EU – Grenzkontrollen? Na und?!

Ja, ich sage Danke und begründe warum ich in diesem Europa für Grenzkontrollen plädiere. Für ein menschlicheres, sozialeres Europa brauchen wir sie dringend.

Ich habe vor längerer Zeit einen Artikel geschrieben, der sich den Titel trug: Europa-Im Staat der Entheimateten und Gleichgepressten. Einige Zeit später dann diesen: Europa – Durch deutsche Politik verraten, belogen, verkauft, entheimatet.

Und jetzt sehen wir, es gibt plötzlich Grenzkontrollen, weil man das Wirtschaftsunternehmen den Menschen und Staaten mit falschen Versprechen einfach gegen ihren Willen übergestülpt hat, weil man in Europa zu feige war, den Menschen zu sagen, was eigentlich bezweckt werden sollte mit diesem Europa, weil man Verträge für die Ewigkeit geschrieben hat, derweil andere Generationen vielleicht andere Wege gehen wollen. Politik wurde alleine für Unternehmen gemacht, zur Kapitalumverteilung an diese benutzt, als Steuersparmodell, weil es sogar in den Einzelstaaten schon Bundesländer gibt, die andere mit steuerlichen Vorteilen eben für Unternehmen die Butter auf dem Brot nicht gönnen.

Nicht für Menschen gemacht

Die Bürger hatten dafür schon immer ein feines Gespür, was da eigentlich lief, alleine, sie waren hilflos, so, wie es jetzt die verschiedenen Staaten sind, die in deutscher Milch zu ersaufen drohen, derweil hier die Milchbauern jammern, Subventionen fordern, denn ansonsten stirbt die deutsche Kuh, ein Wirtschaftszweig, weil eben ab gewissen Größen nicht gelten darf, wer falsch wirtschaftet, der geht eben pleite. Und so werden die Bauern eben am Leben gehalten, koste es europaweit die Steuerzahler was es wolle, und geht das nicht, dann muss eben zuerst eine Grundgesetzänderung oder gar eine Änderung europäischer Gesetze her. Es geht ja schließlich um deutsches Wachstum, um Unternehmen mit Schlagkraft, und leider hat Politik dafür gesorgt, dass eben gewisse Absatzmärkte in China und Russland wegbrechen. Wie, das wissen wir alle, macht aber nichts, haften eben europäische Steuerzahler dafür, den Milchbauern ihre Einnahmen zu garantieren, Hauptsache die Wirtschaft funktioniert, und sei es nur über Umverteilung, wenn eben Krieg hier nur als Wirtschafts- und Marktkrieg geführt wird, wofür wir dankbar sein sollten …

Nein Europa war nie für Menschen gemacht, das ist seit dem Urteil, über das der Spiegel heute schreibt: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden: Deutschland darf Zuwanderern aus EU-Staaten Hartz-IV-Leistungen verweigern

völlig klar, denn Freizügigkeit sieht anders aus, Freizügigkeit herrscht allenfalls für Banken und eben gewisse Wirtschaftszweige, die wie Heuschrecken von A nach B ziehen, in immer neue einzugliedernde Staaten der EU, wo die Arbeit eben günstiger ist als hier, nicht so belastet durch soziale Leistungen wie hier, und seien es auch nur Zulieferer, oder eben Steuerparadiese, die man dafür zeitweise nutzt, bis man es zu bunt treibt und Bürger wegen krasser Ausbeutung durch Massenmedien oder eben verdeckte Ermittlungen allzu hellhörig werden, das eigentliche Ziel zu offen zu Tage tritt, mal wieder jene Lüge zu platzen droht, wozu das Konstrukt eigentlich gebraucht wird, von wem genutzt, für wen tatsächlich es gemacht war und ist. Und überwiegend dient es eben Deutschland. Dient deutschem Wachstum, deutschen Banken. Punkt.

