Energieverschwender BND – Licht und Energie aus Daten!

Leute, lest die Protokolle zum NSA-Untersuchungsausschuss, die ich in meinem Artikel: „Mündliche Zusage für No Spy Abkommen liegt schon vor“ verlinkt habe. In deutscher Sprache, keine Angst also. Und ja,jetzt geht nur noch Satire, sonst kann man das Drama nicht mehr ertragen.

Untersuchungsausschuss? Köstlicher geht es nicht. IT – Spezialisten werden sich ins Höschen scheißen vor Lachen und rofln und loln bis zum Abwinken.

Geil, wo gibt es das Formular, um den Energieversorger zu wechseln? Der BND ist die reinste Heilsarmee. Und wenn da tatsächlich man „Energie oder Licht“ hat, die man auseinanderfusseln und aus der sich dann doch wieder Daten zusammensetzen lassen, so frage ich mich, warum ich verflucht nochmal als Ingenieur noch beim BND hocke, statt dieses Wissen zu nutzen und in der Hinsicht zu forschen, wie man solche Energie eventuell für die Allgemeinheit nutzbar machen kann. Und dann verpasst man dem BND die Aufgabe zivile Forschung zu betreiben in genau diesem Bereich und in anderer Zusammenarbeit, und bevor die Amis darauf kommen, verabschiede ich mich ganz schnell von der Spionagezusammenarbeit. Ok, soviel Spaß musste jetzt einfach sein, zurück zum Thema.

Zeitbegrenzung? Aua!

Der NSA Untersuchungsausschuss ist eine reine Farce, die Abgeordneten werden von Zeugen bis zum Abwinken verarscht. Denn, so steht es geschrieben,die Fraktionen können ihre Fragen nach der sogenannten Berliner Stunde in entsprechenden Zeitbudgets stellen. Das bedeutet – die Zeitbudgets sind nach der Größe bemessen – für die Union 27 Minuten, für die SPD 17 Minuten, für die Fraktion Die Linke 8 und für Bündnis 90/Die Grünen auch 8 Minuten für ihre Fragen.

Wer nämlich aufklären will, der arbeitet anders. Aufarbeitung benötigt Zeit. Und eine Begrenzung der Befragungszeit von Zeugen kann lächerlicher nicht sein. Was will man also bewirken, wenn man so begrenzt fragen lässt? Denn aus gestellten Fragen ergeben sich ja unter Umständen Anschlussfragen. Ist jedoch die Zeit vorbei, Chance vertan, Bei Unklarheiten Nachfrage unmöglich. Ätschebätsche.

Und der Zeuge braucht nur von dieser Zeit zu schinden, verschwurbelt zu antworten oder unverständlich. Natürlich erfährt man etwas mehr, als man zu Beginn wusste, aber so eine Theatervorstellung ist doch reine Verarsche des Parlaments, und des durch dieses vertretene Volk, selbst dann, wenn dort Parlamentarier angeblich ohne Druck fragen dürfen. Für den Druck sorgt ja alleine schon die zeitliche Begrenzung.

Wir ermitteln mal gegen uns selbst-ohne Worte!

Wer verstehen will, dem darf man die Fragezeit nicht begrenzen, und wozu soll es denn sonst gut sein, dieses Schauspiel, wenn nicht dazu, der Bevölkerung Aufklärungswillen vorgaukeln zu wollen? Alleine schon, dass die Partei, die der Skandal am meisten betrifft. Dort im Ausschuss eben auch den Vorsitz hat, die meiste Redezeit auch noch, ist doch der Hammer, das ist fast so, als könnte sich ein Angeklagter Staatsanwalt und Richter selber aussuchen und die ihm passende Strafe per Anwalt gleich noch selber formulieren. Und natürlich beschränkt der Untersuchungsausschuss sich selber in seinen Möglichkeiten, wenn es so vorgeht, wie er es tut.

Und wenn ich dort so manche Antworten des Zeugen S.L. lese, so finde ich dort massive Widersprüche, ich hätte Nachfragen, mir würde die wenige Zeit gewiss nicht reichen. Und wer genau das Protokoll liest, nicht nur einmal, der erkennt, dass sich eben dort nicht an Gesetze gehalten wurde, dass der Zeuge S.L streckenweise überhaupt keine Ahnung hatte, wem er für was und warum diente, dass er freie Hand hatte und einfach nichts zu tun hatte, außer Anweisungen zu folgen.

