Merkel: Quadratur der gleichzeitigen Dummheit

Merkel ist inzwischen mehr getretene und getriebene als selbständig handelnde. Sie überschlägt sich und tappt dabei in jeden dicken Fettnapf, der sich ihr bietet. Versucht sie dennoch die Macht zu beweisen, die sie nicht mehr hat, an der sie aber klebt, wie eine Fliege am Fliegenfänger, so vertut sie sich und verspielt in immer kürzerer Zeit Sympathien.

Krisenfest ist sie nicht mehr, diese Frau, in immer gleichen nur andersgefärbten Sakkos. Aufgesetzt und künstlich wirkt ihr Grinsen, und neben Westerwelle schaut sie ein ums andere Mal mehr aus, wie ein gemaßregeltes Kleinkind, nicht aber wie die Leitkuh.

Fahrig wirkt sie, unsicher, sich selbst entfremdet, nichts ist übrig von ihren Stehgreif-Reden, die sie einst aus dem Stand hielt. Heute verzettelt sie sich, fast demütig, kriechend und verunsichert, beständig auf Fädenhalter Westerwelle schielend, dann wieder, wie eine Wahnsinnige hilflos lachend, dümmlich grinsend und nach Worten und Luft ringend, so präsentiert sich die Kanzlerin den Medienvertretern. Es hat fast etwas opernhaft dramatisches, wenn sie versucht, das Richtige zu sagen, besser herauszustottern, etwas wahnsinnshaftes ala Lucia di Lammermoore, hat das Trauerspiel, das schwarz-gelb abliefert, fast so, als sei Westerwelle der Enrico, fast so, als warte sie, die Kanzlerin, auf die Rückkehr ihrer geliebten großen Koalition mit einem Edgardo, Verzeihung, Frank-Walter Steinmeier als Vizekanzler. Vieles wäre um vieles leichter, in einer anderen Konstellation, selbst das Sparpaket wäre ihr nicht so um die Ohren gefetzt, wie es jetzt der Fall ist.

Die Koalition mit der FDP, und besonders der sture Westerwelle, der gemeinsam mit Brüderle und Co am liebsten Steuern senken würde, sie treiben die Kanzlerin vor sich her, machen sie zum Spielball ihrer Klientelpolitik, ihrer Rochaden und Kalkulationen, bei denen sie es versuchen, aus einer Quadratur der Null eine Eins zu errechnen. Sie beharren darauf, der Staat habe ständig steigende Einnahmen und werde von Menschen ausgebeutet, die exorbitant selbstsüchtig agieren, indem sie 24 Stunden am Tage römische Orgien feiern. Schaffte man es, ihnen zuzüglich zur Nichtfinanzierung von Verhütungsmitteln auch noch das Kinderkriegen selbst zu vermiesen, so hätte man zukünftig keine zuzüglichen Bildungslücken bei Kindern zu finanzieren, die von den ärmsten geboren werden. Zumal, so die Theorie, diese Menschen ohnehin nicht arbeiten wollen würden.

Sind denn für diese Menschen überhaupt Arbeitsplätze vorhanden, solche, von denen man leben kann, diese Frage wird gar nicht gestellt, sie ist unwichtig, wichtig erscheint nur die Unverfrorenheit, überhaupt, diese Frechheit zu besitzen, staatliche Leistungen beanspruchen zu wollen. Ein Wille, der zu brechen ist. Notfalls durch Sachbearbeiter, die zukünftig nach Nasengefallen agieren dürfen. Menschliche Unverfrorenheit, arm zu sein, sie gehört unterbunden, sie hängt aus Sicht der FDP einzig mit Faulheit zusammen, und das gehört bestraft, selbst dadurch, dass man diesen Menschen und ihren Kindern unter Umständen im nächsten Winter zuzüglich die Heizungen abdreht.

Zu den vielen Sparmöglichkeiten, die es auch gäbe, äussert sich aus der Koalition niemand. Immer mehr verfestigt sich der Eindruck, das Gedankengut dieser Koalition sei von Verfolgungswahnideen verseucht. Ganze wilde Horden würden versuchen, diesen Staat zu plündern, indem sie die Arbeit mieden wie die Pest, oder wie der Teufel das Weihwasser, allein, um FDPlern auf der Tasche zu liegen und sich von ihnen, und nur von ihnen, durchfüttern zu lassen. Gerade, dass man den Hoteliers die Zumutungen, solche Wesen mitzutragen zu müssen, etwas angenehmer gestalten durfte.

