Trump – Aus der Jauchegrube ins Weiße Haus

Wer bisher keine Ahnung hatte, was so hinter den Kulissen in der Politik, und oft auch in Parteien, passiert, der muss derzeit nur nach Amerika schauen, und ja die Wahrheit gehört dazu, die müssen auch unsere Politiker ertragen. Und wer sich innerhalb von Parteien bewegt, der bekommt das auch hin und wieder mit. Nicht so erbärmlich wie das, was an Schlammschlachten derzeit bei unseren „Freunden“ passiert, aber ähnlich und doch. Man kann nur jeden bewundern, der sich in diese Untiefen vorwagt. Und wie es streckenweise im Geschäftsleben zugeht, auch davon bekommt man einen ungefähren Eindruck, zumindest dann, wenn es nur noch um Geld geht, und um sonst gar nichts.

Die, die da derzeit versuchen Politik für ihr Land zu veranstalten, die wurden quasi ungewaschen an die Tafel Trumps gebeten, ja schlimmer noch, es macht ihm nichts aus, denn man riecht irgendwann selber nicht mehr, wie sehr man stinkt, wenn man sich nicht regelmäßig ins Bad begibt. Noch nicht einmal den Magen hat man den bereits Abgesoffenen vorab ausgepumpt, und das macht sich dann vor Kameras bemerkbar, wenn Trumps Mannen kübelweise Dreck kotzen über alles und jeden, der ihnen nicht folgen mag. Man könnte auch gleich eine Tonne samt Pumpe vor die laufenden Mikrofone stellen.

Und ich als staunender Zuschauer frage mich derweil immer öfter, wie gestrickt wohl jene sein müssen, die das, was da an Eliteschmutz Politik betreiben will, gewählt haben. Ich will mir den Umgang derer gar nicht vorstellen, die Umgangsformen.

Und doch, man erhält dadurch auch ein recht gutes Bild, mit welchen Bandagen die Dreckschleudern, die zur Elite der Erbärmlichen gemacht werden sollten, ansonsten so nutzen, wenn sie im Geschäftsleben mit Untergebenen oder Partnern, die sie vorab nicht kannten, umgingen. Nein, ich will es nicht wissen, verschont mich. Das will ich nicht mal als Alptraum erleben.

Doch, es macht mir derweil Angst, wenn ich sehe, wer da wem dient, und welche Generäle da bereits dermaßen abgestumpft sind, dass sie jedem Befehl ihres Herrn folgen wurden, bis zum Erstschlag gegen wen auch immer.

Wie wird doch immer nach außen von unseren eigenen Politikern geredet? Man muss im Gespräch bleiben, man darf Gesprächsstränge nicht abreißen lassen. Alles richtig, bis auf die Gesprächspartner, denn in diesen Zeiten muss man dringend das Gespräch mit denen suchen, mit denen man eben ansonsten nicht redet, und ich rede nicht von tieferen Beziehungen, gar von wirtschaftlichen.

Es geht darum denen, die aus dem Weißen Haus heraus bedroht werden zu sagen: „Haltet um Gottes Willen den Ball flach, es hat nur jemand versehentlich die Türen einer Psychiatrie vergessen zu schließen. Kümmert euch nicht um die Trolle, reagiert nicht, ignoriert sie“. Das ist es, was jetzt zählt, und ja, einfach wird das nicht.

Jetzt ist beste Diplomatie geboten, nichts sonst, und das bitte leise und hinter verschlossenen Türen, jetzt müssen sich die jeweiligen Staatslenker, bei uns die Kanzlerin, raus halten. Jetzt ist die Zeit für großes politisches Handwerk gekommen, und das ist eben nicht jedem in die Wiege gelegt.

Ganz ehrlich? Ich will lieber nicht wissen, was passiert, wenn der wütende Trump versehentlich statt des Sendbuttons am Handy das Kofferknöpfchen drückt …

Und viel fehlt da nicht, denn der Mann begreift langsam, dass er irgendetwas braucht, was ihm hilft länger das Präsidentenamt samt umgewandeltem Haus zu besetzen, als eine Amtsperiode. Ruhiger wird er dadurch bestimmt nicht, im Gegenteil.

Ich jedenfalls bin froh, dass es bisher keinem ähnlichen kandidaten gelungen ist, bei uns ins kanzleramt zu gelangen, und ich hoffe doch strak, dass das auch so bleibt- und solche Herrschaften will ich übrigens auch hier, und sei es nur mit einem einzigen Sitz im Bundestag sehen. Das nur am Rande, Demokratie hin oder her, wer sich irgendwie über Körperteile äußert, die er vom anderen nicht mehr sehen will, oder gar versucht, sich zu positionieren, indem er Kranke angreift, wie heute Herr Lauterbach, die gehören nicht an diesen Ort, egal, aus welcher Partei sie kommen. Eine öffentlich pöbelnde, westliche Jauchegrube reicht mir. …

©denise-a. langner-urso

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