Bürokratie frisst Wachstum

Derweil muss sich der normale Arbeitnehmer, müssen sich kleinere Unternehmen durch aufwachsende von außen und oben verordneten Bürokratiewahn wühlen, den es für gewisse Herrschaften nicht gibt. Dafür nämlich werden solche „Freihandelszonen geschaffen, um Kosten zu reduzieren, Wachstum zu erzeugen oder künstlich zu garantieren, das anderweitig nicht möglich wäre, nur möglich ist, weil man Standards schleichend schleifen kann, denn jeder passt sich dem schwächsten an, nicht dem stärksten, dem besten, dem menschenfreundlichsten, dem sozialsten, zumindest am Arbeitsmarkt, derweil Konzerne nur noch durch Umverteilung zwischen Staaten und durch Übergangslösungen und Schleifen von Bedingungen im Herkunftsland Kosten sparen können, die es immer gegeben hat, auf die andere Staaten wie Russland und China einfach verzichten können, weil da nie ein Hahn danach krähte, weil Menschen dort immer nur Mittel zum Zweck und allenfalls austauschbare Werkzeuge waren, die man wegwerfen konnte, wenn man sie nicht mehr brauchte, alleine schon wegen der schieren nachwachsenden Masse dieser, auch Bevölkerungswachstum genannt.

Wenn das Wachstum erzwungen werden muß, dann hat man etwas falsch gemacht

Und was so störte an Europa und wie es für wen gemacht war, das war stets Ahnung, die von politischer und wirtschaftlicher Seite generell als Nonsens abgetan wurde, wie das auch im Zusammenhang mit TTIP der Fall ist, denn Europa reicht als Freihandelszone nicht mehr, da ist plötzlich Ende der Fahnenstange, wie man an der Ukraine und am Widerstand Russlands sieht, also muss man in die entgegengesetzte Richtung, denn erneut reichen die Niedrigststandards nicht mehr aus um Wachstum zu generieren, und bleibt das aus, drohen erneut Wähler zu durchschauen, wem all das dient. Ihnen bestimmt nicht, nur muss man nicht mehr ganz so vorsichtig sein, denn die Flüchtlingskrise kommt Unternehmen gerade recht, hoffen sie doch ständig, billigere Arbeitskräfte rekrutieren zu können, die sich kaum auskennen, und nur dadurch, so wird es bald heißen, sei die Krise zu bewältigen, weil man so Arbeit garantieren wird können, weil dann garantiert Wachstum und Wohlstand endlich erreichbar für alle sein könne. Ja, als Alleinstellungsmerkmal für jene, die sich ausdenken, wie man sich am besten selber hilft, versteht sich. Auf Qualität setzen, auf guten Namen, lieber etwas teurer, statt auf Masse, das war einmal.

Grenzkontrollen ja bitte

Grenzkontrollen, und der Spiegel sucht sich Beispiele, die dümmer nicht sein können um gegen diese anzuschreiben? Siehe diesen Artikel: Kontrollen, die nur Pendler aufhalten. Klasse, genial, ein Schulkind, das in Bayern lebt aber in Österreich eine Schule besucht muss früher aufstehen. Echt, das ist ein Problem? Gibt es in Bayern keine Grundschulen mehr, oder wie muss ich das jetzt verstehen? Ein typischer „Heul-doch“ Artikel.

Sorry, aber mir haben in diesem kalten, gesichtslosen Europa seit dem Fall der berliner Mauer 3 Dinge gefehlt: das Gefühl von Sicherheit, das Gefühl in einem Land daheim zu sein und nicht in einem Überstaat leben zu müssen, der irgendwann EU-Land heißen soll und mein Urlaubsgefühl, tut mir traurig! Und ja, ich sage deutlich, wir haben beim G7 Gipfel gesehen, wer da so aus dem Verkehr gezogen wurde, wir sehen es jetzt wieder.

Auf Rechte achtet man in der EU nur, wenn es zu bunt getrieben wird …

Wer heute Flüchtlinge schleppt, deren Leben riskiert, der hat vorher auch Frauen in die Zwangsprostitution geschleppt, nur wenn alles der Wirtschaft sich unterzuordnen hat, dann nimmt so kleine Bagatellen eben in Kauf. Sorry, ich als Bürger nicht, und deshalb freue ich mich, wenn jetzt solche Herrschaften eben aus dem Verkehr gezogen werden, beweist doch genau das, wie sehr uns die Menschen und Menschenrechte tatsächlich am Herzen liegen, nämlich gar nicht, wenn man zu Gunsten günstigerer Waren und schnellerer Lieferungen eben andererseits gewisse Verbrechen nicht mehr ahnden und verfolgen kann.

