Panamapapers – Was demokratische Machtmenschen und Diktatoren verbindet: Pamperspapers!

Am Ende dieses Artikel war ich so weit, dass ich vor Wut, hier und da „Pamperspapers“ geschrieben habe. Und wenn ich es mir genau überlege, wäre genau das der richtige begriff. Pamperspapers, denn man lässt weltweit Diktatorengepampere zu, derzeit auch bei uns, wenn es um miese Geschäfte mit Erdogan geht. Ja, Pamperspapers wäre der viel bessere Ausdruck und bezöge viele erbärmliche Abkommen von demokratischen Machtmenschen mit Diktatoren mit ein! Denn ob man zulässt, dass Menschen per Panama und anderweitig Geld verschleiern, und man kennt ja diese Systeme, oder ob man es gerade noch als halbwegs legitim anschaut, dass man Machtmenschen, die man braucht, staatsvertraglich pampert, macht keinen Unterschied! Man gibt der gewollten Pamperei gewisser Menschen nur ein demokratisches Aussehen, die sonst per Panama und anderswo agieren würden, es ohnehin vielleicht sogar tun und packt sogar selber noch Geld dazu.

Jeden Politiker, der jemals das Wort Sanktionen benutz und nicht dazu sagt, dass man damit bestimmt nicht jene trifft, die man zu treffen vorgibt, den nehme ich nach den Panamapapieren nicht mehr ernst. Basta. Und wer Briefkastenfirmen nicht verbietet, sich dafür nicht mit aller Kraft einsetzt, den auch nicht, und wer in Verfahren gegen Steuerhinterzieher oberster Güte das nicht prüft, ob der, der da vor Gericht steht, nicht irgendwo doch noch eventuell verschleierte Beteiligungen hat, den auch nicht. Normale Menschen zahlen ehrlich und nach bestem Wissen, wollen nicht vor den Kadi gezerrt werden, und müssen sich ständig nackig machen, bekommen, wenn sie nur ein paar Tage verspätet agieren, gewaltig Ärger. Es reicht, geht endlich gegen jene vor, die Geld haben, und sich gegen peanuts im Ausland Sicherheit vor Strafverfolgung kaufen zu können!

Mensch, sind wir Wähler machtlos!

Eine Nacht gelesen und es nimmt kein Ende. Irgendwann schlafen und was bleibt ist Ernüchterung, wenn man feststellt, dass demokratisch gewählte Machtmenschen mit Diktatoren viel mehr verbindet, als die ersten je zugeben würden. Beide bekommt man auf normalen Wegen nicht weg. Weder mit Sanktionen, noch Boykotten, und wie wir wohl erkennen müssen, mit dem, was wir so allgemein in der westlichen Welt als demokratische Wahlen bezeichnen, schon gleich gar nicht. Machtmenschen fallen durch Zufälle und weil Beteiligte Dritte, die Einfluss auf andere Systeme haben, keine Lust mehr an dem haben, was sich finanziell als sinnlos, Geldvernichterei erwiesen hat. Einer dieser Zufälle war der Fall der Berliner Mauer.

Manch einer wird jetzt empört sein, aber trotzdem schreibe ich auf, welche Gedanken ich habe, welche Erkenntnis irgendwann vielleicht auch andere haben werden. Empört euch ruhig, wenn ich westliche Machtmenschen mit Diktatoren hier in eine Suppe rühre, es gibt genügend Hinweise, auf das, was ich formulieren werde, denn derzeit läuft ja das, was als demokratische Wahlen bezeichnet wird, bei uns selber, in den USA.

Demokratie? Aber besser gemacht als bisher!

Bei uns wird frei gewählt, und doch wird nicht getan, was der Wähler will, das einzige, was nach Wahlen bei uns neuerdings passiert, wenn Wähler sich abwenden, und die bilden nun einmal die größte Gruppe, egal ob sie wählen oder nicht, die Koalitionen werden einfach immer größer, bestehen aus immer mehr Parteien. Spätestens dann sollte es gesetzlich verankert ein Gesetz geben, dass aussagt, zweiter Wahltag, diesmal als Muss für alle Wahlberechtigten, egal wie dann ein Ergebnis ausfällt. Der zweite Tag, für den man Strafen bei Nichtwahlen verhängen könnte, mag zwar auf den ersten Blick undemokratisch aussehen, ist er aber nicht wirklich, denn anschließend hätte man mehr Klarheit. Aber vielleicht würde man ja auch noch beim zweiten Mal darauf verzichten können, und den Schritt erst im dritten Gang andenken, wenn auch beim zweiten Versuch kein eindeutiges Ergebnis entsteht. Das sind derweil meine Gedanken dazu, wie demokratisch immer größere Koalitionen aus immer mehr Parteien sind, die meist erneut den selben Machtmenschen da halten, wo er vorher eben auch schon war.