Familien können sich entweder Kinder leisten oder nicht, basta, Kinder sind nicht gesellschaftliche Aufgabe, wie Bankenrettungen, sondern das teure Spielzeug und Aushängeschild der Reichen, derer die sie sich leisten und sie von Angestellten erziehen lassen können, wie Rabenmutter von der Leyen. Da dürfen es dann auch schon einmal ein paar mehr sein, und diese teuer verzogenen Bälger, die ihre Eltern eher kaum zu Gesicht bekommen, die finanziert man dann auch gerne, die, mit Namen wie Adenauer und zu Guttenberg. Diese Klientel hat Beihilfen natürlich auch besonders nötig, schließlich fehlen sonst zukünftige Eliten, und dafür greift man schon gerne tiefer ins Steuersäckle. …

Hartz IV Empfänger in Deutschland hingegen und alleinerziehende Mütter, sprich, Menschen ohne FDP-Fürsprecher und Lobby, können derweil froh sein, dass man sie nicht zum Nichtkinderbekommen auffordert, soweit ist es noch nicht, man nimmt ihnen auch vorerst die Kinder noch nicht weg, weil diese Menschen eben renitent nicht arbeiten wollen, aber man verhält sich so, als hätten arme Familien kein Recht, ihre Kinder gleichberechtigt zu erziehen, wobei Chancengleichheit ohnehin für diese Kinder nicht gegeben ist.

Merkwürdig, das es das Land, aus dem unsere Kanzlerin kommt, war, das Zwangsadoptionen durchführte, wenn Menschen nicht spurten. Daran traut man sich zur Zeit noch nicht, wohl aber versucht man, diese Menschen so zu Tode zu sparen, dass sie letztendlich freiwillig auf das Kinderkriegen verzichten. Ob ihnen das dann allerdings Arbeit bringt, dürfte fraglich sein.

Derweil muss einmal gesagt werden, Merkel hat in der Schule gut aufgepasst. Sie ähnelt täglich mehr einer diktatorischen Staatsratsvorsitzenden, die jedwedes Augenmaß verloren hat, die jeden Anstand verloren hat, wenn es um die Belange dieses angeblichen Sozialstaates Deutschland geht, weil sie gänzlich abgeschirmt nur noch das zu sehen und zu hören bekommt, was sie soll.

Und die Rentenbeitragsnichtzahlungen für HartzIV Empfänger, belasten sie nicht nur zukunftsverschoben und dann verlängert und vermehrt die junge Generation? Das hinterfragt ebenso niemand, wie nicht wirklich auffallen will, dass eine Bankenabgabe weder bis dato beschlossen wurde, noch über Laufzeitverlängerungen entschieden ist. Wie unausgegoren ist eigentlich dieses hingerotzte Sparwunder, ala friss oder stirb, für die Nation?

Dass man betriebsblind werden kann, das ist hinreichend bekannt und belegt, dass man allerdings Dummheit einer Quadratur unterziehen kann, bisher nicht, und dass Dummheit gleichzeitig werden könnte, auch nicht. Was aber treibt eine Frau wie Merkel dazu, so dumm zu sein, sich das Wasser selbst abzugraben und sich jedwede Wiederwahl und Möglichkeit anderer Optionen selbst so unmöglich zu machen, durch ein „schwanzlastiges“ FDP-Sparpaket und die gleichzeitige Ernennung eines Kandidaten Wulff, im Hauruckverfahren, gegen alle und jeden? Wie dumm kann man eigentlich gleichzeitig sein?

©denise-a. langner-urso

 

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  2 comments for “Merkel: Quadratur der gleichzeitigen Dummheit

  1. etwilli
    14. Juni 2010 at 02:29

    Links zur Unterstützung von Herrn Gauck: http://etwilli.myblog.de/

    Die Parteien

    Vorweg eins, ich bin in keiner Partei. Ich sehe die Parteien also nur von außen, aber mir ist da etwas aufgefallen. Vielleicht sollten sich auch einmal Soziologen wissenschaftlich damit beschäftigen.

