Bundestag und Parteien – Land zwischen Obdachlosigkeit und Milliardären?

Und in der Mtte gibt es Nichts?

Und bis zu einem gewissen Punkt reden so alle Parteien, nicht nur die Linke, je nach Klientel. Jeder hat da Themen, wo es ähnlich abgeht, wie man sie heute von der Seite der Linkspartei vorträgt, sowohl die CDU, als auch die CSU, so ist das bei den Grünen, doch bei der SPD und der CDU da wird geflaggt wie Fähnlein im Wind, was an der Koalition zu liegen scheint.

Die einen haben es mehrheitlich nur mit Wachstum und Wirtschaft, ohne daraus entstehende Folgen zu sehen. Betriebsblindheit überall, auch innerhalb der Regierung, und ja, das gehört zur Demokratie, so soll es sein, und selten war Politik spannender als derzeit, wo es um die EheFürAlle geht, und das auch allenfalls, weil eh bald gewählt wird, was traurig ist, denn ich wünsche mir jede zeit so wie diese, mehr Lebhaftigkeit, auch mal schnellere Wechsel, eventuell, sonst schläft man tatsächlich ein.

Und im Wahlkampf da soll man umgehend wie ein Feuerwehrmann als Wähler auf der matte stehen, eventuell dann, da überbietet man sich in den Parteien mit mehr oder weniger Realismus oder damit, man wolle ja nur das Beste für alle, derweil man danach sofort wieder mit plötzlich auftretender Blindheit geschlagen wird und das Gegenteil dessen sagt und tut, was man vorab verkündete. Stetige Auseinandersetzung bei der es auch mal so richtig kracht wie jetzt, das würde ich mir wünschen.

Armutsbericht und Milliardäre

Ja, es gibt relative Armut, doch so, wie die Linke im Bundestag das Land malt, so schaut es nun wirklich nicht aus. In diesem Land leben wir nun wirklich nicht zwischen Kaiser und ärmsten Bauern, leben wir nicht in einem Märchen ala Der kleine Lord. Das muss auch einmal deutlich gesagt werden.

Deutschland ist kein Land, wie wir es so oft in afrikanischen Staaten erleben, in denen es einerseits Bauern gibt, die sich nicht selber helfen können und verhungern, derweil die Regierungen in Korruption versinken und wie Dagobert Duck abends in Goldstücken baden. Frau Kipping hat heute dieses Bild gezeichnet, so als gäbe es zwischen Dagobert und Hunger nicht Millionen anderer, und wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mit Steinen werfen.

Und ja, mich wird vermutlich der Shitstorm treffen, damit kann ich leben, aber ich verstehe all die Zukunftsängste nicht, ich verstehe einfach manche Menschen nicht mehr, die sich selber so wenig helfen können. Ist es zu viel an Bürokratie, Hilflosigkeit, ist es Bequemlichkeit?

Die Linke macht jene Politik der Angst, wie sie auf der anderen Seite eine nicht im Bundestag sitzende Partei macht Wer aber seine Existenzberechtigung alleine mit Angstmacherei und gegen jede Vernunft machen erreicht, der sollte eigentlich jede Berechtigung verlieren, in den Bundestag einzuziehen.

Migrationsbewegung wegen Arbeit gehört eben auch zum Leben

Und ja, jetzt einmal ehrlich, noch immer war es doch so: die Menschen zogen der Arbeit hinterher. Und wäre das nicht so, dann würde es die derzeitigen Migrationsbewegungen nicht geben, hätte es sie nicht gegeben. Schauen wir doch mal, warum Menschen wandern. Ja, es gibt unendlich viele Kriegsflüchtlinge. Und es gibt Menschen, die wandern, obwohl es keine Kriege gibt. Und wohin wandern die Menschen, wenn dieses Land doch so verarmt ist, wenn Europa und andere Staaten doch so verarmt sind? Die wandern nach hier, in die USA, nach anderswo in Zeiten moderner Medien, obwohl ihnen hier die Armutsfalle droht? Vergesst es, das Argument fällt flach.

