Huston, Umweltschutz wird zum Wohlstandsproblem!

 

Was Umweltschützer auf den Plan ruft, ist hin und wieder ziemlich impertinent, Ländern, die bisher nicht den hiesigen Lebensstandard erreichen konnten, vorschreiben zu wollen, wie sie zu leben haben, womit sie ihr Geld verdienen, denn irgendwie sollte jeder irgendwie auch das Recht haben, wirtschaftlich von den Reichtümern der Welt zu profitieren, von denen etwas einfordern zu dürfen, die weit weg liegen, und am Wohlstand wachsen und teilhaben zu dürfen, den wir hier bei uns schon haben. Und immer öfter stelle ich mir die Frage, ob wir vom Wohlstand verwöhnten Länder es uns wirklich erlauben sollten, anderen jenes Wachstum zu untersagen, das wir selber so lange genossen, von dem hauptsächlich wir profitiert haben, derweil wir dadurch weltweit Fluchtursachen schaffen.

Mag sein, dass ich gleich einen Shitstorm am Hals habe, vermutlich einen, der sich gewaschen hat, aber irgendwie schaut Umweltschutz für mich hin und wieder hysterisch aus. Umweltschutz nämlich können sich eigentlich nur die Reichen leisten, derweil die Ärmsten der Welt ans eigene Überleben denken müssen in dieser rasant sich ändernden Welt. Ich habe nichts gegen Umweltschutz, wenn es um die Gewässer der Welt geht, denn Wasser ist ein Menschenrecht und Wasser sollte deshalb sauber sein, Wasserrechte sollten in den Händen der jeweiligen Staaten bleiben müssen, wo seine Quellen liegen und nicht an Konzerne außerhalb verkauft werden dürfen. Dann könnten die jeweiligen Staaten an ihm verdienen.

Wem gehören all die Rohstoffe? Eben!

Ebenso sollte es mit allen anderen Rohstoffen gehandhabt werden, meine Meinung, nur dem ist nicht so, die Welt ist nicht perfekt, und so profitieren von Rohstoffen viele andere, nur nicht die jeweiligen Staaten, und viel zu oft hinterlassen Konzerne Umweltschutz seitig anschließend einen Scherbenhaufen und Verseuchung. Das gehört beendet, das gehört zuerst einmal in Angriff genommen. Jeder möge seinen Dreck selber beseitigen, dann wären wir schon viel weiter. Das beste Beispiel sind dafür die vielen Energieunternehmen, die Öl abbauen, noch perfider ist es, seinen Müll am anderen Ende der Welt zu entsorgen.

Aus dem Auge, aus dem Sinn, und derzeit diskutieren wir hier über den Unfug der Verseuchung des Planeten mit Plastik, derweil man Vorzeigefamilien zur besten Fernsehzeit ein Leben ohne Plastik durchexerzieren lässt. Ein Experiment, das ja gut gemeint sein soll, dämlicher aber nicht sein kann, wenn man nicht zuerst den Kühlschrank entsorgt, denn der besteht nun mal innen aus diesem Stoff. Verlogener geht es wirklich nicht!

Wenn empörte Wohlstandskinder anderswo protestieren

Man will einerseits den ärmsten Staaten helfen, andererseits aber maßt man sich das auch nur an, weil man selber nicht mehr weiß, wie gut es Menschen und Staaten geht, die wachsen und dadurch für viele Menschen Wohlstand generieren. Unsere Erinnerung ist wirklich ziemlich kurz, erinnern wir uns nur an die Nachkriegszeit, und jetzt stellen wir uns vor, es wären andere gekommen und hätten damals Umweltschutz gerufen, weil es die heutigen Standards bereits gegeben hätte. Wir wären längst nicht da, wo wir heute sind, denn den rasanten Aufbau Deutschlands haben wir nur geschafft, weil man ihn sich auch leisten konnte, weil halbwegs billig war, weil Arbeit für jeden vorhanden war.

Und irgendwann kamen immer mehr Umweltstandards hinzu, und wir nahmen sie dankbar an, denn sie waren weiterhin irgendwie zahlbar für viele. Mit dem rasanten Atomausstieg änderte sich das, Energie hat sich massiv verteuert, gute Arbeit, die lebenslang halbwegs vernünftige Löhne und anschließende Renten garantiert, gibt es auch immer weniger, und jetzt also, in dieser Zeit, kommt hinzu, dass rasant schnell das Land auf reine Elektromobilität umsteigen soll, derweil wir, nachdem wir weltweit unsere Dieselschlucker an den Mann gebracht haben, diesen verdammen und auch anderweitig am liebsten umgehend verschwinden sehen wollen.

Wir sind reich, wachsen schnell, und andere, die nicht mithalten können, weil wir ihnen weggenommen haben, was sie am Wachstum hindert, wo bleiben die, wenn wir ihnen, besser unsere weltweit agierenden Umweltschützer ununterbrochen jede Wachstumsmöglichkeit und Entwicklungsmöglichkeiten nehmen? Es interessiert schlicht nicht, alles muss sofort gehen, und wer nicht spurt, der ist ein Sünder ..

Und jetzt also das, was der Spiegel heute um 6.45 Uhr in den News in Echtzeit berichtet:

Boliviens Staatschef Evo Morales hofft auf goldene Zeiten für sein Land. Grund sind die rasant steigenden Weltmarktpreise für Lithium. „Wir werden eine große Lithium-Industrie aufbauen, über 800 Millionen Dollar stehen dafür bereit“, sagte Morales. Nach erfolgreichen Tests soll nun eine große Förderanlage im Salzsee von Uyuni errichtet werden, wo die größten Vorkommen der Welt liegen.

