Tsipras – Staatsbürgerschaft für Kinder von Migranten

Griechische Staatsbürgerschaft für alle Kinder von MigrantInnen, die in Griechenland geboren und aufgewachsen sind

Ja, ist sie nicht furchtbar schlecht, die neue griechische Regierung? Dieser furchtbar radikal-linke Tsipras mit dem Rechtspopulisten an seiner Seite!

Davon kann sich so manche europäische Regierung eine fette Scheibe abschneiden!

Ein weiterer Regierungsbeschluss lautet:

Privatisierungen von Unternehmenszweigen, die gewinnbringend arbeiten, wird sofort gestoppt, wie zum Beispiel fällt darunter die des Stromversorgers DEH.

Und was soll daran bitte schlecht sein, wenn der Staat Unternehmen behält, die Gewinne abwerfen? Dagegen soll etwas sprechen?

Das staatliche Fernsehnetzwerk ERT soll erneut seinen Dienst aufnehmen, auch daran wird es wohl kaum Kritik geben, oder etwa doch?

Unerhört, was diesem Mann so alles einfällt. Und doch, da wird Politik gemacht von Menschen, die eigentlich keine wirklichen Politiker sind. Ein atemberaubendes Tempo, auch daran kann sich so manche Regierung ein Beispiel nehmen. Verwunderlich nur, dass in unseren Medien Tsipras dargestellt wird, als sei er eine Art Teufelchen, die einfach nur eins will, der EU den Mittelfinger zeigen. Tut er ja auch, allerdings sollte man vorsichtig mit seinem Urteil sein, wenn man den Lesern nicht über alles berichtet, was die neue Regierung Griechenlands tut, denn auch oben genannte Dinge gehören dazu, und Geld ist nicht alles.

Und wenn die Regierung ihre entlassenen Altbeamten weise zu Steuereintreibern macht, dann bringen sie vermutlich über kurz oder lang dem Staat mehr, als sie ihn kosten. Und was die Erhöhung der erniedrigten Mindestlöhne auf Vorkrisenniveau betrifft, auch da ist klar, wer mehr hat, der kann auch mehr ausgeben. Vielleicht sollte man also mit seiner Kritik erst einmal abwarten, was all das über einen etwas längeren Zeitraum bringt, bevor man den Niedergang der europäischen Welt und die Pleite deutscher Bürgen herbei schreibt.

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird, bisher sehen die ersten Beschlüsse doch vernünftig aus, vernünftiger als all die drastischen Sparmaßnahmen. Und Tsipras muss seiner Wählerschaft auch etwas liefern, bevor sie sich ungesund und noch mehr radikalisiert. Und auch die Verhandlungen mit der EU werden wesentlich friedlicher und vernünftiger verlaufen, als es jetzt geunkt wird. Panikmache mag ja den normalen Massenmedien, die um Leser buhlen, Klicks bringen, erzeugt aber auch neue Wutbürger, treibt Pegida Gefolgschaft zu, und davon hat niemand etwas.

Abwarten, staunen und Tee trinken!

©denise-a. langner-urso

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