Und dann kommen sie hier an, und man lese und staune, wen schieben wir oft ab: Zuwanderer, die hier ihren Lebensmittelpunkt fanden, die hier Abitur machten, selbstständig wurden, eigene Restaurants besaßen, deren Kinder richtig gut gebildet sind. Merkwürdig, oder? Ganze Schulen protestieren dagegen. Oft sprechen diese Menschen nach kürzester Zeit unsere Sprache so gut wie wir.

Ich kenne zum Beispiel einen jungen Arzt, der in den Palästinensergebieten die schlimmsten Verletzungen als Notarzt versorgt hat, der kam nach hier ohne jedwede Sprachkenntnisse und arbeitet nach nicht einmal einem Jahr heute bei uns an einem Krankenhaus erneut als Arzt, spricht Deutsch so gut wie ich. Himmel, wie hat er das gemacht, wie so schnell die Sprache gelernt, der kam doch auch nur mit einem Koffer?

Wenn ein Bildungssystem nicht leistet, was nötig ist

Und vielleicht liegt da alles ja eben doch im derzeitigen Bildungssystem begründet, dass man immer mehr an Schwächere anpasst? Ja verflucht, dann geht doch einmal in euch. Wenn das jetzt lauter junge Menschen entlässt, die viel mehr hätten lernen können, die dadurch besser für die moderne Arbeitswelt passen, dann muss an dieser Stelle nachgearbeitet werden, dann passt da Anspruch und Wirklichkeit nicht, und zahlen tun das unsere jungen Menschen, die dadurch erst umfassende Weiterbildung brauchen, statt ausbildungsreif zu sein.

Integration und Inklusion

Die Unternehmen bemängeln das doch ununterbrochen, das fängt ja bereits bei massivem mathematischen Nichtwissen, das Handwerker benötigen an! Dann kann man eben nicht noch immer mehr Inklusion an allen Schulen fordern, denn ich kenne eher wenige Marathonläufer mit Prothesen oder im Rollstuhl, und es fordert ja auch niemand die Inklusion von Fußballspielern in Erstligavereine, weil es da jeder auch im Rollstuhl oder mit Prothesen mitspielen soll. Diese Sportler spielen doch auch und fordern nicht bei Bayern München in der ersten Bundesliga im Rollstuhl das Tor bewachen zu dürfen, und über generell eine Frauenquote in so einer Elf, darüber spricht auch weit und breit eher kaum jemand, oder?

Und doch gibt es das, was die Linke als Armut bezeichnet. Und dann gibt es Schüler, die keine Ausbildung finden, die ohne Schulabschluss die Schule verlassen, deren Eltern aber immer hier lebten. Dazu sage ich, wenn Migranten ohne Sprachkenntnisse es hier schaffen, warum zum Teufel schaffen es viele nicht aus der Armutsfalle, die hier geboren wurden? Warum schwafelt man dauernd von angeblicher Chancenungleichheit? Schafft Schuluniformen an, und ein großes Problem ist bereits von der Tagesordnung, wenn alle Kinder in der Schule gleiche Kleidung zu tragen haben.

Eigeninitiative, was ist das, wo ist sie?

Ich kenne auch viele Berufsanfänger, habe selber Kinder, und komisch, die ziehen ebenfalls der Arbeit nach, wenn diese nicht zu ihnen kommt, machen ihre Ausbildung anderswo, dann zieht man um. So lebt heute quietschvergnügt ein Kind in Irland und ein anderes eben in Bayern. Da werden die Jobs manchmal öfter gewechselt als die Unterwäsche, da wird längst nicht mehr im Urspungsjob gearbeitet. Völlig unverständlich, wie geht das. Merkwürdig, oder?

Da wird gut verdient, da wurde derweil hier und da die Schule geschmissen, eine Ausbildung abgebrochen, da raufte man sich als Eltern die Haar, aber man ließ es zu, und komisch, es geht ihnen besser, als wären sie einen geraden Weg gegangen. Eigeninitiative nennt sich das. Völlig wahnsinnig ist das, doch keiner von denen hat jemals auch nur einen einzigen Monat Hartz IV bezogen oder lag den Eltern auf der Tasche, wie man so schön sagt. Ich verstehe es nicht, aber auch ohne geeignete Ausbildung haben die immer gut verdient, und komisch, egal wie gering der Verdienst auch war, die haben es immer geschafft zu sparen.

Sind wir manchmal nicht doch nur etwas zu bequem?

