Libyen, Schicksal der Tawergha – Und was ist 2014 los?

40.000 Menschen wurden seit 2011 systematisch vertrieben, in Libyen, darüber aber berichtet die Presse bei uns derzeit nicht. Es geht um die Bewohner von Tawergha, das ja bekanntlich zur Geisterstadt wurde.

Dabei geht es um das Schicksal von so vielen Menschen, die man quasi in die Wüste geschickt hat, die aus ihrer Stadt vertrieben wurden, die heute auf Hilfslieferungen angewiesen sind, ohne die sie nicht überleben könnten.

Bis 2012 gibt es ziemlich häufig Berichte auch in unseren Medien, wie man die Stadt der Vertriebenen zerstörte, sie niederbrannte, in Schutt und Asche legt und plünderte, nur damit die Bevölkerung nicht wieder zurückkehren kann.

Was aber ist geschehen, dass man systematisch eine ganze Stadt quasi vom Erdboden löschen möchte, und warum schaut die Weltgemeinschaft weg, warum berichtet die Presse nicht weiter über diese Bevölkerungsgruppe? Haben diese Menschen keine Rechte, dass man weiterverfolgt, wie es ihnen ergangen ist seit jener Zeit, nur, weil sich die neue Regierung, die sie vielleicht noch immer unter den Generalverdacht stellt, sie seien allesamt quasi Lobbyisten Gaddafis, derzeit westlich angenehm verhält?

Deshalb, weil man im Westen lieber ignoriert, solange keine Massenmorde geschehen, sich kein Krieg anbahnt, keine Unruhen bevorstehen? Sind Menschen in ehemaligen Krisenregionen auch unserer Presse nur dann etwas wert, wenn es droht dort erneut so richtig zu krachen?

Über 1200 Männer hatte man damals noch in Gefängnisse verschleppt, dort sitzen sie nun vielleicht bis jetzt, leben sie noch? Seinerzeit hockten sie da, ohne dass man sie angeklagt hatte. Und die Weltgemeinschaft schaut einfach weg? Was ist aus ihnen geworden?

Was also passiert heute mit den Menschen von Tawergha? Wie geht es ihnen, wie leben sie? Es wäre schön, auch darüber wieder einmal etwas zu erfahren. Mich interessiert das Schicksal der Menschen, die quasi die Einwohnerzahl einer deutschen Kleinstadt ausmachen, mehr, als der Gesundheitszustand einer einzelnen ukrainischen, bezopften Oligarchin!

 

©denise-a. Langner-urso

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