Die Bundeswehr und der Integrationsplan – Geht‘ s noch?

Leitkultur-was für ein dämlicher Begriff-Kopf-Tisch

Ich will Koalitionsaussagen sehen, ich will wissen, ob mir um jeden Preis eine GroKo droht, welche Kleinstpartei hier wem an die macht helfen würde, um des Regierenmitdürfenswillen, oder ob jemand unter Umständen auch mal genug Mut hätte, Minderheitenregierungen auf die Beine zu stellen, ob es Politiker gibt, die auch mal zurücktreten würden, auch mal Regierungen platzen lassen würden. Ich will wieder Politik mit Rückgrat und roten Linien. Und ich will Wahlkampf an Hand sich deutlich unterscheidender Wahlprogramme und nicht um Schlips und Rocklängen. Danke.

Bundeswehrvorfall? Kann sich nur Wallraff ausgedacht haben-oder?

Es gibt Dinge, die machen sogar mich sprachlos, und was derzeit bei der Bundeswehr abgeht, sowie die Formulierung des Integrationsplans gehören für mich definitiv dazu. Und ärgern hilft ja nix, es wird und wird in beiden zuständigen Ministerien nicht besser, im Gegenteil. Ich frage mich derweil tatsächlich, wer muss sich hier eigentlich wo integrieren.

Die Bundeswehr scheint nach dem Motto geführt zu werden: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs völlig ungeniert, womit wir beim eigentlichen Thema wären, der Integration der Bundeswehr und ihrem Ansehen nämlich.

Doch mit denen, die da derzeit wursteln, scheint zumindest mir das unmöglich. Man kann nämlich den Beruf des Soldaten nicht zwischen morgendlichem Bäuerchen und Windelwechsel, zwischen Kindergartenabholung und Gute-Nacht-Kuss erledigen, denn Krieg hält sich nicht an bestimmte Uhrzeiten. Basta, das sollte jedem klar sein.

Vorbilder waren gestern?

Hinzu kommt, und es gab ja dazu aus einem dritten Ministerium letztens Klagen, Vorbildfunktion will gelebt werden, dazu gehören auch Benimm und Anstand. Und zu den weiteren Baustellen, die irgendwie nicht voran kommen, gehört Vernetzung. Nur die scheint noch immer Zukunftsmusik zu sein, dabei haben in der letzten Zeit unsere Regierenden völlig versagt und sind zum Totalausfall geworden, weil Vernetzung für diese irgendwie nur zu bedeuten scheint, den Steuer zahlenden Bürger, und sonst niemanden, samt seines Geldes rund um die Uhr und in Zehntelsekunden überwachen zu müssen, auch dessen Konsumverhalten, und wehe, dieser streamt irgendwo irgendetwas illegal. Und zahlt der Bürger nicht, notfalls an und über Abmahnanwälte und Inkassobüros, und jeden gefahrenen Kilometer zur Arbeit, und im Erbfall seine Kinder, dann bricht die Staatskasse zusammen.Fertig vernetzt. Nicht mehr und nicht weniger. Überwachung fertsch.

Geht es hingegen um Verbrechensbekämpfung, und so einige Winkeladvokaten, Verfolgungsbehörden und Gerichte arbeiten auch nicht koscher, schaut der Staat verstohlen weg und zwinkert höchstens hier und da gelangweilt, wenn man gewisse Zeitgenossen nicht gleich ganz ohne Bestrafung wieder laufen lässt, da muss nur an richtiger Stelle ge- und bedroht, oder mit Hilfe an anderer Stelle als Informant geworben werden.

Wer regiert hier eigentlich wen?

Ganz ehrlich, ich werde auch demnächst Informant und drohe mal ein wenig, scheint ja normal zu sein, in gewissen Kreisen, und die greifen aus meiner Sicht so tief in den Rechtsstaat und seine ihn schützenden Organe, dass man es inzwischen kaum noch zu glauben vermag, und das hat etwas mit Integration zu tun, allerdings gewiss nicht mit der von Zugewanderten Neubürgern.

Integriert gehören hier nämlich ganz andere, und in deren Saftläden gehört gründlich ausgekehrt. Hier wurde nämlich gepennt und ausgeruht, und das nicht erst seit gestern, das hat mit der Groko zu tun, und damit, dass eine der daran drei beteiligten Parteien, viel zu sehr regieren, Staat mitreden durfte, und dass diese und gewisse rückwärtsgewandte Staatsbürger zuzüglich einen noch radikal rechteren Verein gegründet haben, der über jene Minipartei die komplette Groko und ihre Verantwortlichen vor sich her treibt.