Und innerhalb Deutschlands sind die Wege etwas kürzer, als es der von Afrika ist, hier spricht man nicht irgendeine Fremdsprache, hat man jede nur denkbare Voraussetzung, um an anderer Stelle zu arbeiten, auch in anderen Bundesländern als dem, in dem man lebt, gibt es Schulen. Kann man einen besseren Job oder eine bessere Ausbildung zu finden. Und sorry, aber ich sage jetzt einmal, dazu gehört auch ein Stück Eigenverantwortung.

Und dann denke ich immer an einen Klassenkameraden meines Sohnes, der kurz nacheinander beide Elternteile verlor, da war er gerade 12 Jahre oder so, seine Schwester ein oder zwei Jahre älter. Und wie haben die das geschafft, mir der Belastung, alleine in der elterlichen Wohnung, sie um die 16 Jahre alt. Eine Tante, die anderswo lebte, hat dafür gesorgt, dass sie bleiben konnten, wo sie waren, und die Schwester arbeitet heute in Bayern, der Sohn hat das Abitur gemacht, obwohl er zuvor eine Realschule besucht hatte, hat eine Ausbildung gemacht, lebt derweil ebenfalls in Bayern und arbeitet, war ein Jahr in Australien als Backpacker unterwegs, hat da Auslandserfahrung, Urlaub und Arbeit verbunden.

Herrgott nochmal, wenn die beiden es geschafft haben, die nun wirklich nichts geerbt haben, warum fällt es dann anderen ohne schwere Schicksalsschläge so schwer, in diesem Land kaum ohne staatliche Hilfe zu überleben?

Bildung, Armut, Mieten

Und dann ist da auch noch die Diskussion um Altersarmut und Mieten. Ja, da ist ein Problem, und verdammt nochmal, warum denkt dann niemand darüber nach, mit Wohnung unternehmen darüber zu reden, dass für bestimmte Altersgruppen und Einkommensgruppen nicht unterschiedliche Mieten vereinbart werden können?

Wer schreibt denn vor, dass die Miete für jeden die selbe zu sein hat? Wer? Vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, über unterschiedliche Miethöhen für verschiedene Gruppen nachzudenken. Ja, das macht Arbeit, aber vielleicht lohnt sich ja eine Querschnittsmiete nach Einkommen in einem einzigen Haus, Bestandsschutz für Rentner samt Nichtmietenanhebung verbunden mit steigenden Mieten für Gutverdiener, und trotzdem bleibt für den Unternehmer, was er ansonsten auch hätte. Mir wird einfach zu wenig gedacht, und ich schiebe das jetzt einmal auf Betriebsblindheit auf allen Seiten, zuerst in der Politik. Das Undenkbare denken, das halte ich für vernünftiger, als dauernd auf das zu setzen, was immer schon so war.

Hach ja, Politik könnte so schön sein

Wenn ich mir etwas wünsche, dann ist das massiver Bürokratieabbau und mehr Nachdenken über völlig andere, völlig neue Möglichkeiten, anderes Denken, mehr Nachdenken. Und dafür gibt es doch in den vielen verschiedenen Arbeitsgruppen des Bundestages, in den Parteien an der Basis hinreichend Möglichkeiten. Nutzt die doch einfach einmal um über andere Wege nachzudenken. Wie benötigen viel mehr Realitätssinn in der Politik, mehr Mut, auch wenn all das vielleicht etwas mehr Arbeit macht.

Und noch eins ist schade, die besten reden werden beständig von denen gehalten, die aus dem Bundestag ausscheiden. Das wünsche ich mir ansonsten auch, denn dann ist plötzlich mehr Realität, dann erkennt man den Menschen, wie man ihn auch viel besser versteht, wenn er uns in Dokus über sein politisches Leben und seinen Werdegang vorgestellt wird. Davon, von solchen Dokus wünsche ich mir wesentlich mehr. Ich will wissen, wer da im Bundestag sitzt, nicht erst, wenn er sich um das Bundeskanzleramt bewirbt oder verstirbt. …

Und mal ganz ehrlich – wer jetzt aus Trotz in CDU und CSU gegen die #EheFürAlle stimmt, der hat sie nicht alle, der befindet sich auf Kindergartenniveau, so jemand gehört nicht in den Bundestag

©denise-a. langner-urso

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