SPD – „Schlepperbande“ der Wirtschaft

 

Es begann mit Schröder und gipfelt bei den verbalen Ausfällen des Peer Steinbrück. Wer verstehen will, wie tief Wirtschaft, Lobbyismus und Politik verstrickt sind, und wie das System EU samt Euro aufgebaut ist, der muss den Artikel von heute in der Süddeutschen gelesen haben, der muss sich mit dem System Arbeitsagenturen und Hartz IV befasst haben, der muss begriffen haben, was es bedeutet, wenn politisch und aus der Wirtschaft immer von Mangel an Arbeitskräften getönt wird. Denn all das gehört zusammen, ist eine Art Schneeballsystem, das irgendwann zusammenbrechen muss. Zuerst der Artikel: Wir statten Arbeitgeber mit billigem Menschenmaterial aus.

Deutschland steht im Verhältnis zu anderen europäischen Staaten gut da, doch irgendwie fühlen die Menschen das nicht, kommt Wohlstand nicht wirklich bei ihnen an, im Gegenteil, es gibt ihn nicht, aber der schöne Schein muss gewahrt werden. Doch muss man sich nur die Kleidung der Menschen heute auch hier anschauen, schauen, wie die Mieten durch die Decke gehen, schauen, wer eigentlich heute noch da wohnt, wo er vor ein paar Jahren noch gelebt hat, und warum er den Wohnort wechseln musste. Leider gibt es dazu jedoch keine Statistik.

Die Umverteilung der Masse Mensch als Material

Die EU lebt davon, dass Staaten sich aneinander angleichen, damit der Handel funktioniert. Und jeder deutsche Arbeitnehmer würde gut leben, zöge er in einen anderen EU Staat um, mit seinem Unternehmen mit. In Polen wäre dieser vermutlich mit seinem Gehalt dann gut bedient, doch so sind wir Deutschen leider nicht gestrickt. Die Menschen anderer Staaten sehr wohl, aber denen ging es vor dem Zerfall der Mauer auch schlechter. Sie sind mit weniger zufrieden, weil es ihnen eben noch das an mehr Lebensqualität bringt, was wir hier bereits hatten. Ziehen sie von Polen oder einem anderen Staat als Arbeitnehmer nach hier, dann tritt zuerst ein Gefühl: Mir geht es besser, ich habe es geschafft, ein.

Und genau das war vermutlich der Sinn, eine Umverteilung von hier nach anderswo und umgekehrt, nur hatte man die Rechnung ohne den Wirt gemacht, ohne den deutschen Arbeitnehmer, dem es ja schon gut ging. Denn der sah es nicht ein, dass er seinen Arbeitsplatz anderswo suchen sollte, denn auch Wirtschaft wächst nicht unbegrenzt, deshalb lässt man sie über sinkende, allenfalls künstlich stagnierende Löhne mit wachsen, speziell dann, wenn da noch Staaten wie China jedwedes Wachstum durch ein unendlich riesiges Arbeitnehmerheer bedrohen, die eben auch noch anspruchsloser sind, als jeder Arbeitnehmer in der EU, wo nicht Arbeitsschutzgesetze beachtet werden müssen und so weiter und so fort, wo man für ein Minijobgehalt doppelt so lange zu arbeiten bereit ist ohne sich zu wehren, denn Arbeitnehmer, die auf den eigenen Job warten, finden sich sofort, wie Sand am Meer. Man ist ständig austauschbar wie eine Ware.

Gewerkschaften sind Sand im Getriebe der Wirtschaft

Es braucht sozialistische Einheitsgewerkschaften. Ja, kommen wir zu Gewerkschaften, zumal kleinen, denen die SPD Dame Nahles die Macht nehmen will, und es war auch die SPD, die unter Schröder die eigene Klientel, die Arbeitnehmer mit Hartz IV Gesetzen bediente, Arbeiter und Arbeitnehmer entmachtete. Und die SPD hat ein leichtes Spiel, das nur niemand sehen will, denn es sind Reisende von diesen Streiks betroffen und Pendler, also haben solche Gewerkschaften keinen Rückhalt in der mobilen Gesellschaft von heute. Und für die SPD ist es ein Segen, dass gewisse Berufsstände gar nicht streiken dürfen, ihre Arbeitnehmervertreter eher sich mit internen Streitigkeiten befassen, ihre Streiks eher ausschauen wie abgesprochen, mit klarer Rollenverteilung, wo das Ergebnis ohnehin vorab feststeht. Schöner Schein, mehr nicht.

Wer den Artikel der Süddeutschen also mehrmals gelesen hat, der versteht, warum die Wirtschaft nach Fachkräften ruft, weil diese eben billiger sind, weil Deutsche von den angestrebten Löhnen eben nicht leben können, angeworbene Kräfte hingegen diese damit eher zufrieden wären, denn nichts anderes soll die Arbeitsagentur ja tun, bei der immer die Bosse mit am Tisch sitzen, als: Arbeitgeber mit billigem Menschenmaterial zu beliefern, weil man die normalen Arbeitnehmer eben nicht dazu bewegen konnte, von A nach B umzuziehen, ihre Fachkraft neuen Staaten der EU anderswo billiger zur Verfügung zu stellen.

Von der SPD verraten und an Oligarchen verscherbelt

Das ist es, was passiert, wenn diese Partei regiert, mit regiert. Und der jüngste Ausfall Steinbrücks, man solle die Mütterrente und die Frühverrentung einfrieren, die ist durchsichtiger als Glas. Jetzt nämlich hocken neben Vertretern von Lobbyisten aller Parteien auch noch Oligarchen der Ukraine im Bundestag neben Steinbrück, was bei jeder Abstimmung natürlich berücksichtigt werden muss, wenn es um dieses Land geht. Da soll nämlich auch demnächst immer mehr Geld hin, und das ist nicht vorhanden, dem Steuerzahler noch schwerer zu vermitteln, als die Rettungsmilliarden für Griechenland, denn jetzt müssen neue EU Staaten, die man Russland abtrotzen will, teuer vorab finanziert werden.

Und wem nimmt es die neue wirtschaftsfreundliche Steinbrück/Nahles SPD? Ihrer Ex-Klientel, dort den schwächsten, Müttern und Rentnern, vielleicht aus Wut darüber, dass diese ihr Hartz IV schon nicht verziehen hat, ihr immer öfter das Wahlkreuz verweigert.

Man kann nur hoffen, dass die Wähler endlich begreifen, wer da bedient werden soll, wie durchschaubar diese Partei ist, die vorher den Himmel auf Erden verspricht und anschließend kräftig die eigenen Wähler tritt. Und das ist so vorhersehbar, wie dass jeden Tag die Sonne aufgeht. Mit dieser Stimme geht die Sonne irgendwann gar nicht mehr auf, jedenfalls nicht für Arbeiter, Arbeitnehmer, Mütter und Rentner …

Einer wie Steinbrück, der vierstellig neben dem Bundestagsmandat schaffen kann, der gehört nicht in diesen, ist nicht ausgelastet. Und lauschen Sie mal auf die Stimmen aus Union und SPD. Und? Lauter kann Schweigen nicht sein, ehrlicher auch nicht, wie tief man derweil versumpft, verstrickt, verlobbyiert und veroligarcht ist. Schlepperbanden, die die Fleischwirtschaft bedienen, die arbeiten ähnlich, nur da sieht man, was es ist.

Pfui Teufel! Der Union kann das nur recht sein …

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