Fortbildung zahlt sich aus

 

Nach einer erfolgreich absolvierten Ausbildung erst mal Praxiserfahrungen zu sammeln, ist legitim, aber je länger man die Schulbücher zur Seite legt, desto schwerer fällt im Allgemeinen der Wiedereinstieg. Werfen wir einen Blick auf die Möglichkeiten, die es gibt. Das Praxisbeispiel zeigt: Fortbildung durchgezogen – Traumjob gefunden.

Möglichkeit 1: erst einmal arbeiten. Das ist nachvollziehbar und legitim, doch in den meisten Fällen bleibt es dabei. Wurde der Auszubildende übernommen, gilt: Je kleiner die Firma ist, desto schwerer fällt es ihm, den Status des Azubis abzulegen und als vollwertiger Mitarbeiter akzeptiert zu werden. Meist wird er erst dann die Aufgabe los, mittags für Brotzeit zu sorgen, wenn ein Nachfolger in seine Azubi-Schuhe tritt. Gelingt der Sprung, kann es auch attraktive innerbetriebliche Weiterbildungsoptionen geben, die so reizvoll sind, dass keine außerbetriebliche Fortbildung mehr ergänzt werden muss.

Möglichkeit 2: ab an die Uni oder die Fachhochschule. Die Ergänzung der praktischen Ausbildung mit Fachwissen im jeweiligen Bereich ist heutzutage eine zukunftssichere Kombination von Theorie und Praxis. Wichtig ist nur, das richtige Fach zu wählen, welches das bereits erworbene Wissen so ergänzt, dass am Ende des Studiums eine Fachkraft auf den Arbeitsmarkt trifft, die sich keinen Job zu suchen braucht, sondern der die Jobs nahezu nachgetragen werden.

Möglichkeit 3: erst die Praxis, dann die Theorie. Für Unentschlossene gilt es, sich ein Studienfach auszusuchen, was einige Jahre Praxiserfahrung fordert. Das hat den großen Vorteil, dass bereits mit bestandener Ausbildungsprüfung ein Weiterbildungsziel gesteckt wird. Und wenn dann im Laufe der beruflichen Tätigkeit das „ich-muss-aber-doch-Geld-verdienen“-Syndrom einsetzt, gibt’s immer noch die Option eine außerbetriebliche Qualifikation im Fernstudium nachzuholen.

Praxisbericht: Heute prüft Jens Produkte auf Herz und Nieren

Er war nie besonders fleißig – weder in der Schule noch während der Ausbildung. Aber eins hat ihn schon immer interessiert: das Testen von Produkten. Heute ist Jens offizieller Produkttester eines angesehenen Vergleichsportals. Wie er dazu kam? Nach Schule und Ausbildung hat ihm seine damalige Freundin zu einem Fernstudium im Bereich Qualitätsmanagement geraten – und er hat auf sie gehört. Seine Freundin hat er mittlerweile geheiratet und abends erzählt er nicht mehr von der nächsten Kneipen-Tour, sondern erklärt die sichere Steuerungstechnik von Pilz. Fachchinesisch für seine Frau. „Aber manchmal bringt er auch interessante Themen mit nach Hause“, erklärt sie. Der Test von Webseiten und Online-Shops in puncto Einfachheit beispielsweise sei für sie wirklich spannend gewesen. Was zählt, ist die Tatsache, dass sich das Fernstudium für die junge Familie richtig ausgezahlt hat.

©schn

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