Wie wir „Made in Germany“ verschlafen – Energiewende, Internet

Die Entwicklung und der Erfolg des Autos, was hat das mit der Energiewende zu tun? Viel, sehr viel und dass, obwohl beide Dinge in zwei völlig unterschiedlichen Jahrhunderten geschehen, und doch haben beide Entwicklungen viel gemeinsam. Zuerst, beide Dinge brauchen ähnlich viel Zeit, erfordern ein Umdenken, und der Markt bnötigt dafür fortgeschrittene Modelle, die so ausgereift sind, dass sie fast wie von selbst zur Massenware werden, dazu Menschen, die finanziell so abgesichert sind, dass sie sie sich leisten können, dass diese Dinge gleichzeitig so handlich und anerkannt sind, dass sie nicht stören, oder sagen wir lieber so gut wie nicht, dass jeder sie ungefragt überallhin mitnehmen und abstellen kann, dass sie bezahlbar und in kürzester Zeit ohne großen Aufwand an der nächsten Ecke und innerhalb kürzester Zeit dem Eigentum hinzufügbar sind, einem direkt Nutzen bringen, nicht unendlich hohe Kosten verursachen.

Als Beispiel zum Auto nehme man ein Windrad oder eine Solaranlage, bei beidem ist das nicht der Fall, und jetzt wird deutlich, worauf ich hinaus will.

Ähnlich wie bei der Energiewende war es mit dem Auto, das auch fast ein Jahrhundert benötigte, um überhaupt gesellschaftlich sich durchsetzen zu können und seinen Siegeszug antreten zu können, den es in Europa vielleicht nie so schnell gemacht hätte, hätten nicht zwei Weltkriege ihm dazu verholfen, denn genau das war es, was seine Entwicklung weltweit vorantrieb, rasant seine Entwicklung förderte, das sie nach dem Krieg quasi plötzlich serienreif und in Massen produzierbar machte.

Denken sie einmal darüber nach, wodurch ein gewisser Herr überhaupt so schnell kriegerische Erfolge verzeichnen konnte. Ein weiteres Produkt, dass dadurch für alle von uns erst wirklich massentauglich und billig wurde, war das Flugzeug. Beide Dinge aber konnten sich nur so rasant entwickeln, weil Militärs sie unter denkbar günstigsten Voraussetzungen sie gemeinsam mit der Privatwirtschaft entwickelten, niemand war gezwungen, sie zu kaufen, irgendwann war es eben so günstig, dass diese Dinge sich jeder anschaffen wollte, Profiteure waren die, die sie quasi unwillentlich mitentwickelt hatten, nicht ahnend, wozu sie einmal werden würden, zu einem Alltagsgegenstand, der wirtschaftlich heute eine überragende Rolle spielt.

Deutschland verpennt ständig die eigene Zukunft

Nach den Kriegen hatte Europa und besonders sich die Deutschen sich über viele Dekaden dem Freiden verpflichtet, und so ist es kein Wunder, dass unsere heutigen Politiker zum Beispiel die Entwicklung des für moderne Kriege so wichtigen Internets völlig verkannten, sich dafür kaum interessierten und von der Kriegsführung der USA, von dem, was damit möglich ist, völlig verschliefen, gleichzeitig verpennte man, auch wieder in Deutschland die dort entstehende Entwicklung eines völlig neuen, wirtschaftlich sehr interessanten Marktes. Und plötzlich wachte man auf und erkannte, Drohnen wurden plötzlich alltagstauglich, selbst ein x-jähriger großväterlicher, behäbiger Elefant wie die Post, will solche Flugobjekte plötzlich zur Auslieferung nutzen. Komplette Wirtschaftszweige hatten sich völlig verselbstständigt, aber wie gesagt, die eigene politische Richtung, auch die Europas hieß nie endender Frieden.

Und dann kommt plötzlich ein Thema, von dem es niemand erwartet hätte aufs politische Parkett, die Energiewende, weg vom Gas und Öl, hin zu Wind und Sonne. Und Amerika entdeckt die eigene Abhängigkeit und Gefahr alter Energieformen, wie der Atomkraft, so wie Angela Merkel diese auch erkannt hat. Ausschlaggebend war dazu nicht alleine ein Supergau, hinzu kam ein Terroranschlag, der von 9/11.

Und ja, aus dieser Sicht und weil alte Energieformen eben doch irgendwann versiegen werden, weil da Kriege herrschen, woher sie kommen, ist der Schritt zu erneuerbaren Formen natürlich richtig, auch deshalb, weil eben Angriffe auf Atomkraftwerke sehr viele Menschenleben kosten können.

