DFB bewirbt sich für EM-Spiele 2020

©Lupo  / pixelio.de

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Es ist offiziell: Der Deutsche Fußballbund hat sich nach dem Beschluss des DFB Präsidiums am Freitag für die Austragung der beiden Halbfinale und des Endspiels der Europäischen Fussballmeisterschaft 2020 beworben.

Dabei handelt es sich für DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock um die zweite Option. Die erste Option dagegen wären drei Gruppenspiele und eines der Viertelfinale. Es werde keine Kampfkandidatur um das Finale mit der Türkei geben, so DFB-Chef Wolfgang Niersbach, denn die Türkei ist der Favorit für das Endspiel, was sich aber ändern konnte, falls der Olympia-Zuschlag an die türkische Stadt für die Sommerspiele kommen sollte – in diesem Falle würde das EM-Finale an einem anderen Ort ausgetragen werden. Während die deutschen Fußballfans momentan noch an Tickets für das DFB Pokalfinale am 1. Juni denken, plant der austragende Bund schon viel weiter. Das DFB Präsidium will sich auf jeden Fall eine gute Position für die EM 2020 erobern, aber trotzdem flexibel und dynamisch die Kandidatur angehen, um das beste und realistischste Ziel zu erreichen.

Bei der EM 2020 handelt es ich um die erste Europameisterschaft die sich in verschiedenen Ländern abspielen wird, wie auch in Wikipedia in dem dazugehörigen Beitrag steht. In sieben Jahren also werden 13 Städte in 13 Ländern ihre Stadien der EM zur Verfügung stellen, um den europäischen Fußballmeister 2020 ausfindig zu machen.
Ein höchst interessantes und ambiziöses Projekt, das wahrscheinlich auch die kommenden Meisterschaften in der ganzen Welt beinflussen wird. Das Problem, sich für die Spiele im Ausland die Tickets sichern zu können, verringert sich auch immer mehr durch das Aufkommen von internationalen Anbietern. Genauso sieht es mit der Infrastruktur aus. Wo man früher noch ewig brauchte, ist Reisen heute viel schneller, was die Vielfalt der Austragungsorte möglich macht. Bisher haben sich Meisterschaften in maximal zwei Ländern abgespielt, wie zum Beispiel in Japan und Südkorea oder Polen und in der Ukraine.

Am 30. August wird der DFB den deutschen Kandidaten festlegen unter denen wir bis jetzt offiziell nur München haben. Die anderen Städte die sich kandidieren werden und gute Chancen haben sind Dortmund und Berlin. Die letzte Frist der Abgabe der Kandidatur bei der Europäischen Fußball-Union, kurz UEFA, ist für den 12. September vorgesehen, deshalb wird es wahrscheinlich auch noch Kandidierungen anderer Städte geben.

Der DFB lädt daher alle Kandidaten oder interessierte Städte mitte Mai in Frankfurt zu einem Workshop über Details zu der Bewerbung und den Benefits ein. Eine gute Chance für alle. Wir würden uns natürlich freuen, das ein oder andere EM-Spiel in sieben Jahren bei uns austragen zu können.

©CM

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