Parteien haben an der Börse in zu viel billiges Öl investiert!

 

Und das muss jetzt offensichtlich irgendwo hin, weil den Parteien die Lagerstätten ausgehen. Also gießt man dieses Öl jetzt einfach ins Feuer um es zu verbrennen. Und nein, dies ist keine gute Zukunftsinvestition, diese Investition in Öl war ein Fehler. Aber auch eine gewisse Frau Steinbach weiß offensichtlich nicht mehr wohin mit dem Zeug, das sie einst gekauft hat, denn der Preis an der Wählerbörse ist derweil so tief gefallen, dass man es eben anders nicht mehr entsorgt bekommt, als es auszugießen und dabei massive Umweltverschmutzung zu betreiben. Nichts anderes geschieht nämlich gerade in Teilen der Union.

Man hält ein Feuer am Brennen, das an außer Kontrolle geratene Waldbrände erinnert. Und man vergisst dabei jene Werte, von denen man ständig dem Volk erzählt, man habe sie mit Löffeln gefressen, sei der einzige Vertreter von Recht, Ordnung und Grundgesetz, Vertreter europäischen Rechts. Dabei sind jene Teile, die nicht versuchen zu löschen, sondern statt dessen den Brand immer mehr entfachen nicht mehr Vertreter dieses von ihnen angeblich zu verteidigenden Rechtes, sie sind Rechteüberdehner, wenn überhaupt, mutieren zu Rechteverzerrern, Rechtsentstellern, vertreten Rechts, statt Recht.

Aber auch die Opposition und mindestens eine der Regierungsparteien ist derzeit nicht gerade hilfreich, wenn es darum geht, Recht statt rechts zu verteidigen, und dies offensichtlich nur aus einem einzigen Grund, und der lautet, man kann die Zahl der Anständigen, jener Wähler, die ebenso vernünftig wählen würden, wie es am Wochenende in der Schweiz geschah, nicht einschätzen. Man vertraut dem eigenen Volk nicht, und wenn etwas, wir haben ja am Wochenende entsprechende Worte gehört, tatsächlich erbärmlich ist, dann dieser Vertrauensentzug gegenüber dem Wähler.

Und ja, die Situation speziell vor den kommenden Wahlen mag schwieriger sein als je zuvor, dennoch sollte man auf den gesunden Menschenverstand der Wähler des Landes vertrauen, denn wer das nicht tut, der hat offensichtlich jede Hoffnung auf Besserung verloren.

Natürlich scheint derzeit die Lage ziemlich hoffnungslos, speziell wenn man sieht, was gerade in Mazedonien passiert, und das muss Konsequenzen haben, auch für die EU, denn offensichtlich hat diese auf Staaten gesetzt, die einfach demokratisch noch nicht reif waren. Und wenn schon ein Europa von zwei Geschwindigkeiten nicht zur Debatte stand, so sollte spätestens jetzt ein Europa unterschiedlichen demokratischen Fortschritts auf der Tagesordnung stehen. Denn nur in gefestigten, gesunden Demokratien, und davon driftet unser Staat auch gerade ab, ist auch ein gutes Wirtschaften im Sinne aller Menschen möglich. Das gibt es nämlich in Diktaturen, unter Autokraten und bei Oligarchen nicht, da werden nach Parteibuch dann tatsächlich immer die selben Taschen gefüllt, und für die Mehrheit der Bevölkerung bleibt nichts, auch nicht von dem Gut, durch das gesunde Demokratien leben, durch und von Vielfalt nämlich.

Deutschland hat auch seine Mängel und doch konnte bisher niemand sagen, dass nicht jeder weitgehend seinen Glauben, seine Sexualität, das eben, was einen menschlich sein lässt, in Freiheit ausleben konnte. Und all das gerät derzeit unter die Räder, wird vom Feuer, dass die Union einfach nicht löschen will, oder kann, und bei dessen Bekämpfung sie sich auch offensichtlich nicht helfen lassen will, in Frage gestellt. Politik besteht immer aus Kompromissbereitschaft, nur die scheint es nicht seitens der Union offensichtlich nicht mehr zu geben, da lässt man lieber Rattenfänger in den eigenen Reihen gewähren, und gibt in diesen Zeiten lieber Errungenschaften auf, für die Vorgänger Dekaden brauchten, um sie gesellschaftlich zu verankern.

Wo ist eigentlich die Gelassenheit, die Vernunft, das Nachdenken geblieben, der Zusammenhalt von Parteien in schwierigen Zeiten? Auch Gegner haben manchmal gute Antworten, und die eines Koalitionspartners mögen vielleicht zur Unzeit vorgebracht worden sein, noch dazu ausgesprochen dämlich formuliert gewesen sein, weshalb sie so unglaubwürdig in den Augen der Wähler sind, was aber nicht heißen soll, dass dies nicht genau der Weg wäre, den viele Wähler so lange vermisst haben. Und wenn man ihn dieser Partei nicht glaubt, dann sollte der Partner überlegen, ob er nicht doch vielleicht hilfreich sein könnte, statt verbal gegenseitig immer deftiger auf einander ein zuprügeln! Es gibt immer mehrere Wege, die nach Rom führen, warum nicht einfach einmal einen anderen versuchen, über den eigenen Schatten springen, wenn der erste Weg doch offensichtlich zu nichts führt?

©denise-a. langner-urso

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