CDU, CSU – Scheidung als Notwehr, jetzt sofort!

 

Spätestens aber bitte nach den Wahlen am 13. März. Beide Parteien behaupten ja immer, es ginge ihnen um das Land. Und wenn dies der Fall ist, dann muss man irgendwann auch einmal darüber nachdenken, welche Schritte dafür notwendig wären. Das Ergebnis mag dann vielleicht zur Bundestagswahl wehtun, für den Erhalt der Demokratie allerdings und für die Gesundheit der Gesellschaft wäre das das probate Mittel um die AfD klein zu halten, im Bundestag, sollte es der CSU gelingen ihr zur Bundestagswahl Stimmen abzujagen, und jene aufzufangen, die demokratisch noch nicht ganz verloren sind, aufzufangen.

Denn ich glaube nicht, dass es da nicht noch einige gibt, der die CSU weit genug am rechten Rand steht. Man könnte dann auch so jemanden wie Frau Klöckner isolieren, die derzeit nicht mehr so ganz genau zu wissen scheint, in welcher Partei sie eigentlich ist. Wer Herrn Maas dafür anmacht, dass er Teilnahmen an Antigida Protesten cool findet, der hat den Schuss nicht gehört. Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass weder CDU noch CSU sich derzeit mit ihrem Unionspartner besonders wohlfühlen.

Es geht auch darum, endlich wieder klare Einzeloptionen und Positionen vertreten zu können, dass Parteien sich voneinander wieder mehr unterscheiden, sich darauf mehr Wahlmöglichkeiten für Wähler ergeben. Eine solche Koalition ist ja auch nicht für die Ewigkeit geschlossen, sie ist nur eine Art Stillhalteabkommen, und das gilt es zu brechen, spätestens dann, wenn die Gesellschaft so sehr gespalten ist, wie derzeit. Eine Zeit auch, in der sich immer mehr Menschen angeekelt abwenden, weil Parteien einfach gemeinsam agieren, Positionen aufgeben, sich verbiegen müssen, dass der Streit zu immer mehr Abwanderern und somit Wählerverlusten führt, weil Wähler keine geraden Linien mehr erkennen können.

Und wer gestern bei Illner Stoiber genau zugehört hat, dem stockte für einen Augenblick der Atem, der schrie innerlich: JA, ja, ja. Ich sah auch den Chefredakteur des Magazins „Cicero“, Christoph Schwennicke, in diesem Augenblick merklich aufhorchen. In einem Land wie Deutschland sollte sich eine demokratische Partei auch einmal zurücknehmen können, auf Posten verzichten können, wenn dies eine klitzekleine Chance bietet, einer rechten Partei wie der AfD das Wasser abzugraben, sprich, man erhält vielleicht bundesweit gerade genug Stimmen um im Bundestag zu landen, dort jedoch unter Umständen eben für ein paar Jahre auf der Oppositionsbank.

Sollte Demokratie, diese Gesellschaft, dieses Land nicht so viel wert sein? Wenn es der Union, wenn es CDU und CSU also um mehr geht, als nur um Posten und Pöstchen, dann muss spätestens nach dem 13. März die Scheidung beider Parteien erfolgen, dann müssen die Spielchen aufhören, dann müssen CDU und CSU zeigen, dass sie erwachsen geworden sind, dann müssen sie getrennte Wege gehen. Soviel muss die Gesellschaft, muss das Land, muss die Demokratie ihnen wenigstens wert sein. Und daran sollen sie gemessen werden, sollten wir alle sie messen, vor der kommenden Bundestagswahl! Nehmt Vernunft an in CDU und CSU, lasst euch endlich scheiden!

©denise-a. langner-urso

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