Der Nachteil bei der Umsetzung der Energiewende hingegen für die deutsche Politik ist jedoch der, kein Militär ist an der Entwicklung wirklich beteiligt, es gibt keinen Krieg, keine echte Notwendigkeit auf andere Energieformen zu verzichten, eben weil es mitten in Europa in der letzten Zeit keinen Supergau gegeben hat, weil es genügend Ölzulieferer und Gaslieferanten gibt, und mit dem Klimawandel oder gar einem eventuellen Krieg argumentieren zu müssen, das ist beinahe so, als müsste man bibeltreue Christen von der Evolution überzeugen. Und so haben auch private Investoren, Altlieferanten ohnehin nicht, das Militär schon gleich gar nicht, ein Interesse, massiv dabei mitzuwirken, sehen keinen Sinn, ihre Prioritäten auf erneuerbare Energien umzustellen, die dafür vorhandene Infrastruktur zu schaffen, sukzessive Windrad und Solaranlage gegen Atomkraftwerk auszuwechseln.

Und jetzt versuchen sie doch einmal den Wähler oder Bürger dazu zu bewegen das zu finanzieren unter quasi völliger Entlastung gewisser Energiekonzerne und der von Energie abhängenden Industrie.

Ohne Kriege passierten viele wichtige Entwicklungen nicht

Ohne diesen, jene, die ihn auslösten und durch ihre Produkte, und den anschließenden Wiederaufbau hätte es den Mythos „Made in Germany“ gar nicht erst gegeben, er sich nicht so lange halten können, hätten wir vermutlich selbst das Auto verschlafen. Und dennoch nutzen wir ihn kaum, und darauf ruhen wir uns bis heute aus..

Es fehlt eben, um es zynisch zu sagen, ein europäischer Krieg zur Erzeugung von Akzeptanz der Energiewende, um es einmal sehr krass zu überzeichnen, es fehlt eben das Frieren dadurch, dass Öl und Gaslieferungen komplett bei gleichzeitigem Supergau und Verstrahlung vieler Menschen, um alleine nur in Deutschland, ganz abgesehen von Europa, um die Energiewende so offensichtlich als unabdingbar darstellen zu können, dass sie kostengünstig und schnell umsetzbar, schnell nutzbar und profitabel für alle zum Massenware werden würde, wie es bereits mit dem Auto geschah, wie es dem kriegsmüden Amerika durch das Internet und seine Drohnentechnik gelang, Europa und den Rest der Welt mit Entwicklungen zu überrollen, die wir alle nutzen, und die jeden von uns per Nebenwirkung, die Überwachung heißt, bedrohen.

Und weil es eben diesen Krieg nicht gibt, muss man den Menschen Deutschlands und Europas eben mühsam erklären, wozu all das irgendwann dient, geht die Entwicklung im Schneckentempo, ziehen die anderen Europäer nicht mit, lächeln müde und bemitleiden uns. Und dadurch geht all das nicht schnell genug, weil Staaten wie China und plötzlich die USA die Möglichkeiten erkannt haben und eben aus unserer Sicht das undemokratisch schnell und rasant weiterentwickeln, was wir ursprünglich angedacht und entwickelt haben. Und hier reibt man sich die Augen, warum wir unser Wissen nicht selber nutzen, deshalb nämlich, weil wir es für zu teuer hielten, was von da rasant als Massenprodukt zu uns zurück kommt.

Sehr viel länger aber sollten wir uns so nicht verhalten, so nämlich kassieren andere das Wachstum, das wir selber verhindern. Denn viel von dem, was wir einst nicht wollten und was wir oft viel zu spät erst durch eigene Sturheit und Blindheit als sinnvoll erkennen, haben einige unserer Zeitgenossen hier nicht umsetzen können, weil wir es nicht wollten, weil unsere Banken es deshalb nicht finanzierten, weil es politisch nicht als förderungswürdig anerkannt wurde. Und somit sind wir alle daran beteiligt, wenn bei uns die Wirtschaft nicht so wächst, wie sie es eigentlich könnte. Oder sagen wir es ruhig so, wir sind einfach oft viel zu konservativ und ruhen uns eben gerne noch immer auf den längst verhallten drei Worten: „Made in Germany“ aus.

Lasst Energieerzeuger Pleite gehen, aber belohnt sie nicht!

Sie nämlich sind nicht systemrelevant, genug Energie liefern derweil andere, aber sie sind die Preistreiber bei der Energiewende!

Selbst der größte Getränkehersteller setzt derweil auf verschiedene Produkte, das machen Hersteller von Zucker und Salz, erfinden sich ständig neu. Alleine gewisse Energielieferanten schaffen das nur indem es ihnen der Abnehmer finanziert, man ihnen es aufzwingt. Sorry, aber wer kein unternehmerisches Risiko tragen kann, wer Dinosaurier sein will, der hat am Markt nichts verloren und es ist ein Unding, das Risiko den Verbraucher tragen und finanzieren zu lassen! Wer nicht entwicklungsfähig ist, Zukunft verweigert, der soll Pleite gehen, nicht sich auskaufen und belohnen lassen!

©denise-a. langner-urso

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