Noch krasser ist das, was in so manchem Bundesstaat in den USA als demokratisch angesehen, wie gewählt wird, wenn man bedenkt, dass dort offensichtlich absichtlich massenweise Wählergeburtstage falsch eingetragen worden sind, weshalb man diese anschließend aus dem Ergebnis einfach mal eben so rausrechnen und unter den Tisch fallen lassen kann. Das gesamte Vorgehen halte ich über dem Teich für komplett undemokratisch, scheint demokratisch zu sein, schöner Schein allenfalls. Dann ungenügende Stimmzettel, und zu wenige Wahllokale, all das kommt dort gerade auffällig häufig vor, wo Frau Clinton gegen Herrn Sanders wahlkämpft.

Ja, prügelt mich ruhig dafür, wenn ich sage, dort gehören eigentlich Wahlbeobachter hin. Ein Wahlsystem ist dann demokratisch, wenn tatsächlich jeder Bürger an ihm ohne Einschränkungen auch tatsächlich am Wahltag wählen kann, und das sehe ich nicht. Man hätte ja inzwischen genügend Zeit gehabt, irgendwann, auch in den USA, endlich einmal per Geburtsregister Wahlregister zu schaffen, so dass jeder Bürger zu Wahlterminen Einladungen erhält, unabhängig davon, dass ein Staat von ihm vorab wissen will, zu welcher Partei er steht, und unabhängig davon, dass er dies vorher angeben muss. Auch das kann nämlich bei Regimechanges tödlich werden. Das mal nur so nebenbei …

Panamapapers? Rückgratlose Politik mit Dachschaden!

Aber kommen wir zu den Panamapapers. Denn wenn man daraus etwas lernen müsste, dann das: Diktatoren kann man nicht in Grund und Boden sanktionieren, weil sie andere Konten benutzen als jene, die ihnen versuchen die Geldhähne zu zudrehen, und weil immer auch andere Machtmenschen, gewisse geostrategische Interessen haben, wie dies im Falle Putin/Assad/Syrien der Fall ist. Die Wahrheit sagt aber niemand deutlich, weil sie unbequem ist, und weil die, die sich demokratisch nennen, ja durch geführte Kriege selber Einnahmen für ihre Staatskassen generieren, weil bei ihnen die Rüstungsindustrie derweil auf Hochtouren kocht, an der massenweise andere Zulieferer hängen. Hinzu kommt die unmoralische Wette in der Zukunft kräftig absahnen zu können, weil man sich verspricht, am Wiederaufbau gewaltig mit verdienen zu können, derweil man neuerdings sogar jene zurückweist, die vorerst zum eigenen Wohl sich so unmoralisch verhalten, dass sie flüchten, statt selber zur Waffe zu greifen und um das zu kämpfen, was eigentlich ihnen gehört, ihr Land, ihre Zukunft.

Und was haben nun mächtige Demokraten und Diktatoren gemein? Gewisse Menschen, die sie stützen, Rechtsanwälte und Kanzleien, die Lobbyisten Gesetze so auf den Leib schneidern, dass jedwede Gesetzeslücke gnadenlos genutzt wird, und Banken die dabei beraten, wo man sein illegal verdientes oder von anderen gerafftes Geld legal so verschleiert, dass man notfalls genügend hat, um nicht von der Macht entfernt werden zu können, weil man ähnlich gesinnte Zeitgenossen damit bezahlen kann, dass man selber nicht fällt, egal ob in oder nach einem Krieg, egal auch, ob vor oder nach Wahlen, wenn man vorher verspricht, anschließend jene Gesetze noch besser zu gestalten, die denen im Hintergrund ein Weiter wie bisher ermöglichen, und sei es vorab auch nur mündlich auf einer Veranstaltung versprochen worden. Und wenn man sich daran halten muss, daran erinnert wird, dann braucht man eben irgendwann immer mehr Partner aus immer mehr Parteien.

