Strompreise ziehen 2014 weiter an – Jetzt schon Energie sparen

Die Strompreise bieten immer wieder Stoff für Diskussionen. Die News sind echte Aufreger und die Preispolitik sorgt meistens sogar mehrmals pro Jahr für Strompreiserhöhungen. Auch 2014 ziehen die Strompreise weiter an. Doch schon jetzt können Verbraucher Energie sparen – mit den richtigen Stromprodukten und cleveren Handgriffen im Haushalt.

Selbst produzierter Strom aus Sonnenenergie

Mit Photovoltaik-Anlagen lässt sich Strom aus Sonnenenergie selbst produzieren. Die Sonnenkollektoren auf dem Dach sind inzwischen besonders für Privatpersonen interessant geworden. Der Energieversorger Verivox hat einen Photovoltaik-Rechner online gestellt, mit dem sich die Investitionskosten ermitteln lassen, welcher Energieverbrauch sich lohnt und welcher Jahresbeitrag erwirtschaftet werden kann. Solaranlagen sind langlebig, robust und derzeit besonders günstig. Privatpersonen, die ihren eigenen Strom produzieren, erhalten finanzielle Unterstützung von staatlicher Seite. Seit Oktober 2013 bekommen Verbraucher 14,27 Cent Vergütung für jede ins Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde. Familien, die möglichst große Mengen selbst produzierten Strom für den Eigenverbrauch nutzen, können bei steigenden Strompreisen sparen.

Den Eigenverbrauch im Haushalt senken

Die Ökostrom-Umlage ist auf den Rekordwert von 6,240 Cent pro Kilowattstunde geklettert und bedeutet mehr Stromkosten im Jahr 2014. Doch Stromkunden können aktiv werden und den Eigenverbrauch im Haushalt senken. Der Kühlschrank sollte nie neben dem Herd stehen. Die Deutsche Energieagentur (dena) hat ermittelt, dass Kühlschränke bis zu 6 Prozent weniger Strom verbrauchen, wenn sie an einem kühlen Ort stehen. Wer den Wasserkocher statt den Herd zum Erhitzen nutzt, spart ebenfalls Stromkosten. Beim Backen ist es ratsam, die Nachwärme zu nutzen und den Ofen vor dem Ende der Backzeit auszuschalten. Wer den Wäschetrockner nutzt, spart Strom, wenn er die Wäsche vorher möglichst hochtourig schleudert. Günstiger ist auch das Erwärmen von Wasser via Durchlauferhitzer, denn Warmwasserspeicher verbrauchen mehr Energie. Und zu guter Letzt schadet auch die Teilnahme an Licht-Aus-Aktionen nicht, auch wenn dort die Symbolik im Vordergrund steht.

Mit welchen Veränderungen müssen Stromkunden rechnen?

Die Kosten für die Energiewende beeinflussen auch im nächsten Jahr die Strompreise. Der Grund ist die steigende Mehrwertsteuer durch höhere Netzentgelte für den Ausbau von Wind-, Solar- und Bioenergie. Großfamilien mit einem Stromverbrauch von 6000 Kilowattstunden, die bisher rund 1630 Euro pro Jahr zahlten, müssen mit einer Preissteigerung von etwa 120 Euro rechnen, wovon allein 58 Euro für die Ökostromumlage fällig werden. Singles mit einem Stromverbrauch von 1500 Kilowattstunden, die bisher eine Jahresstromrechnung von 455 Euro erhalten haben, zahlen im kommenden Jahr etwa 30 Euro mehr. Auch Paare müssen mit 50 bis 60 Euro zusätzlichen Kosten für Licht und Wärme rechnen. Die Strompreise steigen weiter, doch jeder einzelne kann mit wenigen Handgriffen und dem richtigen Stromprodukt gegensteuern und Energie sparen.

©einreicher

 

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