Und es geht ja nicht nur um Menschenrechte, es geht auch darum, dass dem Normalbürger wirtschaftlicher Schaden entsteht, wenn in Grenznähe mal eben über Nacht eine komplette LKW-Ladung mit geklauten Kleintransportern in Nachbarstaaten verschwinden kann, denn dann steigen für den Normalbürger eben die Versicherungskosten, da kann Politik noch so viel davon fabulieren, es gebe keine Steuererhöhungen, denn die Abwertung dessen was man verdient, die bekommt man dann eben auf andere Art serviert.

Urlaub? Auf dem Mars vielleicht, hier herrscht Uniformität!

Und ja, auch das Urlaubsgefühl, das gab es schon lange nicht mehr, und was das für mich war, das habe ich in meinen anderen verlinkten Artikeln mehr als ausführlich beschrieben, und komme mir nur niemand mit kultureller Vielfalt, die gab es nämlich im Urlaub, nur die gibt es innereuropäisch eben nicht mehr, weil alles überall wie vom Reißbrett und gleich ist, und Sprache als Unterschied reicht mir nicht, ich will in Frankreich französische und in Spanien eben griechische Kulturunterschiede sehen, doch selbst die sind kaum noch vorhanden, denn mir Europa galt auch, ach was, das lasse ich lieber, sonst steigen mir gewisse Tierschützer ins Forum, wenn ich sage, der Stierkampf gehört eben seit ewigen Jahren zu Spanien wie das Oktoberfest eben zu Deutschland gehörte und das will ich es eben nicht tagtäglich an spanischen Küsten erleben.

Ganz oder gar nicht! Mit Haut und Haar. Wenn schon, denn schon.

Aber ich sage auch, Flüchtlinge sind zuerst einmal willkommene Gäste, und wenn in meinem Haus meine Gäste meinen sich prügeln zu müssen, dann schicke ich sie vor die Haustür, und das ist jetzt nicht böse gemeint, aber in meinem Haus bin ich der Hausherr und niemand sonst, will sagen, man verträgt sich, ansonsten bleibt man da wo der Pfeffer wächst und besucht mich nicht. Ein Gasthaus ist nicht dazu da um dort seine Kriege gegeneinander austragen zu müssen.

Und ich sage auch, ich würde gerne einmal erleben, wie unsere Polizei reagieren würde, wenn Krankenschwestern oder KindergärtnerInnen plötzlich komplette Autobahnen lahmlegen würden oder Schienen um ihrer Forderung nach besseren Löhnen mehr Nachdruck zu verleihen, wobei das ja tatsächlich der Ort zu sein scheint, wo das klappen könnte, wo man zu schnellen Einigungen kommen würde. Also bitte samt Grundgesetz gleich einmal die Straßenverkehrsordnung austeilen. Hier heißt es nicht freier Wanderweg auf Autobahnen für freie Bürger, hier gilt: Freie Fahrt für freie Bürger.

Und ja, ich merke übrigens auch noch an, wer jetzt hier willkommen geheißen wird, der sorgt hoffentlich dafür, dass seine Enkel nicht urplötzlich durch Wahlen meinen, sie müssten ihren ehemaligen Landsleuten dadurch helfen in deren Heimat, die vor Dekaden fluchtartig oder damals tatsächlich aus wirtschaftlichen Gründen verlassen wurde, politisch bei Wahlen unter die Arme zu greifen, gar hier Staatschefs Wahlkampfhilfe zu bieten. Sorry, aber man kennt dann weder dort tatsächlich die politischen Zusammenhänge, noch sollte das Sinn und Zweck der Übung von Auswanderung und Mitbürgerschaft eines neuen Heimatlandes sein.

Und nein, das ist jetzt nicht gegen unsere Neumitbürger alleine gerichtet, das richtet sich auch an jene Deutschen die meinen, sie seien in zweiter Generation noch immer dazu befugt, hier aus dem Ausland mitzuwählen, weil ganz kappen will man die Wurzeln nicht. Entweder oder, man muss sich irgendwann einmal entscheiden, wo denn die Heimat ist. Aus zwei Dingen das jeweils beste für sich zu wählen, je nachdem, wie es einem gerade passt, sich nie sicher zu sein, was man will, das geht so auch nicht.

