Merkels „Schirmherrschaft“ spaltet Eurozone und schafft die Demokratie ab!

Die Ohrfeige sitzt. Endlich beweist ein Staat einmal Mut, widersetzt sich den Interessen der deutschen Kanzlerin und der von ihr gehätschelten Wirtschaft.

Das erste Mitglied droht mit dem Ausstieg aus dem Eurohilfsfond, Finnland. Und sie haben Recht, die Finnen, versucht doch Frau Merkel derweil die EU nach deutschen Vorbild zu gestalten, frei nach dem Motto, am deutschen Wesen muss die EU genesen. Verzeihung, aber das ist so, und wer will sich schon seine komplette Wirtschafts- und Sozialpolitik von Deutschland aufs Auge drücken lassen? Wohin das führt, das sieht man ja. Man muß nur die sinkenden Umfragewerte der Koalition anschauen.

Auch in Österreich widersetzt man sich derweil und will erst 2012 über den Rettungsschirm abstimmen. Die Regierung benötigt die Opposition, die jedoch dafür derzeit nicht zu gewinnen ist. In der Slowakei droht das komplette Nein! Nur, dass darüber in Deutschland kaum etwas an die Öffentlichkeit dringt.

Dazu passt es auch dass Merkel und Schäuble das Bundestags-Budgetrecht aushöhlen wollen, wie das Handelsblatt schreibt. Ein erneutes Geheimpapier liegt dazu vor. Der Bundestag soll Generalvollmacht für die Rettung von Schuldenstaaten erteilen, berichtet das Handelsblatt weiter, das ist ein Skandal! (direkte parlamentarische Kontrolle des 780 Milliarden Euro schweren EFSF soll es nicht geben). Was will man von Merkel und schwarz-gelb auch anderes erwarten? Auch die Legal Tribune berichtet über das unglaublich dreiste Vorgehen des Herrn Schäuble und der Kanzlerin.

Sollte es also dazu kommen, dass im September tatsächlich die Opposition dem zustimmt, so kann man anschließend getrost sagen, wir wurden verraten von den Sozialdemokraten und die Grünen stimmten zu. Widerlich ist das, nicht im Sinne des Volkes und damit dürfte endgültig klar sein, sämtliche Parteien (außer der nicht ernstzunehmenden Partei Die Linke) arbeiten gemeinsam daran, den letzten Rest der Demokratie, nämlich die Mitbestimmung des Bundestages endgültig abzuschaffen. Gute Nacht Deutschland!

Und niemand kann doch im Ernst glauben, dass andere Staaten so Fremdsprachen-feindlich eingestellt sind, wie die deutsche Bundesregierung, der es ja bereits an englischen Sprachkenntnissen mangelt, wie wir wissen. In anderen Staaten liest man mit und informiert sich, was ein so mit seinen Muskeln protzender Partner wie Deutschland daheim treibt, wie er die normalen Menschen drangsaliert und ausschließlich Wirtschaften und Banken hofiert und bevorzugt, undemokratischer wird von Tag zu Tag. …

Über Artikel wie den, der heute im Spiegel erschien, und der da lautete: Hartz-IV-Kinder dürfen Geld von Oma behalten, und über die entsprechende Gesetzesgebung dürften die Partner wie Schweden und Finnland, Norwegen und andere sich genüsslich bei einem guten Whisky oder einem schönen teuren Rum in lockerer Runde die Mäuler zerreißen und sich wundern, wie ein Land den nicht einsetzenden Babyboom beweinen kann, wenn es andererseits selbst Enkelkindern ein Geburtstagsgeschenk von der Großmutter streicht, nur weil es eben das Pech hat, dass seine Eltern wegen absoluter Unterbezahlung oder weil sie einfach keinen Job finden, zu einer Hartz IV Lebensgemeinschaft zu zählen! Und wer einmal anschaut, was alleine nur eine Friseuse im Osten heute noch an Almosen verdient, der weiß, so eine Frau hat einen Job und kann sich dennoch nicht ernähren, muss Hartz IV beziehen, es sei denn, man schaffte diesen Job gänzlich ab im Osten.

Wer das Schicksal hat, alleinerziehend und Krankenschwester zu sein, der kann eigentlich den Arbeitsplatz gleich ganz an den Nagel hängen, denn pünktlich gegen 18 Uhr, und das ist schon sehr großzügig, fliegt das Kind aus der Kita. So jemand arbeitet aber bis 22 Uhr, hat auch Nachtdienste zu verrichten und hinzu kommen noch Wochenenden und Feiertage.

Jeder, der nicht so sehr neben der Realität lebt, wie die deutsche Bundesregierung, der fragt sich doch, ob er sich demnächst, wenn er sich dem deutschen Willen und Handeln anschließt noch jemals wiedergewählt wird, wenn er das miese Spielchen Deutschlands auf seinem Arbeitsmarkt einführt, solche Sozialpolitik umsetzt.

Die deutschen Wähler haben eigentlich nur eins zu tun. Sie sollten ein dickes Dankesschreiben nach Finnland schicken, denn scheinbar brauchen deutsche Arbeitnehmer und Steuerzahler derweil andere Staaten, die sich um ihre Interessen gleich mit kümmern, weil es eben Frau Merkel nicht tut!

Danke, danke und nochmals Dank liebe finnische Regierung! Danke liebe Österreicher, danke Slowenien! Mögen andere Staaten diesem Vorbild folgen. Endlich Menschen mit Herz und Sachverstand, endlich kehrt vielleicht Vernunft ein.

©denise-a. langner-urso

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