Der Rohstoff gilt als das „weiße Gold“: Er wird für die Batterien von Elektroautos, für die Speicheranlagen von überschüssigem Solarstrom und für Mobiltelefon-Akkus gebraucht. Bisher wird der Markt von Chile und Argentinien dominiert, aber Bolivien hat mit geschätzt neun Millionen Tonnen die größten Reserven. Bisher wird aber kaum etwas gefördert, auch weil der Salzsee von Uyuni die größte Tourismusattraktion des Landes ist. Nicht nur Umweltschützer sehen die Ambitionen der bolivianischen Regierung deshalb mit Sorge.

Wir benötigen also, wenn wir unsere Klimaziele irgendwie und irgendwann erreichen wollen, einen Rohstoff, der dringend für unsere Solaranlagen benötigt wird und für Batterien auch, und plötzlich stehen erneut Umweltschützer auf der matte, denn es geht ja mal gar nicht, dass unser Bedarf anderweitig unsere touristischen Interessen verletzt, und ich habe so langsam den Eindruck, es wird vergessen, dass auch andere Staaten ein recht auf Wachstum und den Verkauf ihrer Rohstoffe haben. Und es ist ein Unterschied, ob man sich dadurch selber Lebensgrundlagen zerstört, oder ob man es sich anmaßt, Land für das eigene erklären zu dürfen, wie die Arktis etwa, und dort Natur und Umwelt zerstören zu dürfen.

Umweltschutz sollte so viel mehr können!

Wenn Umweltschützer keine Entwicklung wollen, die irgendwo Umwelt oder etwas anderes zerstört, dann sollen sie doch bitte selber Rohstoffe entwickeln, die man hier in Labors züchten kann und ohne jedwede Rohstoffnutzung anderer Staaten, dann sollen sie doch bitte Lösungen bieten, die das nicht machen, diese Umweltzerstörung. Wie also stellen sich die Umweltschützer moderne Mobilität, Kommunikation und Energieversorgung ohne jedwede Zerstörung anderweitig vor? Und haben andere Staaten nicht das recht auch einmal irgendetwas verkaufen zu dürfen, zu wachsen, was andere brauchen? Ich habe fast den Eindruck, man gönnt ihnen schlicht den Erfolg nicht, den Besitz.

Solche Grünen und Umweltschützer sind überflüssig wie ein Kropf

Vorrangig sollte dafür gesorgt werden, dass der Erwerb von Grund und Boden in anderen Staaten verboten wird, dass angemietet werden kann und dass der Erlös hälftig geteilt wird, dass angemietete Flächen wie übergeben, nach Nutzung aufgeforstet werden müssen wie zuvor, dass die angemietete Umgebung schonend zu behandeln ist, dass Umwelt am Nutzungsstandort nicht Verseuchung von Böden bedeuten darf. Damit wäre allen mehr geholfen. Übrigens auch, wenn es um steigende Mieten geht. Womit ich bei unseren eigenen Grünen bin. Vertical Forests hat hier niemand im Wahlprogramm und Stadtbegrünung. Stattdessen lässt man Baumscheiben sobald man im Amt ist, von bürgerlicher Bepflanzung reinigen, weil das zu Stolpergefahr werden kann und pflanzt an Straßen mit zu hoher Konzentration von Schadstoffen lieber teure künstliche Mooswände. Kopf-Tisch. Diese Art Grüner verstehe wer will …

Wo bleiben neben der Empörung die Lösungen, die Vorbilder?

Eigentum sollte nur denen möglich sein, die im jeweiligen Land dauerhaft leben und dort ihren Lebensmittelpunkt haben, und wenn wir zum Wasser kommen, dann sollte darüber nachgedacht werden, wie man die aufkaufenden Konzerne von Wasser dazu bringt, dass sie ebenfalls Teile ihres Gewinnes an jene Staaten abzuführen haben deren Quellen sie aufkaufen, weitere Verkäufe gehören eigentlich ebenfalls untersagt.

Nachdenken wäre hilfreicher

Damit käme man der Gerechtigkeit, wenn man sie denn überhaupt will, ein großes Stück näher. Wir dürfen nicht weiter die Fehler von gestern machen, die wir bei den Atomkonzernen gemacht haben, die Gewinne einstreichen und Verluste umlegen können, nach wie vor. Und wer damit nicht leben kann, der gehört schlicht nicht an unsere modernen Märkte, in der Zukunft gleich gar nicht. Ich frage mich tatsächlich immer öfter, wie die ticken und denken, die sich Umweltschützer nennen und habe immer öfter den Eindruck, sie wollen jedwede Errungenschaft rückgängig machen, denn sie können es sich ja leisten, um die halbe Welt zu reisen um vor Ort Wachstum zu verhindern, nur mit anderen Lösungen kommen sie eher selten, und wenn dann sind sie für die Minderzahl von Menschen bezahlbar, aber nur wenn sie bezahlbar sind, macht Umweltschutz tatsächlich Sinn, und er macht keinen, wenn dadurch anderweitig dringend notwendiges Wachstum, das, wie wir hinreichend wissen, auch die beste Verhütung und Schutz von Frauen und vor Kinderarbeit bietet.

Ich wünsche mir viel mehr Lösungsvorschläge statt Empörung, das bietet dauerhaft auch den besten Umweltschutz, denn der wird tatsächlich zu einem Luxusproblem, zuerst nämlich genau hier, spaltet Gesellschaften, führt zu Unruhen. Ich wünsche mir einfach mehr Hirn statt Verbote und Besserwisserei.

©denise-a. langner-urso

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