Klappe halten, Befehle ausführen

Dort beim BND geht es nach dem Muster, Klappe halten und tun, musst nicht wissen warum und wozu, und sollte es Tote geben, dann könnte der gute Kriecher S.L. sagen, „hab ja nichts gewusst“, die Story kennen wir schon. Nö, diesem Herrn ist es egal, ob er die eigene Mutter für einen Cent verscherbelt, im Zweifelsfalle würde er es tun. Hauptsache Befehl wurde ausgeführt, die Zeiten waren eben so.

Und ja, speziell der Zeuge S.L. hat es absolut drauf, Ausschussmitglieder zu verarschen, denn er erklärt nicht, er fachsimpelt, und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Ausschussmitglieder auch nur ansatzweise verstehen, dass sie verarscht werden. Das Protokoll wie jedes andere auch, gehört in professionelle Hände, damit im Nachhinein die einzelnen „Ermittler“ sich bei IT-Fachleuten, die gerne helfen und bereitwillig sind, ihnen das erklären, was der Zeuge S.L. ihnen eben so verwurstet, dass sie es nicht im ersten Anlauf verstehen können.

Ich habe übrigens verstanden, was der Zeuge nicht sagen wollte, nämlich dass man eben über lange Zeit keine Genehmigungen hatte, dass man eben doch Massendatenspeicherung getätigt hat. Aber weil man das ja nicht durfte, haben sich ja am Ende alle Datenströme in Licht und Wärme verwandelt und so ist der BND vermutlich einfach nur der modernste Energieverschwender, weil er ja eben den Strom nicht speichern darf, nur wussten wir eben nicht, was man eigentlich mit dem BND wollte, man hat einen Energiespeicher für uns gesucht. Und wir, die wir dauernd fragen, haben, besser der pöse,pöse Snowden hat das Kanzleramt dabei gestört, denn mit dem war all das abgesprochen, daher kamen die Genehmigungen … Tut mir leid, ich kann nicht anders.

Verarschen können wir uns auch alleine

Energiegewinnung aus Datenströmen und Lichterzeugung aus diesen. Leute, der BND als Stromversorger ist der Oberhammer, dann ist die Energiewende doch überhaupt kein Problem mehr. Ich verkaufe denen ab sofort alle Daten an meiner Leitung und dafür bekomme ich kostenlosen Strom zurück. Na, lieber BND-ist doch einen Wahnsinnsdeal, oder nicht?

Der Zeuge S.L. möge bitte auch wen anders verarschen! Und ich frage mich, was für Pillen man schlucken muss, um den BND mit ner Apotheke zu vergleichen, der alle Pillen durcheinander gekommen und auf den Boden gefallen sind, so dass man nicht mehr weiß, welche welche ist, weil alle gleich aussehen, und deshalb packt man quasi irgendwann alle verzweifelt in ein Glas? Was muss so jemand schlucken oder geraucht haben?

Wer aber etwas Ahnung hat, der begreift, wie der BND funzt, versteht, dass er genau das tut, was er nicht soll, bis wieder jemand ala Snowden kommt oder jemand fragt, bis es zu heiß wird, und dass er keinem anderen Herrn dient als der NSA. Und wie gesagt, selbst das weiß man ja nicht. Autsch. Krasser Zeuge dieser S.L.

Man kann nur hoffen, dass die Mitglieder kapieren, was ihnen da geboten wird, oder, dass sie das, was an Aussagen vorliegt, tatsächlich von unabhängigen Experten prüfen lassen. Denn eins ist klar, zur Aufklärung tragen solche Zeugen bestimmt nicht bei, und der Aufbau des Ausschusses in seiner beschränkten Form und Zeitbegrenzung auch nicht. Der bekommt allenfalls eine Ahnung, was da zwischen BND und NSA und über diese über Regierungen und am Recht vorbei geschieht. Und die Dienste lachen sich vermutlich an jedem Ausschusstag beim Zuhören schlapp.

©denise-a. langner-urso

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