F1 – Vettel an Webber: „er hat es nicht verdient“ …

©captain_eo1  / pixelio.de

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Welche unglaubliche Arroganz, so langsam wird einem der Vettel so richtig unsympathisch. Dabei war er zu Beginn, jedenfalls hatte man den Eindruck, ein fast zu bescheidener junger Mann. Da sieht man, was Erfolg aus Menschen, macht, wie sehr Geld den Charakter verdirbt, und das am lebenden sich entwickelnden Beispiel. Unglaublich.

Eigentlich ist das schade, denn solches Verhalten kann zu schweren Unfällen führen. Wie kann man nur so gemein sein einem Teamkollegen gegenüber. Aber natürlich ist Red Bull daran nicht unschuldig, es zeigt ja deutlich mit der Aufhebung der Stallorder, was es von seinem zweiten Fahrer hält, nämlich gar nichts. So behandelt man Menschen einfach nicht, dann soll man sie doch bitte nicht ins Team holen. Auch Red Bull war ja zu Beginn ein bescheidenes Team, auch hier vermisst man derweil Charakter.

Schade, dass sich das nicht vor der Saison abgebildet hat, denn wer will für so jemanden schon fahren?

Man sollte genau hinsehen, was dort jetzt so zwischen den beiden Fahrern sich abspielt, denn es sieht ganz danach aus, als sei die Abneigung Vettels so groß, dass darunter unter Umständen unbeteiligte Fahrer leiden können, denn Abneigung kann auch zu Blindheit führen, und die kann in dieser Sportart nicht nur eine Menge Schrott sondern auch Gefahr für Leib und Leben anderer Mitstreiter bedeuten.

Dieses “ Er hat es nicht verdient…“ ist eine bodenlose Unverschämtheit, und man sollte Vettel einmal fragen, wer es denn seiner Meinung nach verdient hätte.

Traurig daran nur, dass zumindest mir dadurch der Schumi so richtig wie ein nette Junge erscheint, mir fast schon wieder  sympathisch wird, denn bei diesem Ausnahmefahrer kamen zu seinen Bestzeiten meist Fahrkunst und Charakter zusammen. Und dass er es mit so jungen Fahrern aufnimmt, das tut sich auch nicht jeder Mensch an, da steckt schon eine überragende Menge an Liebe zum Sport in ihm.

Vettel hingegen scheint mir eher jemand zu sein, der nur so lange dem Motorsport und einem Team die Stange hält, wie man ihm den Sieg versucht auf dem Silbertablett zu garantieren. Und einen wie ihn will ich mir in einem Fußballteam gar nicht vorstellen, da würde er so schnell verkauft werden, dass er gar nicht gucken kann. Ein echter Teamplayer ist er definitiv nicht, denn schließlich geht es ja bei der F1 eben nicht nur darum als Fahrer Weltmeister zu werden, sondern eben auch darum, gemeinsam als Team  auch um den Konstrukteurs-Titel.

Egal wie, es gibt vielversprechenden Nachwuchs, der bescheidener zu sein scheint (bisher jedenfalls), warten wir also einfach einmal ab, wie weit man mit vettelscher Einstellung so kommt.

Schade eigentlich, dass  der Finne Kimi Räikkönen nicht sein Kollege ist, dieser Junge hätte ihm kräftig Paroli gegeben nach so einer Aussage …