Erpressbar von allen Seiten hat man sich gemacht, und von Abhängigkeiten von gewissen Irrlichtern anderer Staaten habe ich noch gar nicht geschrieben, die kommen nämlich auch noch dazu.

Soldat, auf welcher Seite stehst du?

Kommen wir also zur Integration-und zwar der der Bundeswehr, von der ich mich schon länger Frage, wo dieser Verein eigentlich steht, auf wessen Seite, und wen der im Zweifelsfall wirklich schützen würde. Fragen wir nach der Integration unserer Staatsanwälte, Richter und Polizisten. Stehen die wirklich da, wo der Bürger sie stehen sehen will, zu seinem Schutz? Auch daran habe zumindest ich erhebliche Zweifel. Und wo, ja wo und auf wessen Seite stehen eigentlich unsere Parteien und hier besonders ihre Führungsspitzen?

Von all den oben genannten erwarte ich als Bürger nämlich Vorbildfunktion und Gesetzestreue betreffs aller hier geltenden Regeln, egal ob vom Grundgesetz oder durch höhere Gesetzgebung seitens anderer Institutionen seitens der EU gegeben. Und auch was das betrifft bin ich mir nicht sicher, sonst würde nicht dauernd von irgendwo gerügt und abgemahnt.

Und dass man es speziell da nicht so ernst nimmt, dass man da ständig Sonderregelungen sich selber durchzusetzen versucht, das ist ja wohl so sicher wie das Amen in der Kirche. Mit Vorbildfunktion hat dieser Exportweltmeister eher wenig am Hut. Ein knallroter Faden, ach was rede ich, eine knallrote Mauer, die sich da durchzieht, von oben bis zu denen, die dabei treu zum Gesetzt stehen und bleiben sollen.

Integrieren müssen sich hier ganz andere als gedacht!

Integration, wir wollen die Besten! So schallt es durch sämtliche Medien, derweil die Führungsetagen wegschauen, was unter ihnen passiert, derweil sie Standards nach unten anpassen, bis auch der Schlechteste und der, der Gesetze am miesesten zu umgehen vermag, den Nobelpreis für Whatever erhalten kann.

Ja, ich will auch Integration, und ich schlage vor, wir fangen damit gleich mal bei der Bundeswehr und anderen Schutzeinrichtungen unseres Landes an. Wer stellt eigentlich fest, wer zur Landesverteidigung und all dem, was damit verbunden ist, gehören darf? Letztlich ja wohl doch noch irgendwie der Wähler mit seiner Stimme, der dafür gewisse Herrschaften entsendet, hoffend, dass jene seine Interessen vertritt.

Pustekuchen, kann ich dazu nur noch sagen. Mein Interesse liegt nämlich darin zu wissen, wer mich hier wie verteidigen soll und womit, und wie jene sich austauschen. Und da beginnt es doch schon. Austauschen, das geht ja offensichtlich gar nicht, weil dem irgendwo ständig egoistische Landesinteressen entgegenstehen, weil da andere Konstellationen regieren als im Bund.

Jeder macht hier sein eigenes Ding?

Ja geht es noch? Der Bund gibt vor, die Bundesländer haben umzusetzen, so hat das zu gehen, bei gewissen Dingen, die uns Bürger schützen sollen, und die in die Zukunft wirken, so und nicht anders, auch bei der Bildung übrigens. Und Beamter A hat ebenso zu funktionieren, wie Beamter Z in einem völlig anderen Bundesland. Punkt, da gehört doch endlich einmal durchgehende Struktur her.

Aber ne, Radwege sind ja viel wichtiger, Konzerthäuser, Bahnhöfe, Flughäfen und was weiß ich noch alles, Hauptsache der Bürger wird bespaßt, und Hauptsache, es ist zu Beginn möglichst billig, und naja, um Schutz der Bespaßten, die all das bezahlen dürfen, darum kümmern sich dann halt Gerichte, wenn es denn tatsächlich schief geht, und als Resultat kann man sich dann ja noch immer um eventuell vergessene Gesetze und deren Umsetzung kümmern, und damit es schön nach Arbeit ausschaut, schaffen wir dann halt ein paar zuzügliche, wenn es nicht anders geht.

