Lewandowski – wie viele ist der denn?

Was für ein Fußballabend. Wie viele ist der Lewandowski eigentlich? Ein ganzes Team, so gut wie eine ganze Elf!

4 Tore, und ja, es war gut, dass man ihm auch den Elfmeter überlassen hat, einem Götze hätte ich diesen an diesem Abend nicht gegönnt. Ein bisschen Genugtuung kam da bei mir schon auf. Asche über mein Haupt.

Man fragt sich fast, was die BVBler gestern so gefrühstückt haben mögen und irgendwie fällt einem dazu eine gewisse Brotaufstrichwerbung ein. Das nur nebenbei.

Zum Staunen aber gesellt sich auch die Frage, was hat ein Verein eigentlich selbst davon, andere quasi kaputt zu kaufen. Ob es wohl Spaß macht, gegen geschwächte Gegner zu spielen? Ich stelle mir Abschlachtereien jedenfalls langweilig vor. Was bringt dem Zuschauer eine Saison, wenn der Sieger ohnehin feststeht? Das hat so etwas wie die Formel 1, als Schumacher noch in Bestform war. Die Formel 1 machte einfach keinen Spass.

Irgendwie steckt in diesem Sport derweil zu viel Geld, und Geld verdirbt den Charakter. Es erinnert zudem irgendwie an Menschenhandel, was im Fußball passiert. Man kauft jemanden ein. Merkwürdige Sache.

Aber zurück zum gestrigen Spiel. Dazu sollte ich sagen, dass ich vorgestern über lange Zeit furchtbar gelangweilt war. Zu wenig hin und her, und dazu ein Kommentator, der eine Schlafbacke war, jedenfalls aus meiner fraulichen, naiven Sicht. Es gibt wahrlich bessere Kommentatoren, wie man gestern erfahren durfte.

Zudem hatte das Spiel der Bayern schon ein Geschmäckle und oft dachte ich, sie passen gut zusammen, Ungarn und Deutsche, speziell auf dem Spielfeld, nicht nur in der Politik, haben sie doch irgendwie eins gemeinsam, offensichtliche Blindheit. Ich meine damit jene zwei äußerst merkwürdigen Bayer-Tore …

Ob ungarische Schiedsrichter eigentlich auch hin und wieder Konten in der Schweiz haben? Grübel … weil genügend kritische Beobachter, ob da „richtig“ gepfiffen wurde, waren ja da – sorry, das war gemein. Nennen wir es böse Satire, damit es durch die Zensur geht – lach.

Ups, jetzt sind die Bayernfans mir vermutlich böse, wenn sie jedoch ehrlich sind, so ganz sauber war das nicht. Gut, heute war auch hin und wieder die Gelegenheit, einmal mehr zu pfeifen, was nicht geschah, vielleicht aber ist das ja der Tatsache geschuldet, dass selbst die Schiris sich einmal ein Finale deutscher Teams in der Champions League herbeisehnen und dass sie vermuten, dies dürfte für lange Zeit dazu die letzte Chance gewesen sein.

Andererseits hingegen, man weiß ja nie, ob Lewandowski dem BVB nicht doch erhalten bleibt, ist er eben viele, und das gleicht vielleicht sogar eine Mannschaft aus, deren Spieler dem Geld  nachjagen und nicht das Team an sich sehen, denn wer zu Bayern geht, der hat Dollarzeichen in den Augen und vielleicht nicht den Ball. Man kann also noch hoffen, bis die nächste Saison startet, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Und Teamgeist und damit verbundener Kampfgeist gegen Windmühlen, das sollte sich Bayern hinter die Ohren schreiben, ist nun eben aus Zuschauersicht spannender und erzeugt mehr an Sympathien als mit viel Kapital erkaufte Siege und damit verbundener Menschenhandel …

©denise-a. langner-urso

 

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