Das Saarland hat gewählt, und Linkspartei und Grüne machen sich lächerlich

 

Beginnen möchte ich mit dem, was der Spiegel zum Thema schreibt, und ich zitiere:

Schuld daran ist nach Ansicht der Linken vor allem die SPD.

Die Ansagen zu Rot-Rot seien „sehr diffus und unbestimmt“ gewesen, sagte Linken-Chefin Katja Kipping im ZDF-„Morgenmagazin“. „Das hat gereicht, um die Angstmache dagegen zu befeuern, es hat aber nicht gereicht, um Begeisterung dafür zu entfachen, wie eine mögliche Gerechtigkeitswende, ein möglicher Politikwechsel aussieht.“

Das übliche Theater nach Wahlen eben, wenn man kein gutes oder gar verbranntes Spitzenpersonal hat aufbieten können, das überzeugt, oder, wenn man selber kein geeignetes Programm hat, wenn gewisse Parolen nach Jahren einfach nicht mehr zutreffen. Und so ungerecht wie die Partei versucht Deutschland seit Jahren darzustellen kann es eben nicht zugehen, sonst hätte die Linkspartei die Wahl ja mit gewaltiger Mehrheit gewinnen müssen.

Würde die Partei, wenn sie von Gerechtigkeit schwafelt, sich nur einmal die gescheiterten sozialistischen Staaten wie etwa Venezuela oder Kuba anschauen, und wohin Kuba sich derweil versucht zu öffnen, wo ja irgendeine Art von angeblich geglücktem oder gelebtem Sozialismus herrscht, aber, was soll es. Und schaut man sich die einstige DDR an, so würde ich auch nicht von irgendeiner Form von Sozialismus zu sprechen wagen, all diese Staaten sind nämlich schnell zu Diktaturen verkommen, in denen Familienvetternwirtschaft nach trumpscher Vorstellung herrschte, im Chaos versunken.

Kommen wir also zurück zur Schuldzuweisung an die SPD, und da kann ich vor Lachen nicht mehr, denn wer solches Spitzenpersonal auffährt, wie die zerstrittene Linkspartei, wer dazu etwas von Natoaustritt fabuliert, der hat aus dem, was gerade auf der Insel passiert ist, der Brexit nämlich, nichts verstanden, und der lebt auch hinter seiner Zeit, denn derweil ist die Welt globalisiert und besteht nicht aus Doppelpartnerstaaten, sondern aus riesigen Bündnissen.

Und entweder gibt es da die Nato oder eben russischen (meist unfreiwilligen) Schutz. Neutralität, und zwar echte, leistet sich nicht einmal die Schweiz, denn selbst da gibt es Waffenexporte. Und wer irgendwelche Waffen irgendwohin exportiert, von dem würde wohl kaum jemand behaupten, er sei neutral. Aber gut, nur meine Meinung.

Zurück zum Personal der Linkspartei, und da setzte man ja im Saarland auf Lafontaine, und im Bund zur Bundestagswahl meint man tatsächlich, man könne Wähler zu einer Koalition mit Frau Wagenknecht begeistern. Ich weiß ja wirklich nicht, was die Linkspartei raucht, wovon man in dieser Partei träumt, aber Wagenknecht ist dermaßen rückwärts gewandt, vergesst es. Mir Wagenknecht an der Spitze wurde in Richtung Wähler deutlich gesagt, ne, lasst mal gut sein, liebe Wähler, regieren wollen wir eigentlich nicht, die Oppositionsbank ist richtig schön gemütlich.

Und wenn es die Linkspartei noch immer nicht begriffen haben sollte, mit dem Personal wird sie auch zur Bundestagswahl kaum neue Wähler hinzu gewinnen können. Mit derart massiven Umschichtungsvorstellungen, die diese Partei nun einmal hat, gleich gar nicht. Speziell in so unsicheren Zeiten wie diesen, wo ein paar Chaosregenten und Anwärter versuchen, die Welt auf den Kopf zu stellen, und die Zukunft zurück zudrehen.

In solchen Zeiten suchen Menschen Halt in dem was sie haben, da sucht man Konstanz, gerade wenn man sieht, wie radikal solche Typen versuchen, nur sich selber und ein paar Unterstützer zu bereichern und sonst niemanden zu bereichern. Da lässt sich niemand auf Experimente ein, zumindest nicht mit der Linkspartei, jedenfalls niemand, der noch etwas Vernunft im Leib hat, denn wohin Populismus und Trumpisten, Brexisten und Erdoganisten ihr Land und andere gleich mit, führen, wie negativ sie Länder und Beziehungen beeinflussen, das erleben sie anderswo gerade live, das will keiner.

Die SPD also ist Schuld, hat sich zu bewegen? Träumt weiter …

Und davon, was Wähler derweil von den Grünen halten, will ich gar nicht erst anfangen, denn man holt keinen Radfahrer damit vom Sattel in Wahlbüros, wenn diese zwar auf sicheren Straßen spazieren fahren, sich aber ökologisch korrektes Wohnen nicht mehr leisten können, samt massiv überteuertem Strom, und man holt keinen Autofahrer aus dem Diesel, wenn neue Modelle das Jahreseinkommen einer Krankenschwester wegfressen. Niemand will sich im Winter, noch dazu an den Stadtrand verdrängt, den Arsch auf Fahrrädern abfrieren, und sei die Straße für ihn auch x-fach vergoldet. Und niemand will sich in enge Busse und Bahnen quetschen, bei den Preisen und den derzeitigen Taktzeiten. Ganz zu schweigen von Menschen, die auf dem Land leben. Ne, wirklich nicht, gut Ding will Weile haben und manche Dinge brauchen halt mehr Zeit als an Händen und Füßen abzählbare Jahre …

©denise-a. langner-urso

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