Macht Europa endlich zur lebenswerten Heimat

Und ja, dass hier jetzt auf dem Rücken von Flüchtlingen ausgetragen wird, was nicht hätte sein müssen, das ist tatsächlich traurig, zeigt aber auch, wie sehr das System EU eben versagen musste, weil man die Bürger nie gefragt hat, ihnen nie die Wahrheit gesagt hat, dass es sich eben um ein rein der Wirtschaft dienendes Monstrum handeln sollte, denn das hätten diese nicht akzeptiert. Und das bekommen jetzt die Flüchtlinge zu spüren, derweil die Bürger der Einzelstaaten das eher als Chance fühlen, dass dieser Konzern tatsächlich einen sozialen Ansatz bekommt, dass endlich das Versprechen eingelöst wird, das man bei der Gründung gab, dass man endlich ein Europa baut, in dem niemand auf Heimat zu Gunsten von Wirtschaft verzichten muss, wo man tatsächlich sagen kann, ich reise nach B, weil es da eben anders ist als hier, und wo man Wirtschaft wie Menschen behandelt, wenn sie Recht bricht, mit allen geltenden Konsequenzen, und wo das erarbeitete Geld der sozialen Sicherheit dient und nicht der Steuervermeidung und künstlichem Erhalt von Unternehmen, die in normalen Märkten dauerhaft nicht konkurrenzfähig sind, was bedeutet, sie gehören weg vom Markt. Gnadenlos, und seien es auch nur deutsche Milchbauern, denn Europa hat eben nicht an deutscher Milch zu genesen, sondern an sozialer Sicherheit. Und bis dahin gilt für mich, Grenzkontrollen: ja bitte, nehmt die vom Markt, die Menschen zur Ware machen, und seien es nur Schlepper, fangt mit denen an und arbeitet euch dann durch Wirtschaft und Banken, die ebenso handeln, und die den Missbrauch von unterschiedlichen Arbeitsmärkten mit unterschiedlichen Sozialstandards dann auch noch als Wachstum feiern, derweil sie oftmals ohne europäische Pamperei nicht lebensfähig wären.

Grenzenlos, langsam wachsendes Sozialeuropa: Ja Bitte. Kapitalpamperei: Nein Danke!

Und wenn ihr damit fertig seid, dann könnt ihr die Grenzen gerne wieder öffnen, dann kann man die EU auch gerne erweitern, dann werden die Menschen dieses Gebilde auch dankbar annehmen. Bis dahin aber will ich euer Europa nicht, und danke für die Grenzkontrollen, wenigstens gefühlt rückt der menschenunfreundliche Moloch EU etwas von mir weg. Ich habe mich lange nicht besser und sicherer gefühlt als jetzt, und nicht wegen der Flüchtlinge, die dürfen gerne kommen, aber jene, die, die EU entsozialisieren und nur verdienen wollen, die sollen sich gefälligst verpissen. Das musste jetzt einmal deutlich gesagt werden. Und wer hier nur Gewinne einfahren will auf Kosten von Menschen, der sollte hier nichts verloren haben. Und die dürft ihr gerne mit Steuern belegen, dass es kracht, damit endlich Geld zu denen gelangt, von denen Staaten eben ansonsten leben, zu den Staatsbürgern und für sie. Europa hat die eigenen Bürger enttäuscht, jetzt kommen Menschen mit hohen Erwartungen, und die werden sich bald auch enttäuscht wieder abwenden, wie es immer öfter menschen tun, die schon längst Neubürger geworden sind, die lernen und heute wissen, was freier Markt bedeutet, nämlich Wachstum nicht für jene, die dem Markt seine Produkte durch ihrer Hände Arbeit erst ermöglichen. Und Sinn fordert ja schon wieder Menschen nicht das zu geben, was eigentlich für Teilhabe nötig ist, und das auf dem Rücken der jetzt schwächsten, von Flüchtlingen auszutragen, weil nur noch gilt: Wachtum zu jedem Preis. Bravo! Für uns aber besteht vielleicht gerade jetzt die Chance endlich Europa für Menschen zu bauen. Wir können das schaffen, wenn wir wollen, wenn Politik sich endlich bewusst wird, wovon sie lebt, von uns Menschen, uns Bürgern, Wählern.

Ja, ich sage Danke und begründe warum ich in diesem Europa für Grenzkontrollen plädiere. Für ein menschlicheres, sozialeres Europa brauchen wir sie dringend.

©denise-a. langner-urso

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