Slotmaschinenspiele ein Querschnitt – deshalb sind sie so beliebt

 

Spielautomaten üben auf viele Menschen eine große Faszination aus. Warum ist das so und wer spielt die Slots?

Woher stammt die große Faszination für Spielautomaten und wer spielt diese Glücksspiele am meisten?

Spielautomaten reizen uns, da sie hohe Gewinne versprechen und Glücksgefühle auslösen.

Spielautomaten gibt es seit rund 100 Jahren. Einen richtigen Boom hatten die Automatenspiele in den siebziger und achtziger Jahren, als in jeder Kneipe und jeder Gaststätte ein solches Glücksspielgerät stand. Mittlerweile sind Spielautomaten komplett virtuell. Im Internet lassen sich tausende unterschiedliche Slotmaschinen zocken. Kostenlos oder mit echtem Geld. Doch woher stammt die große Faszination für diese Spiele?

Spielautomaten sind immer spielbar und ermöglichen hohe Gewinne

Rund um die Uhr kann man als Spieler Sizzling Hot online spielen oder die Walzen von Book of Ra bedienen. Ein Knopfdruck genügt, schon setzen sich die Walzen in Bewegung. Das Ganze geschieht im Sekundentakt: Knopfdruck, Walzen drehen, Knopfdruck, Walzen drehen. Die Gewinne summieren sich schnell auf dem Spielerkonto. Da die Slotmaschinen über hilfreiche Features, wie Multiplikatoren und Freispiele verfügen, hat man als Spieler das Gefühl, bald den großen Coup zu machen. Der Einsatz bei den Spielautomaten ist darüber hinaus sehr gering. Das bedeutet, man kann auf Risiko spielen.

Dazu kommt die Faszination, die einen packt, wenn man an den Walzen dreht. Das Blinken, die Farben, der Sound – all das wirkt sich reizvoll auf die Spieler aus. Hinzu kommt, dass viele Glücksspielfreunde denken, sie könnten den Spielautomaten mit entsprechenden Tricks überlisten. Im Gehirn wird Dopamin ausgeschüttet, sobald das lang ersehnte Symbol, das für einen hohen Gewinn sorgt, auf den Walzen erscheint. Das Dopamin regt das Belohnungssystem an. Durch das Belohnungsprinzip entstehen ein Spannungsgefühl und der Nervenkitzel. Das alles trägt zur Faszination des Glücksspiels bei.

Weiterentwicklung der Spielautomaten

Die große Beliebtheit hat dazu geführt, dass Softwareentwickler die Spielautomaten ständig weiterentwickeln. Längst lassen sich die Online Slots nicht mehr mit einem klassischen Einarmigen Banditen mit drei Walzen vergleichen. Die modernen Video-Spielautomaten sind komplex, haben mehrere Walzen und zahlreiche Gewinnlinien, verfügen über fantasievolle Varianten und Bonusfeatures. Einige von ihnen haben sogar einen progressiven Jackpot. Dieser steigt mit jedem Spiel weiter an. Mit etwas Glück lassen sich damit mehrere Millionen Euro gewinnen. Die Spielautomaten von heute sind also eher mit einem coolen Computerspiel zu vergleichen, als mit einer Slotmaschine in Las Vegas.

Wer spielt die Online Spielautomaten oder Einarmigen Banditen?

In Deutschland gibt es rund 267.000 Spielautomaten, die in Gaststätten und Spielotheken aufgestellt sind. Der Umsatz für die Betreiber liegt jährlich bei rund 4861 Millionen Euro. Beim Online Glücksspiel sieht es ähnlich aus. 1,4 Milliarden Euro nehmen Online Casinos mit Spielautomaten ein. Die meisten Menschen, die Spielautomaten zocken, sind professionelle Spieler, die extrem gut spielen können und regelmäßig Gewinne einfahren. In Deutschland zockt jeder zweite Deutsche oder hat schon mindestens einmal gespielt. Der Anteil Jugendlicher, die Spielautomaten nutzen, liegt bei 14,6 Prozent. In der Regel spielen mehr Männer (60 Prozent) als Frauen, (rund 40 Prozent). Die Männer sind auch stärker spielsuchtgefährdet. Sie sind also häufiger von problematischem Glücksspielverhalten betroffen Das gilt besonders für junge Männer im Alter von unter 30 Jahren. Die meisten Menschen, die Spielautomaten zocken, sind sich über die Risiken bewusst. Sie informieren sich zudem gezielt über Prävention und Probleme durch Glücksspiele. Viele von ihnen wissen, wo sie bei Bedarf Hilfe und Beratung bekommen. Auf dem BZgA Portal, www.spielen-mit-verantwortung.de finden sich ausführliche Informationen mit kostenloser Beratung sowie ein Selbsttest zum Glücksspielverhalten. Schätzungen zufolge leiden rund 300.000 bis 600.000 Menschen in Deutschland an Spielsucht. Das sind gerade einmal 0,5 Prozent der Bevölkerung. Das zeigt, dass die Faszination für die Spielautomaten nicht wirklich gefährlich ist und man sich als Spieler durchaus ab und zu eine Runde an einer Slotmaschine – virtuell oder in der Spielothek gönnen darf.

©einreicher

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