Xavier und Herwart – Und THW, Feuerwehr und Bundeswehr nicht Hand in Hand?

 

Die Bundeswehr darf im Innern nicht eingesetzt werden, und ich frage mich, wie einfallslos ist das denn, wenn es zu Unwettern wie Xavier und Herwart kommt, und davon wird es mehr und schwerere Ereignisse geben, denn der Kimawandel bringt das mit sich, und das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche. Natürlich ist es gut da zu trennen, aber wenn es zu solchen flächendeckenden schweren Umweltereignissen wie zu Xavier und derzeit Herwart kommt, auch selten dämlich und ein Stück aus dem Tollhaus. Da bleibt tagelang ein ganzes Land im Ausnahmezustand, Bahnstrecken blockiert und es darf nicht geholfen werden, obwohl dort schweres Gerät und Personalkraft vorhanden ist!?

Mir unverständlich, und ich frage mich jedes Mal wieder, wie einfallslos sind unsere Verantwortlichen eigentlich. Es soll ja schließlich auch Arbeitnehmer geben, die trotz so einer Lage schneller von A nach B kommen müssen als derzeit nach Großereignissen möglich.

Nein, auch ich will ansonsten keine Bundeswehrsoldaten durch die Landschaft marschieren sehen, frage mich aber doch, warum niemand auf die Idee kommt zu sagen, jeder Beschäftigte der Bundeswehr, sofern geeignet, erhält gleichzeitig auch eine Ausbildung von der Feuerwehr oder dem THW und wird dort eingetragen, um in so einem Notfall und in den Tagen danach einsatzbereit für den entsprechenden Dienst und Hilfeleistung vor Ort zu sein.

Kommt es dann zu einer Unwetterlage wie jetzt gerade wieder, dann erfolgt unbürokratisch vom entsprechenden Dienst ein Anruf bei der Bundeswehr und die ausgebildeten Helfer schlüpfen schlicht in die andere Uniform vor Ort. Niemand erkennt dann, wer da am Helfen und Unterstützen ist, und darüber haben alle Seiten schlichtweg zu schweigen.

Aber nein, dieses Land geht an seiner Bürokratie, am Gesetzestext vor die Hunde, nicht nur übrigens, wenn es um solche Themen geht, da wird genau darauf geachtet, dass bis auf das I-Tüpfelchen zu gelten hat: Kein Einsatz der Bundeswehr im Innern. Und aus meiner Sicht hätte das damit rein gar nichts zu tun, anderweitig schert man sich ja oft auch nicht um I-Punkte sondern macht Vorschriften zu Gummiparagraphen.

Ich würde ja vielleicht doch einmal überlegen, ob dieses Land nicht langsam doch seine Behäbigkeit zum Wohle der Bevölkerung hier und da etwas aufgeben könnte und endlich auch einmal etwas einfallsreicher sein könnte, und sei es nur hinter vorgehaltener Hand und verschlossenen Türen. Ob das dann tatsächlich ein verbotener Bundeswehreinsatz im Innern wäre, darüber darf man dann auch gerne im Bundestag streiten. Für mich wäre es das nämlich nicht.

Aber gut, verschieben wir das halt auf den Sanktnimmerleinstag und lassen die Arbeitnehmer, derweil wie über Mobilität streiten am Bahnhof ein paar Tage auf Anschlusszüge oder überhaupt warten, die Arbeitgeber lassen sich das ja offensichtlich gerne gefallen …

Muss ich mich jetzt eigentlich wegducken, oder gibt es noch ein paar mehr Zeitgenossen, die vielleicht denken wie ich? Und ich denke, noch wird ja sondiert, man könnte vielleicht auch ganz nebenbei ja über so eine Möglichkeit auch einmal reden, oder?

©denise-a. langner-urso

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