Politik die von Angst lebt? Nein danke!

 

Braucht eigentlich niemand, denn wer so denkt, hat Zukunftsangst und schürt Angst, und aus solchem Denken generieren Parteien ihre Berechtigung. Wie falsch dieses Denken ist, das sieht man derzeit bei den Grünen, aber auch in allen anderen Parteien.Wenn ein Auto mit viereckigen Rädern nicht fährt, dann erkennt man das und schraubt runde Räder unter, um es einmal deutlich zu formulieren. Ich will endlich moderne Politiker und Parteien, die regieren statt zu reagieren.

Die einen werden gewählt, weil sie Panik erzeugen vor Überalterung, andere machen Politik mit der Angst vor umfassendem Einbruch der Wirtschaft, weil es nicht genügend Arbeitsplätze geben könnte, und niemand der Akteure vermittelt irgendwo ein positives Bild, hat Ideen, die Menschen zufrieden und ohne Angst auf die Zukunft schauen lassen. Das ist es, was mich an Politik so sehr ärgert, denn all das wird nicht eintreten.

Derzeit wächst die Bevölkerung, wachsen unsere Städte, alles richtig, derzeit wächst die Wirtschaft, gibt es ausreichend Arbeitsplätze, doch werden irgendwo, wie derzeit bei der Allianz 1000 Arbeitsplätze abgebaut oder auch nur verlagert, wird dies, auch von den Medien übrigens, zum Weltuntergangszenario stilisiert, denn genau das ist es ja, wovor wir alle Angst haben müssen, davor, dass und Computer die Arbeit wegnehmen. Siehste, irgendwer hatte also Recht. Da müssen wir jetzt dringend etwas gegen tun …

Etwas mehr Gelassenheit bitte, denn die Wirtschaft denkt in anderen Dimensionen, und trotz der einstigen ersten Industrialisierung und damaligen Unkerei hat es noch immer genügend Arbeit für alle gegeben.

Ähnlich läuft das Spiel bei der Rente, bei der Pflege. Hilfe, wir können uns irgendwann unser Rentensystem nicht mehr leisten, Hilfe, wir können all die alten Menschen irgendwann nicht mehr pflegen. Was für ein Thema! Und gleichzeitig haben wir natürlich nicht genug Wohnraum für alle. Stimmt ja auch bis zu einem gewissen Punkt, doch sagt keiner dazu, wie sterbende Dörfer ausschauen, welcher Leerstand da herrscht.

Zukunft bedeutet nicht Konservierung

Da wird renoviert, um Menschen in die Dörfer zu bewegen, statt diese nach und nach zurückzubauen, da wird an keiner Stelle überlegt, Bauten so zu errichten, dass man sie leicht zurückbauen und erneut verwerten kann, was allemal günstiger wäre als immerwährender Denkmalschutz hier und da, der irgendwelche Eigentümer, die der Panikmache glaubten, einst dazu bewog, in diese zu investieren und lieber Langen Leerstand zu finanzieren. Geht‘s noch? Hätte jemand mal die Idee gehabt, sich damit zu befassen, wie man in Modulweise bauen könnte, speziell auf dem Land, wären wir schon viel weiter.

Und wenn derzeit niemand mehr in solchen Gegenden wohnen will, was soll es, dann ist das zu dieser Zeit eben so, dann baut man zurück, dann konserviert man nicht, dann forstet man auf oder lässt da eben Landwirtschaft zu, wo sie sich vielleicht lohnen könnte. Was auch immer. Der mensch ist kein Wiedergänger, man lebt nicht zweimal, das sollte inzwischen hinreichend erkannt worden sein, doch noch immer siegt Wunsch über Realität und Wissenschaft, und das sollte Politiker nicht dazu zu bewegen, so ein Wunschdenken auch noch zu bedienen.

Derzeit möchten die Menschen eben lieber in Gegenden leben, wo Infrastruktur hinreichend vorhanden ist, und sie in entlegene Gegenden zu bringen, das kostet mehr, als das es nützt und sich auszahlt und nirgendwo sehen wir das deutlicher als beim Ärztemangel. Und der Mensch ist schon immer dorthin gewandert oder gezogen, wo es Arbeit und Brot gab, nie zuvor war es umgekehrt. Das leistet sich nur eine weit entwickelte Gesellschaft wie unsere, der es gut geht, zu gut, wie mir scheint. Und ich denke, wer etwas vernunftbegabt ist, der versteht auch genau, was ich damit sagen will.

Ähnlich läuft das Spielchen wenn es um Rente und Alter geht, das rufen die einen, es sei unbezahlbar und andere stimmen ein und schüren zuzüglich Panik, denn es gibt auch Wähler, die Angst vor dem Aussterben verbunden mit Überfremdung in kommenden Generationen haben.

Es wird nur anders, und davon geht die Welt nicht unter

Ja, irgendwann sterben demnächst viele aus dem Altersbereich Merkel. Und? Dann gibt es eben weniger Menschen, dann braucht es eben weniger Arbeitsplätze, dann sinken eben die Kosten wieder für Rente, dann braucht man weniger Pflegekräfte, dann braucht man weniger Wohnraum. Wovor haben eigentlich all jene denn Angst, die all diese Themen heute bedienen? Sie sind dann nicht mehr da und kommen zum Henker nochmal auch nicht mehr zurück. Nur damit, dass man dafür Plan B hat, damit, dass man das anspricht, gewinnt man eben auch keine Wahlen, weshalb niemand überhaupt Plan B in der Tasche hat, derweil die Wirtschaft darauf längst vorbereitet ist, ob sie es nun registriert oder nicht.