    Also, ich sehe die Parteien von außen. Und ich habe mich gefragt, welche Partei welche interne Struktur hat. Dabei ist mir die FDP aufgefallen. Die Partei, die nach außen hin die Freiheit, am besten von allen Regeln progagiert, scheint nach innen hin eine sehr diktatorische Struktur zu haben. Jeder kennt den Spruch: "Auf einem Schiff, das erfolgreich segelt, gibt es einen, der die Sache regelt". Wie nun aber, wenn der eine irrt? Dann ist es schwer, den Kurs zu korrigieren. Es sind viele Schiffe untergegangen… ich kenne da noch einen anderen Spruch: "Die Partei, die Partei hat immer recht".

    Und wie war das, als einige FDP-Mitglieder andeuteten, bei der BP-Wahl anders stimmen zu wollen? Da wurde garantiert, das alle konform stimmen werden… Freiheit ist wohl nur dann angesagt, wenn es die Armen und Wehrlosen trifft…

    Dann die CDU. Einst eine vielfältige, lebhafte Partei. Heute nähert sie sich in ihrer Struktur der FDP an. BK Merkel hat eine Hierachie geschaffen, an deren Spitze sie wohl wie eine Alleinherrscherin steht. Je mehr sich diese Struktur verfestigt, um so weiter geht es abwärts mit der CDU. Wie will man Demokratie vermitteln, wenn man intern eine straffe Pyramidenstruktur hat?

    Die SPD erholt sich langsam wieder. Sie hat den Effekt unter dem dominanten BK Schröder auch gespürt. Sein "Basta" vermittelte kein Demokratiegefühl, die Bürger wollen dies aber.

    Und die Linke. Zwischen diktatorisch aus Tradition, suchend auf der anderen Seite und weil aus zwei großen Gruppen zusammengesetzt, doch irgendwie demokratisch erscheinend – weil sie sich untereinander einigen müssen.

    Und zum Schluss die Grünen. Aus einer basisdemokratischen "Debattiertruppe" entstanden. Heute ist die Partei ein weniger angepasster, aber die Strukturen gibt es noch. Und die Grünen machen Boden gut…

    Das ist jetzt ernst und besorgt gemeint, vielleicht sollte sich auch ein Psychologe mal zu nachfolgendem Gedanken äußern 🙂 Wenn man ununterbrochen von absoluter Freiheit redet und selber in diktatorischen Strukturen steckt, dann könnte das für die geistige Gesundheit schlecht sein…

    Die Bürger schauen nach BP Köhlers Rücktritt jedenfalls genau hin. Es gilt der Grundsatz: "An Ihren Taten sollt Ihr sie erkennen". Eine in einer Demokratie erfolgreiche Partei sollte die Strukturen der Demokratie vorleben!

    Vielleicht irre ich mich aber auch?

    Wir haben keine Zeit für einen falschen Weg!

    Was zur Zeit passiert, wird unser Leben und das unserer Kinder weit in die Zukunft hinein bestimmen. Wir stehen – wieder einmal – an einem Scheideweg. Alle, die behaupten, sie hätten die Lösung bereits in der Tasche, können einfach nicht die Wahrheit sagen.

    Warum? Aus einem ganz einfachen Grund. Wir Menschen nähern uns dem Zeitpunkt, an dem wir technische Mittel in der Hand haben, mit denen wir uns selbst auslöschen können. Damit meine ich nicht nur die Atomenergie, obwohl Tschernobyl schon eindrucksvoll genug war. Nein, wir sind zum Beispiel mit einer einzigen, aus Gier schlampig gebauten Ölplattform in der Lage, ein ganzes Meer zu verseuchen. Wir haben zunehmend mächtigere technische Mittel.

    Das hat zu Veränderungen in unserer Umwelt geführt. Eine Entwicklung ist in Gang gekommen, von der keiner weiß, wo sie endet. Die Erde wird es überstehen, aber ob wir dann noch auf ihr weilen? Wir haben wahrscheinlich nicht mehr viel Zeit, unsere Lebensbedingungen zu sichern. Es wird unser aller Kraft erfordern und wir werden ALLE unseren Lebensstil ändern müssen.

