EU – Die Europablase kurz vor dem Platzen

Die EU ist in die Jahre gekommen, fett ist sie geworden, unbehäbig, aufgeblasen. Europa hat Rheuma und kann kaum noch laufen. Der Verbund und hat sich mit vielem beschäftigt, was den meisten Menschen das Leben erschwert aber wenig Nutzen bringt, abgesehen von freien Grenzen und Zeitersparnis auch beim Geldwechsel.

Europa hat aber vor allem eines getan, es hat sich vollgefressen mit Staaten, die jetzt schwere Magenbeschwerden verursachen, weil man die Lebensmittelkontrolle nicht ernst nahm, bzw. weil man ohne genau hinzusehen alles in sich hineinfraß, was nicht zusammengehört. Europa hat sich besoffen an Wachstum für wenige ohne dabei darauf zu achten, ob man denn überhaupt mit den neuen Partnern auf Augenhöhe arbeiten könne, ob der jeweilige Partner wirtschaftlich auch alleine auf zwei Beinen stehen könnte.

Europa ist ganz gelb geworden dabei, der Nierenschaden wirkt sich jetzt massiv aus, und neue gesunde Nieren sind nicht vorhanden. Derweil müssten die alten Nieren dringend ersetzt oder zumindest ganz entfernt werden, aber ganz Europa würde dann, wie eben auch der menschliche Körper in so einem Falle, zusammenbrechen, sterben. Man versucht das Sterben zwar noch mühsam aufzuhalten, hängt die Einzelteile an den Tropf, und doch, so einfach ist das nun einmal nicht.

Europa bleibt nur eine Wahl, sich von den gänzlich abgestorbenen Körperteilen zu entsorgen, diese können dann eventuell, bzw. einzelne Zellen ja vielleicht noch weiter benutzt, sprich meistbietend verkauft werden. Und die Käufer gieren schon, nie zuvor kam man billiger an Ersatzteile seit dem Zerfall des russischen Großreiches nach dem Fall der Berliner Mauer.

Europa hat die Menschen, denen es helfen sollte verraten, für die es ein Netz sein sollte für Arbeit auf einem ganzen Kontinent. Zu unterschiedlich die Systemen, jedes Organ machte was es wollte, die ärztliche Kontrolle, sprich gemeinsame Gesetzgebung und Steuerpolitik fehlte. Man hätte ja nur einmal Ärzte fragen müssen, was denn wohl mit solchen Körpern passiert.

Europa beweist, man kann keine kompletten Staatenbünde zu einem vereinen, die so unterschiedlich sind, so selbstsüchtig und egoistisch, wie die Einzelstaaten. Staatenbündnisse müssen zusammenwachsen aus einer gleichen Geschichte heraus, wie es in Amerika der Fall war, mit ähnlicher Kultur und gleichen Zielen, ansonsten ist das Projekt zum Scheitern verurteilt. Und man muss die Menschen mitmehmen, sie einbinden, fragen.

Europa hat bewiesen, dass es nicht in der Lage dazu ist, Gesetze überhaupt in den jeweiligen Bevölkerungen durchzusetzen, da wird gerungen und abgeschwächt, verwässert, nur auf Druck reagiert. Diese Halbherzigkeit hat zu großen Teilen Mitschuld am Versagen der Europäer. Europa erzwingt und erklärt sich nicht.

Zudem ist man in Europa nicht in der Lage, effektiv zu wirtschaften. Man hat einen starren Abschiebebahnhof für den Politschrott geschaffen, auf dem abgehalfterte und ausgelaugte, unerwünschte Störenfriede das Gnadenbrot gegeben wird, weil man niemandem ins Gesicht sagen will, wie unfähig er für den hauseigenen Politbetrieb ist. Europa verursacht durch seine Personalpolitik einen Kostenberg, der alleine schon jede Firma in den Ruin treiben würde.

Europa hat gehaushaltet wie Griechenland, wie jedes seiner Mitgliedsländer, das zu viele Steuergelder ungeprüft ausgeben kann. In Europa fehlt der Steuerprüfer, der jedem Unternehmer das Leben zur Hölle machen kann.

Europa lässt schließlich all das vermissen, was zu einem normalen Leben an Regeln und Gesetzen gehört, auch im Miteinander mit seinen Nachbarn. Und Europa ist nicht dazu in der Lage, seine Kinder ordentlich zu erziehen, wie das in normalen Familien der Fall ist. Europa ist viel eher die Horrorfamilie, die kein Nachbar ertragen kann, und von der Herr Westerwelle so frech behauptete, das Leben einer solchen sei römisch dekadent. Sprich, Europa ist der nichtsnutzigste, unwilligste Hartz IV Empfänger der Welt, der Alptraum, von dem Westerwelle so verächtlich gesprochen hat, nur eben, dass sich Hartz IV Empfänger eher helfen lassen wollen um sich aus der Misere zu befreien!

Und wenn Europa das nicht will, dann wird es drei geben, die soviel Zwang anwenden und Druck ausüben werden, bis der Patient begreift, wie er auf das Krankenbett kam, wovon er sich dringend trennen muss.

Die drei sind Moody`s, Fitch und Standard and Poor`s. Und da mögen die Europäer ihre eigene Agentur gründen, wenn diese nach Vorgaben der EU raten soll, denn das dürfte der Zweck sein, wird sich die internationale Finanzwelt bestenfalls totlachen, der Bankrott und das versagen der Europäer lassen sich nicht wegraten, nur weil irgendwelche Politiker das gerne so hätten, im Gegenteil. Europa wird in diesem Falle gemieden werden, wie Pestkranke im Mittelalter, aber bei den Akteuren würde das niemanden mehr wundern, selbst uns deutsche Schafe nicht …

©denise-a. langner-urso

 

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  2 comments for “EU – Die Europablase kurz vor dem Platzen

  1. Cangrande
    15. Juli 2011 at 21:14

    Alles richtig (sage ich im Gegensatz zu "Feydab").

    Aber jetzt mal konkret: Wieso protestiert eigentlich anscheinend niemand (außer mir – http://beltwild.blogspot.com/2011/06/der-steuerdi… gegen die bevorstehende Aufnahme Krotiens in die EU?

  2. Feydab
    12. Juli 2011 at 18:24

    Leider zu kurz geschossen und zu undiffernziert, schade. Die Kernkritik an der EU und damit auch die Nemesis für Europa ist das Diktat der globalisierten Konzerne und der Mangel an demokratischer Legitimität der "Organe". Europa wäre in der laufenden Krise nur handlungsfähig,wenn es als geeintes Ganzes sprechen und agieren könnte, genau das aber wissen die Wirtschaftslobbys aus Agrar-, Energie- und Finanzwirtschaft aber gut zu hintertreiben, indem sie geschickt in den Staaten Ängste schüren und die lokale Politik beeinflussen. Im Fahrwasser dieser Agitation erzielen nationalistische Gruppierungen Wahlerfolge und der Kreis schließt sich.

    Europa ist nicht das Problem, sondern der Mangel an Demokratie.

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