Demokratische Sümpfe schauen einfach nur besser aus und es sterben weniger Menschen

Versteht mich, oder lasst es, aber jedes System steckt ganz tief in irgendeinem ganz eigenen Sumpf, und wenn wir über etwas froh sein können als Wähler, dann darüber, dass derzeit sich Kriege noch auf Staaten beschränken, in denen es „nur“ darum geht, zu unserem Wohl Ölvorkommen und andere Ressourcen gegen angeblich mehr Demokratie und Humanität freikämpfen zu müssen, weil man dadurch dem seine Geldquelle nimmt, den man angeblich als Unterstützer eines armen gebeutelten Volkes von der Macht haben will. Vergesst es, daran glaubt so gut wie niemand mehr! Es ist reine Geostrategie. Und wenn ein bisschen mehr Freiheit bei raus kommt, geht die Rechnung ja auch auf, ansonsten ist sie aber Wurscht, zufällige Beigabe! Und die, die da alle gemeinsam für irgendwelche Menschen vorgeben zu kämpfen, die sind keinen Deut besser als die Diktatoren, die haben nur ein Wahlsystem, bei dem auch nicht alles Gold ist was glänzt, aber eben demokratischer ausschaut, bis eben Zeiten kommen, wie diese, wo Koalitionen immer größer werden müssen, weil sie sonst selber ganz schnell weg wären, oder gehören zu denen, die mit Wählern und Wahlen so umgehen, wie in den USA.

Ne Leute, es ist schon ernüchternd zu sehen, dass sowohl im ach so demokratischen Westen, und in diktatorisch geführten Staaten, normale Menschen nur eine Chance auf ein besseres Leben haben sollen, wenn es irgendwelchen Systemadministratoren im Hintergrund passt, und die bestehen nun eben einmal meist aus Wirtschaftsmogulen, die ihre eigenen Einnahmen schwinden oder sich verkleinern sehen. Das ist die bittere Erkenntnis für uns Wähler, die wir aus den Leaks ziehen müssen, denn die, die das beenden könnten, die schmieden einfach immer größere Koalitionen oder gehen mit Wählerstimmen nicht ganz so demokratisch um, wie es dargestellt wird, weil sie sonst selbst nicht mehr gewählt werden würden oder ohne etwas nach zu helfen, werden könnten …

Wir brauchen endlich Politiker mit Rückgrat!

Und ich denke schon, dass jeder halbwegs intelligente Politiker sehr genau weiß, wovon ich hier schreibe. Nur wenn er es jemals zugibt, dann kann er sich gleich einen anderen Job suchen. Und ja, was da passiert, die Briefkastenfirmen sind legal. Nur die, die so etwas erlauben und brauchen, und man erlaubt es ja, dass sie existieren und verbietet sie nicht, die sind das Problem, weshalb die Welt immer schneller im Chaos versinkt. Bei unseren ach so demokratisch gewählten Vertretern, wie auch in Diktaturen. Das Problem nennt sich schlicht und einfach Politiker und Regierungen, jedenfalls so, wie sie derzeit ausschauen und wie sie zugelassen zu wählen oder auch nicht sind. Und Politiker erkannte man einst am Rückgrat. Heute erkennt man, wer da nicht dazu gehören sollte, am Koalitionsverhalten, zumindest bei uns, und in den USA am Verhalten von gewissen Delegierten und Senatoren …

Am Ende dieses Artikel war ich so weit, dass ich vor Wut, hier und da „Pamperspapers“ geschrieben habe. Und wenn ich es mir genau überlege, wäre genau das der richtige begriff. Pamperspapers, denn man lässt weltweit Diktatorengepampere zu, derzeit auch bei uns, wenn es um miese Geschäfte mit Erdogan geht. Ja, Pamperspapers wäre der viel bessere Ausdruck und bezöge viele erbärmliche Abkommen von demokratischen Machtmenschen mit Diktatoren mit ein! Denn ob man zulässt, dass Menschen per Panama und anderweitig Geld verschleiern, und man kennt ja diese Systeme, oder ob man es gerade noch als halbwegs legitim anschaut, dass man Machtmenschen, die man braucht, staatsvertraglich pampert, macht keinen Unterschied! Man gibt der gewollten Pamperei gewisser Menschen nur ein demokratisches Aussehen, die sonst per Panama und anderswo agieren würden, es ohnehin vielleicht sogar tun und packt sogar selber noch Geld dazu.

©denise-a. langner-urso

Share