Es war halt schon immer so, dass mit steigendem Wohlstand Menschen weniger Kinder bekamen als die Generationen zuvor, und das wird sich verflucht nochmal nicht ändern. Und ich frage mich immer, warum setzen Menschen Kinder in eine Welt, die für sie offensichtlich so grausam ist, so ungewiss, so voller Ängste. Warum? Kinder gehen doch spätestens mit 18 Jahren ihre eigenen Wege. Ist es so, dass man denkt, man zeugt da einen Zwilling, der so sein wird, wie man selbst? Sorry, aber auch das stimmt, wenn man es vernünftig betrachtet, eben auch nicht. Warum kauft man sich also nicht lieber Hund oder Katze-ähnlich lange hat man an denen nämlich auch Freude, und vermutlich auch weniger Arbeit, und weniger an Nerven kosten Haustiere auch.

Wovor habt ihr eigentlich Angst, und warum?

Ganz ehrlich? Ich verstehe all das nicht. Wovor habt ihr denn wirklich Angst? Doch nur um euch selbst, wenn ihr ganz ehrlich seid, um niemanden sonst. Kinder, weil die euch pflegen und eure Rente zahlen? Weil das so zu sein hat, weil euer Nachbar auch Kinder hat? Wozu also? Und wieso fallt ihr auf die Panikmache der Politik hinein? Warum? Weil die Ansagen euch bestätigen, die da kommen? Vergesst es! Nach euch, nach uns wird sich die Welt auch weiterhin drehen, so viel ist sicher. Und denkt ihr tatsächlich, ihr hockt demnächst auf einer Wolke und guckt euch die Welt von oben an, voller Angst noch immer, weil eure Kinder vielleicht im Elend leben? Leute, dann ist euch tatsächlich nicht zu helfen, dann wäre der Himmel ja die Hölle.

Geht einfach die Dinge gelassener an und denkt auch einmal an das Positive, denkt daran, dass eventuell euer Nachwuchs anders, vielleicht weniger arbeiten wird, die Welt anders gestaltet als heute. Nur ist das eben nicht euer Problem, seid doch froh darüber. Und fallt doch nicht auf Aussagen herein, die Panik und Angst machen, denkt doch einfach weiter als solche Politiker, denkt nicht nur in eurer eigenen Generation und begrenzt, denkt doch mal darüber hinaus, und daran, was man heute alles machen könnte, um eben nicht sinnlos Geld zu verschwenden und falsch zu investieren in Dinge, die nicht zu ändern sind. Wir sind nun mal von Höhlen in erst Kleinstsiedlungen und dann in Städte gezogen, und äußerst selten ein paar Aussteiger von da zurück, unter ähnlichem Komfort, versteht sich …

Und dass man Städte lebenswert machen kann und gesünder für Menschen, und das das politisch bei uns kaum auf einer Agenda steht, höchstens das macht mir zu schaffen, dann muss man nämlich auch nicht über sterbende Dörfer und die damit untergehende, bessere Lebensqualität nachdenken. Die könnte es in unseren Städten nämlich längst geben, mit „vertical forests“ und begrünten Dächern, derweil zurück in Höhlen oder aufs Dorf die wenigsten wollen. Und wenn wir demnächst ein paar weniger wären, umso besser, dann könnte mehr als genug für jeden da sein. Und dennoch wäre man auch dann nicht zufrieden, so viel ist sicher …

Beendet endlich das Messitum und mistet gründlich aus!

Angst machen mir am meisten Politiker, die nicht in mehr Dekaden denken als heute und die ständig von Panik getrieben werden, ständig über Ängste von möglichen Wählern reden, wenn es um die Zukunft geht.Ich wünsche mir Politik die zukunftsfähig denkt und die mal aussortiert, ausmistet, was nicht mehr gebraucht wird. Politik die Gesetze überarbeitet, die Gesetzbücher kleiner macht, weil darin tatsächlich nur gültiges Recht steht, und nicht wann und weshalb es geändert wurde, was wodurch ersetzt wurde. Radikalen Bürokratieabbau, damit man mal wieder durchblickt, was man tatsächlich braucht. Wir sind doch keine Messies, man verliert ja den Überlick, und nicht nur man, sondern alle, die mit Gesetzen umgehen müssen, allen voran die Politik. Und ich wünsche mir Experten, nur nicht die üblichen Verdächtigen, die die Dinge ins rechte Licht setzen, damit eben Cum-Ex nie wieder passiert. Regulierung durch nirgendwo in Wirtschaft und Politik verwurzelte Akteure. Menschen, die Dinge vereinfachen und nicht komplizieren, und dass man auf jene hört, die erklären können. Sonst haben Politiker an Schaltstellen nichts zu suchen. Gründlich aufräumen, wenn man bemerkt, was hier und dort nicht stimmt, sofort reagieren. Aussitzen kostet mir zu viel. Wenn ein Auto mit viereckigen Rädern nicht fährt, dann erkennt man das und schraubt runde Räder unter, um es einmal deutlich zu formulieren.

Ich will endlich moderne Politiker und parteien, die regieren statt zu reagieren.

©denise-a. langner-urso

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