Bundestag-Ob abgestimmt wird bestimmt jetzt Schäuble

©Claus Zewe  / pixelio.de

©Claus Zewe / pixelio.de

Na das kann ja noch heiter werden. Herr Schäuble testet jetzt also auch für Deutschland, wie lange man wurschteln kann, ohne, dass irgend jemand aufmuckt. Bleibt es ruhig im Bundestag und niemand haut gründlich auf den Tisch, dann macht man so lange weiter, bis Fakten geschaffen werden, die man nicht rückgängig machen kann. Ganz nach dem Motto des Herrn Claude Juncker, der da den allseits bekannten Spruch loslies:

„Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter – Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Da hat der Herr Schäuble damals gut aufgepasst und testet das wohl jetzt am Deutschen Bundestag, oder wie? Bestimmt jetzt also der Finanzminister, wann der Bundestag worüber abstimmen darf? Klasse.

Da warten wir mal ab, wann es der Bundesregierung einfällt zu sagen, Wahlen seien vorerst unnötig.

Der Bundestag soll also wann befragt werden zu Zypern? Am besten wohl gar nicht, denn bei einer 100 prozentigen Enteignung aller Sparer einer Bank, auch von mittelständischen Unternehmen übrigens, die dort ihr Firmenkonto hatten, dürften so einige Abgeordnete ins Grübeln geraten, und also lässt man lieber gar nicht abstimmen. Genial, wirklich, man glaubt sich in einer Bananenrepublik. Dabei kann der Finanzminister doch sicher von der Zustimmung der SPD ausgehen, die ja generell alles durch winkt, was den Bürger nicht entlastet oder ihm gar nützt. Schließlich muss man sich in dieser Partei ja der Bundesregierung vorsorglich an den Hals werfen, falls es mit den Grünen im September nicht ganz reichen sollte. Und vielleicht stimmt ja sogar die Linke dieses Mal zu, schließlich ist es doch eine quasi 100%  Besteuerung, die in Zypern passieren soll.

Ob man allerdings dafür die eigene Mehrheit erhält, das ist fraglich, denn was zur Totalenteignung von Mittelständlern die FDP sagt, das wissen wir noch nicht. Denn auch Unternehmer haben dort vielleicht Konten, über die sie Verbindlichkeiten, Lieferungen zu bezahlen haben. Nun ja, was solls, gehen eben ein paar betriebe platt, wen stört das schon, wenn dabei ein paar verschonte Kleinsparer ihren Arbeitsplatz verlieren. Unsere Besserwisser von Troika und anderen Verhandlern bestimmt nicht, die haben ihre Schäfchen längst in Sack und Tüten.

Wie auch immer, seit heute wissen wir, was zumindest Herr Schäuble unter Demokratie versteht …

©denise-a. langner-urso