Bundestagswahl-„Whistleblower“ Kai Konrad, vertrauen!

Wer ist Kai A. Konrad? Nun, die Welt berichtet: Kai A. Konrad ist der Chefberater des Finanzministers Schäuble. Der Berater erwartet das Kollabieren der Euro-Zone. Er schlägt einen Ausstieg Deutschlands aus der Währungsunion vor – Europa müsse gerettet werden, nicht der Euro.

Das ist der Hammer, und die Wähler sollten das beherzigen, wenn sie zur Wahlurne schreiten, sie sollten auch genau hinsehen, wie Herr Schäuble mit diesem Berater weiter verfährt, denn wie Schäuble unwillige Mitarbeiter behandelt, das wissen wir seit einer Pressekonferenz. Wichtig also, wie darüber die Presse weiter berichtet.

Nun aber zum eigentlichen Punkt. Schäuble, das ist unser aller Finanzverwalter, dem ich ohnehin kein Wort glaube, denn jemand dem bei einer Steuerprüfung mal eben noch ein paar Euro zufällig einfallen, von denen er nicht weiß, woher sie kommen, dem ergeht es, sofern er ein ganz normaler Bürger ist, schlecht. Nicht so einem Politiker, in Parteien macht so jemand Karriere. Unglaublich!

Stellen wir uns also vor, unser Bankberater Schäuble ist mit der Verwaltung unseres Kontos betraut. Wir erwarten, dass er es zu unseren Gunsten verwaltet, sprich dafür sorgt, dass Infrastruktur, Renten und so weiter bezahlt werden. Denn wen wählen wir eigentlich in den Bundestag? Nun, Lobbyisten, von denen wir hoffen, sie stünden in unseren Diensten.

Dieser Herr Schäuble also vermindert unser Geld. Was tun wir, wir wechseln die Bank. Was tun wir, wenn der Strom zu teuer wird? Wir wechseln den Anbieter. Ist die Telefonrechnung, die Versicherung zu teuer, was tun wir? Wir wechseln den Anbieter. Ist ein Grundnahrungsmittel zu teuer, gehen wir zum Discounter, der es billiger anbietet. Niemand käme auf den schwachsinnigen Gedanken, all das zu zahlen, was überteuert ist, sich dafür, weil es eben immer so war, man sich gerne abzocken lässt, einen Zweitjob zu suchen. Und ist mir ein Finanzunternehmen, wie eine Bank und sind mir deren Berater zu teuer, dann wechseln wir auch diese.

Alleine bei der Bundesregierung aber, stellen wir uns dämlicher, als wir es sind, man kann sie nämlich auch wechseln, wenn sie zu teuer wird! Diese Bundesregierung, was tut sie denn? Da stellt sich ein FDPler hin und sucht eine Verschwörung von Gewerkschaft und kranken Mitarbeitern, weil die DB in Mainz völlig versagt, schiebt also den Bürgern die Schuld in die Schuhe.

Und so etwas lassen wir uns gefallen? Ja sind wir denn mit dem Hammer geprügelt? Müssen wir uns, die wir Arbeitnehmer sind, uns so beschimpfen lassen? Wenn die Personalplanung nicht stimmt, dann sind kranke Mitarbeiter schuld? Bitte geht es noch, Herr Verkehrs-Staatssekretär Mücke? So etwas perfides kann nur der FDP einfallen! Im Focus steht allen Ernstes: Politiker vermutet gezielte Aktion. Die Gewerkschaft steckt hinter dem Mainzer Bahn-Chaos (hat sich mit den Mitarbeitern verschworen, die sich quasi grundlos haben krankschreiben lassen) Unfassbar!

Da beschäftigt die Bundesregierung für unser Steuergeld teure Berater, die etwas von ihrem Job verstehen, wie Herr Konrad, und anschließend ignoriert man die Tatsachen. Aber, was will man schon erwarten wenn einer wie Schäuble, der ja auch Rechts- und Wirtschaftswissenschaften studiert hat, im Amt ist, außer, dass er daraus seine ganz eigene passende Märchenwelt baut? Es gibt ja immer unterschiedliche Meinungen. Dann soll Schäuble doch lieber gleich jemanden beauftragen, der so hörig ist, dass er das Gutachten passend erstellt. Das würde uns eine Menge Ärger ersparen, denn das wäre ehrlicher, als ständig Gutachten zu schönigen, was in dieser Bundesregierung ja an der Tagesordnung ist, wie belesene Bürger derweil wissen.

Nein, ich vertraue lieber jemandem, der ehrlich ist, nämlich Herrn Konrad, und dieser Mann steht mit seiner Meinung derweil ja nicht im Wald. Nein, im Gegenteil!
Und so vertraue ich auch Snowden mehr, als jeder Aussage Obamas, Aussagen von NSA, BND und Neuländern wie Friedrich, Merkel oder Pofalla. Und wer die Veröffentlichungen noch immer für Humbug hält, wer sagt, es gäbe keine Beweise, dem sage ich, es gibt sie doch, in Form von Dokumenten, die für gewisse Stellen einsehbar sind, aber eben nicht für jeden Dorftrottel, Troll oder Dummen Michel.

Und dass solche Menschen sich dadurch zutiefst beleidigt fühlen, das verstehe ich gut, bedroht doch da jemand die über alles geliebte Mutti. Sorry, aber ich habe es nicht so mit Muttersöhnchen, mir sind abgenabelte Mitmenschen wesentlich lieber, die nicht wie gewisse kleine diktatorische Kinder noch mit 10 Jahren toben, wenn Mama sich aufs Klo begibt, und die mit 6 noch immer der Mama, die sie aus der Kita abholt, die Bluse aufreißen, nur um sich an ihre Brust zu werfen, weil die Milch da so gut schmeckt!

Ich befinde, mir ist meine derzeitige Bank zu teuer, zu intransparent was sie tut, und spätestens am 22. September werde ich dafür sorgen, dass ich sie wechseln kann, denn das recht steht mir zu. Und bis dahin werde ich versuchen, auch andere dazu zu bewegen. Egal, wie meine zukünftige Bank danach heißt, Hauptsache, sie verwaltet mein Geld besser und beschimpft mich nicht noch dafür, ihr Kunde zu sein!

©denise-a. langner-urso

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