Hauptsache immer Aktivität zeigen, irgendwie, versteht sich, auch wenn das wenig Sinn macht und mehr Gesetze auch nur den Bürger, nicht aber die bestrafen, die Schaden angerichtet haben. Und natürlich untersuchen wir das selber, was schief ging, unter Einbindung der Verursacher, die kann man ja wegloben lassen, für ihre tolle Unterstützung, damit nicht so auffällt, dass man eigentlich gar nichts ändern will. Staat stelle ich mir anders vor, völlig anders.

Wir nehmen jeden?

Zurück zur Bundeswehr, diesem kümmerlichen Gebilde, dass doch seine Aufgaben längst nicht mehr so ausüben kann, wie sie sollte, und wo man aus zumindest meiner Sicht längst jeden nimmt, der schreit: „Ich will auch mal statt Computerspielen im Reallife jemanden umnieten“. Und ob der gesetzestreu ist, ob der sich benehmen kann, das ist völlig zur Nebensache geworden, ganz zu schweigen davon, dass jemand wüsste, wie der in zweifel auf Menschen reagiert, auf Schutzbedürftige.

Ich erwarte, dass, ginge jemand meiner Verwandten zu dieser Truppe, ich nach dem Kriegseinsatz, und sollte der in Einzelteilen bei mir wieder anlanden, dass dieser auch seine eigenen Hände im Karton hat, und dass da nicht die seines Attentäters liegen. Da werden keine Fingerabdrücke genommen? Jedenfalls habe ich den Eindruck. Und warum eigentlich nicht, wenn diese Menschen doch so gesetzestreu sein sollen, sich nichts zu Schulden kommen lassen wollen, oder es angeblich noch nicht getan haben?

Ja, gleich fallen reihenweise Überwachungsgegner über mich her, aber wieso eigentlich sollten solche Menschen, auch Polizisten übrigens, nicht bei der Einstellung ihren Fingerabdruck abgeben müssen? Kann mir das mal bitte jemand erklären? Dann hätte nämlich jener Irrsinn beim Bamf umgehend auffliegen müssen, wenn man sie abgefragt hätte-wobei, verknüpft ist ja wegen Datenschutzes so gut wie auch nichts. Datenschutz gilt ja nur fürs Kapital, wenn man genug davon hat. …

Und dann steht da auch noch die Frage gewissen Kadavergehorsams im Raum. Dann all die Fragen um merkwürdige Männerrituale, und, und, und. Und all das hat übrigens auch mit der ungeklärten Frage zu tun, wie man, und ob man tatsächlich Whistleblower schützen will.

Und hier ist mein Integrationsplan und zwar in die tägliche Lebenswirklichkeit:

1. Vor der eigenen Haustür kehren
2. Geld in die Hand nehmen und das eigene Haus auf Vordermann zu bringen, wozu Vernetzung und Infrastruktur gehören
3. Investieren statt sich zu Tode zu sparen, dabei mit dem auskommen, was da ist
4. Massiver Bürokratieabbau
5. Gesetze entrümpeln und durchgehend anwenden was man hat
6. Steuerreform dass es kracht, und Steuererklärungen so einfach zu machen wie möglich
7. Auskehren aller Behörden und Ämter, angefangen bei Bundeswehr, Gerichten, Polizeien durch Prüfung absoluter Verfassungstreue aller Mitarbeiter
8. Absoluter Whistleblowerschutz
9. Kaufen statt Räder neu zu erfinden
10.Bund und Länder neu ordnen, mehr Zuständigkeiten wichtiger Dinge beim Bund ansiedeln

Und ja, ich will Koalitionsaussagen sehen, ich will wissen, ob mir um jeden Preis eine GroKo droht, oder ob jemand unter Umständen auch mal genug Mut hätte, Minderheitenregierungen auf die Beine zu stellen, ob es Politiker gibt, die auch mal zurücktreten würden, auch mal Regierungen platzen lassen würden. Ich will wieder Politik mit Rückgrat und roten Linien. Und ich will Wahlkampf an Hand sich deutlich unterscheidender Wahlprogramme und nicht um Schlips und Rocklängen. Danke.

©denise-a. langner-urso

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