaupt dabei etwas tut. Genial …

Ähm, wie bitte? Das soll die Erklärung sein. Verarschen lassen dürfen sich andere, keine Maschine ist nicht abstellbar, kontrollierbar, unfehlbar gar, sie werden nämlich von Menschen programmiert, vervirt, verwurmt, manipuliert, schlecht kontrolliert, mies gewartet, was auch immer, so einfach ist das.

Nein, das kann man sich nicht erklären. Gut, dann sollte man vielleicht einmal untersuchen, welche Organisationen, so nenne ich sie einfach einmal, hinter denen gewisse Namen stehen dürften, woran ein Interesse haben könnten, derzeit, denn dafür gibt es genügend Anlässe, die wirtschaftliche Begutachtung der Lage auf den europäischen Märkten etwa, durch den IWF etwa, der ja eine sogenannte aggressive Geldpolitik Europas fordert.

Die Frage also sollte nicht lauten, was ist da los, sondern, wer profitiert, was erreicht man damit, mit so kleinen von Computern „abgesprochenen“ Deals, die irgendwo zu Verlusten führen. Profitieren gar Europäer davon, wenn ja, wer …

Andererseits aber steht die Frage im Raum: Will die europäische Politik wirklich wissen und wahrhaben, wer da seine Programmier- gar Manipulierfingerchen im Spiel hat …?

Ja, ich weiß: eine Verschwörungstheorie. Ach wirklich …?

©denise-a. langner-urso

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