Vorsorge – Wie man politische Risiken und Terror absichert

Ja, man kann sich tatsächlich gegen politische Risiken absichern, wie gegen politische Gewalt und Krieg. Natürlich würde das kein Normalbürger tun, wozu auch, denn solche Versicherungen betreffen Unternehmen, die sich so gegen Verluste in unsicheren Regionen absichern, allerdings nicht nur in solcher Umgebung, denn man weiß ja nie, was auch in vordergründig sicher erscheinenden Staaten so alles geschehen kann.

Russland, so glaubte man ja bis vor kurzem auch noch, sei derweil ein recht sicherer Standort für Investitionen. Interessant ist es auch, wenn man sich solche Versicherer, ich nenne hier einmal Catlin Europe als Beispiel, weil ich diesen Versicherer auf die Schnelle gefunden habe, anschaut, gegen welche Risiken sich Unternehmen so alles absichern können, nämlich auch gegen, man höre und staune, gegen Nichtzahlung von Forderungen gegen Zentralregierungen.

Und da fragt man sich doch als Normalbürger, warum eigentlich immer wieder Steuerzahler zur Kasse gebeten werden, wenn irgendwo Unternehmen oder gar Banken Zahlungsausfälle haben. Im Gegenteil, eigentlich sollte so eine Versicherung absolute Verpflichtung sein, wer sie nicht abgeschlossen hat, der sollte anschließend auch keinen Anspruch auf Rettung durch Steuerzahler haben. Ist nur die Frage, ob Politik bereit ist, den Unternehmen das ins Stammbuch zu schreiben, dann hätte man nämlich jetzt nicht in Griechenland ständig die selben Diskussionen.

Aber sogar gegen Terrorismus können sich Unternehmen absichern, alles ist heute möglich, und in so einer Versicherung sind sogar Schäden inklusiv abgesichert, die durch ABC Terror, sprich den Terrorismus im Zusammenhang mit ABC-Waffen entstehen. Unglaublich eigentlich, was so alles geht.

Da erscheint es schon fast normal, dass es für Banken Versicherungen gibt, die sich Bankers Blanket Bonds nennen, und die gegen so gut wie gegen jedwedes Risiko absichern. Dazu gehören nicht nur Eingriffe Dritter in das EDV-System sondern eben auch Fälschung von Zahlungsanweisungen, Überweisungsbetrug, Kreditkartenbetrug und Betrug mit Falschgeld und so weiter und so fort.

Da fragt man sich als Kunde, wenn man sich all die Sicherheitspakete einmal so anschaut, die genutzt werden können, wieso eigentlich die eigenen Zinsen und anfallenden Gebühren so hoch sind, denn die Begründung, man habe ja durch gewisse Dinge Verluste, die fällt ja offensichtlich weg, es sei denn, die Unternehmen sichern sich nicht richtig ab, was aber nicht das Problem der Kundschaft ist, und so unendlich hoch können Versicherungskosten gar nicht sein, dass sie so sehr belasten, dass man es dem Kunden „draufschlagen“ muss. Gewinnmaximierung durch Übertragung sämtlicher Risiken und Kosten dürfte da eher im Hintergrund stehen, Sozialisierung all dessen, was im Unternehmen anfällt, bis zum Toilettenpapier quasi.

Schade, dass es weit und breit keinen Anbieter gibt, der uns Bürger gegen das politische Risiko Schwarze Null, absichert, gegen das politische Risiko übergroßer Koalitionen oder gegen das Risiko investitionsfeindliche Politik …

©denise-a. langner-urso

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