    Damit dies gelingen kann, müssen wir einig sein. Wir sind an einer Stelle "gleich", ob wir es nun wollen oder nicht, wir sind biologische Wesen und abhängig von der Natur. Auch die Idee, dass einige mittels großem Reichtum diesen Fakt negieren wollen, funktioniert nicht. Unsere Umwelt ist ein Faktor, der mit unglaublichen Druck zu einem von uns schwer zu beeinflussendem Zeitpunkt auf uns wirken wird und dem wir im Ernstfall wohl nichts entgegensetzen können. Wir können nur versuchen, dem rechtzeitig entgegenzuwirken und vorzubeugen. Aber dazu müssen wir uns solidarisch zeigen, erkennen, das wir alle in einem Boot sitzen und unser ALLER Verhalten ändern.

    Was ist zu so einem gesellschaftlichen Verhalten, zu solch einer Veränderung Voraussetzung? Eine solidarische, moralische, starke Gesellschaft, in der alle ihr Auskommen haben, sich verwirklichen können und bereit sind, positiv mitzuarbeiten. Wir brauchen eine Diskussion, wie wir – jeder einzelne – uns ändern, wie wir uns aufstellen, um globalen Problemen zu begegnen, gegen die unsere heutigen Probleme wie Spielerei wirken. Wir können sie lösen, aber Wir müssen uns über unser Ziel einig werden. Ist es wirklich Freiheit, gierig zu sein, gegen alle anderen zu handeln und die Menschenrechte zu negieren? Oder wollen wir eine solidarische Gesellschaft, die auf der Grundlage eines fairen Wettbewerbs versucht, ein freies Leben in Selbstverwirklichung für alle Menschen zu ermöglichen?

    Was ich nicht verstehe, ist die Diskussion der "unterschiedlichen" Bevölkerungsgruppen gegeneinander. Die Arbeiter, Angestellen, Beamten, Selbstständigen und selbst die Hartz4-Empfänger einigt doch ein Merkmal. Sie müssen für ihr Einkommen etwas leisten. Ja, auch Hartz4-Empfänger leisten etwas, jedenfalls die meisten. Verzichten sie nicht gegen ihren Willen auf Arbeit, die ihnen die Wirtschaft und auch der Staat nicht bieten kann?

    Welcher Selbstständige, welcher arbeitende Mensch würde freiwillig auf seine Arbeit verzichten? Wäre denn ohne Arbeit ein menschenwürdiges Leben mit Selbstverwirklichung möglich? Wie kann sich ein sogenannter kleiner Selbstständiger oder ein Mittelständler auf die Seite der Zocker stehen, die mit virtuellem Geld viele Milliarden hart erarbeitetes Geld gekauft und dann beides vernichtet haben?

    Allen diesen Gruppen wird suggeriert, sie hätten gegensätzliche Interessen. Ich denke, das Gegenteil ist der Fall. Was ist denn das Ziel der meisten? Ein würdiges Leben, Selbstverwirklichung und wenn möglich etwas Wohlstand.

    Und deshalb stellt der hervorragende Arktikel von Frau Bruns die richtigen Fragen. Wir müssen uns fit machen für kommendes und nicht unser Land in soziale Unruhen zu stürzen. Wir müssen Europa einigen und die weltweite Entwicklung in Richtung Umweltschutz beeinflussen, was schwer genug ist.

    Die erste konkrete Maßnahme ist die Wahl des Bundespräsidenten Herrn Gauck, der den Auftrag vom Souverän, dem Volk erhält, einen nationalen runden Tisch zu installieren. Dieser muss vorbehaltlos alle gesellschaftlichen Meinungnen bündeln und davon ausgehend neue Lösungen suchen. Parallel dazu muss eine bundesweite Diskussion der Bürger stattfinden. Das ist der erste Schritt, nur so können wir das durchaus vorhandene Wissen und Können parteienunabhängig und zielgerichtet für die Lösung unserer Probleme bündeln. Parallel dazu muss eine handlungsfähige Regierung installiert werden, welche die Probleme sozial verträglich angeht, Europa einigt und und uns alle vorwärts bringt. Tun wir es in unserem Interesse und im Interesse unserer Kinder.

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