Kosten – Energiewende muss dem Verbraucher nützen

Wenn man sich mit dem weiten Feld der Energiewende befasst, so steht immer der Preis im Vordergrund. Worüber hingegen selten gesprochen wird, das ist die Gesundheit. Die Gesundheit nicht nur der Natur, die der Menschen. Über das, was ein Klimawandel der Natur zufügt, darüber wissen wir viel, und wie es dazu kommt, darüber gibt es immer wieder Streit, daran scheiden sich die Geister. Auf der einen Seite sind jene, die meinen, verursacht sei das natürlich und eben durch Zyklen bedingt, und wir hätten darauf gar keinen Einfluss, auf der anderen Seite stehen die, die derzeit den Menschen als Hauptverursacher sehen. Doch darum soll es nicht gehen, es geht darum, dass die Energiewende ein weites Feld ist, die ja auch Autofahrer betrifft. Erst gestern gab es wieder einen Bericht im Tagesspiegel darüber, wie schlecht die Luft in unseren Städten ist, wie schmutzig, und zumindest daran ist der Mensch schuld, denn er benutzt den Verursacher. Zumindest das betreffend sind hoffentlich beide oben genannten Seiten sich einig.

Die Energiewende über Krankheit und Gesundheit diskutieren

Und wer das beseitigen möchte, der muss viel mehr die Gesundheit der Menschen selber in den Vordergrund stellen, statt immer nur mit den Stromkosten zu argumentieren. Und es gibt ja bereits Alternativen zum Diesel und zum Benzin, Elektroautos nämlich. Noch sind diese sehr teuer, aber auch sie funktionieren über Strom. Sollten irgendwann nur noch Autos über unsere Straßen rollen, die per Strom aus der Steckdose funktionieren, so wäre zumindest das Problem der durch die heute ausgestoßenen Schadstoffe vom Tisch. Warum also reden wir nicht darüber, wenn wir über die Energiewende sprechen, dann wird das Thema doch viel verständlicher für wesentlich mehr Menschen?! Denn dann ist das Thema hautnah, betroffen von schlechter Luft sind viele von uns. Vielleicht sollte das im Vordergrund stehen, die Gesundheit, und wie man diese durch Strom und durch erneuerbare Energie verbessern kann. Denn hier treffen ja zwei entscheidende Dinge aufeinander, Gesundheitskosten und Energie und wie man über das Ersetzen einer Energiequelle durch eine andere Kosten für Krankheiten durch die ersetzte reduzieren kann.

Energiewende über gerecht verteilte Stromkosten diskutieren

Und ja, das Thema ist ein Ärgernis, und auch mir geht es auf den Keks und zwar gewaltig. Und ich verlinke deshalb erneut auf den Film, der sich mit der Dreistigkeit der Versorger wie etwa RWE befasst, denn sie hatten nun eben einmal so gut wie keine Kosten, als man auf die Atomenergie kam, sie hatten aber die Gewinne und haben sie noch immer.

Und jetzt klagen sie sich immer öfter den Gewinnerhalt ein. Sonne und Wind hingegen gibt es quasi umsonst, wenn Wind weht, wenn Sonne scheint, und die Börse wirft dann Null aus, derweil die Kosten der Verbraucher zu dieser Zeit eben nicht gegen Null gehen, der Strom nicht weniger kostet, im Gegenteil. Und genau das ist es doch, was so ärgert. Natürlich benötigen Anlagen Wartung, dadurch entstehen Kosten und doch, diese müssen ja irgendwann einmal in einem so vernünftigen Rahmen sein, dass man die überschüssigen Gewinne anteilig auch mit dem Verbraucher teilt. Und auch darüber gehört endlich einmal gesprochen. Sowohl die Grünen als auch die SPD fordern ja immer wieder einmal dass die Kommunen durch die Energiewende auch entlastet werden sollen, doch die Vorschläge kommen nicht jedem Verbraucher zugute, denn das greift zu kurz. Der Verbraucher muss die Entlastung direkt in der Geldbörse sehen, und zwar jeder, auch die Rentnerin, auch derjenige, der Hartz IV bezieht. Nur so wird man dauerhaft die Menschen für die Energiewende begeistern und sie mitnehmen können.

Unternehmen sind nicht dazu da, dass der Verbraucher sie finanziert, es gab einmal etwas, das nannte sich unternehmerisches Risiko und das trug der jeweilige Unternehmer, und wirtschaftete er falsch, dann ging er pleite. Das war auch eine Art von Vertrag, und der wurde einseitig durch massive Subventionierung ausgehebelt. Auch darüber sollte gesprochen werden, auch das gehört dazu. Und bis man irgendwann einmal einen vernünftigen Konsens findet, bleiben dem Verbraucher nur leider nur ständige Wechsel zum jeweilig derzeit günstigsten Anbieter, bleiben ihm nur Energiekostenrechner, wie sie etwa www.maingau-energie.de zur Verfügung stellt. Schade, dabei hätte die Energiewende auch ein neuer verbraucherfreundlicher Pakt werden können, dann würde es nicht so großen Widerstand und Fragen geben, die der Verbraucher sich stellt. Was für eine verpasste Chance. Aus Fehlern lernt man? Anscheinend eher wohl nicht.

©denise-a. langner-urso

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