Zypern – perfektes EU Finanzdeasaster

©Gerd Altmann  / pixelio.de

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Man hat also mit Zypern in der Nacht eine Einigung getroffen und damit auch all jene, die eben ihr Kapital nicht mehr in den letzten Tagen aus Zypern abziehen konnten, denn dass es geschah, das dürfte sicher sein und wurde ja auch so gemeldet. Jene also, die dort wirklich größere Summen an Schwarzgeld gelagert hatten, dürften ungeschoren geblieben sein, das Kapital ist weg.

Wen aber trifft man denn jetzt eventuell, wenn jetzt bei der Laiki-Bank jede Summe über 100.000 Euro zu 100% verloren ist? Nun, zum Beispiel jene Unternehmen, die dort Firmenkonten hatten, die geplant hatten, mit der dort wartenden Summe etwa einen LKW zu erwerben. Unternehmen, die eigentlich zum Mittelstand gehören, der die Säule eines jeden Staates bildet. Bingo, Volltreffer, versenkt, kann man dazu nur sagen.

Man darf gespannt sein, wie Unternehmen in Spanien oder Griechenland, Portugal, darauf morgen reagieren, denn über 100.000 Euro ist nirgendwo in der EU kein Geld mehr sicher, selbst, wenn es Unternehmen sind, die dort das notwendige Geld angelegt haben, mit dem sie Rechnungen und andere Dinge bezahlen müssen.

Das also sind jetzt die Gutbetuchten, wie man sie nennt. Menschen, die irgendwo Schwarzgeld in solcher Höhe auf einem Konto bunkern, wird es wohl eher wenige geben, solche Anleger sortieren meist um in Aktien, und diese liegen dann eben nicht auf dem Konto. Auch, wie die Börsen darauf reagieren, darf man gespannt sein.

Die Kunden der Bank of Cyprus haben dagegen fast schon Glück, stiehlt man ihnen doch nur maue 40% ihres Kapitals, was für eventuell dort veranlagte Unternehmer gleich tödlich sein dürfte. Na, da werden sich einige heute Morgen verwundert bis wütend die Augen reiben, sofern sie die Verhandlungen mit der EU nicht in der Nacht verfolgt haben.

Heute also dürfte das eine oder andere Unternehmen in Zypern vor der Totalpleite stehen, weil es Verbindlichkeiten nicht mehr bedienen kann, heute dürften so einige Menschen in die Arbeitslosigkeit entlassen werden. Guten Morgen, Zypern, hoffentlich wisst ihr, wem ihr das zu verdanken habt. Das nämlich trifft dann eben doch wieder all jene, die ungeschoren davon kamen in dieser Nacht, den Arbeitnehmer mit einem Vermögen von ein paar tausend Euro. Der bezahlt dafür mit seinem Job. Ganz toll gelöst! Macht nur immer so weiter, die Menschen lieben den Saftladen ja noch immer, und ein Saftladen ist der Verein, denn er presst aus den Bürgern das letzte Bisschen Würde, mit dem Kapital.

Wirtschaftsfreundlich kann man so ein Vorgehen nicht mehr nennen, und man fragt sich, was der Mittelstand in der EU noch wert ist, wenn man ihn gegebenenfalls so eiskalt enteignet, wie jetzt in Zypern. Wer investiert jetzt eigentlich noch, parkt das notwendige Geld auf einer Bank als Unternehmer, egal wo in der EU? Heute trifft es Zypern und all jene, die als Unternehmen ihr Geld bei der falschen Bank hatten, wen wohl am nächsten Tag? Da sind Dämme und Vertrauen gebrochen worden in einer Nacht.

Und wenn dort ein Sparer aus Großbritannien sein Geld hatte, der dort seit Dekaden lebt und arbeitet, für den Ruhestand gespart hat? Futsch in einer Nacht. Die Briten werden begeistert sein.

Irgendwie hat man das Gefühl, dass wer jetzt noch hier Mitglied werden will, gar nicht sauber sein kann. Nun gut, man nimmt ja hier jeden auf, der einem gefällt, da wird schon einmal geschönt und getrickst, was das Zeug hält, das sollte allen klar sein, die bereits die Mitgliedschaft haben, denn man will ja auf Biegen und Brechen noch immer erweitern.

Die, die aber ehrlich sind, saubere Bilanzen und eine gute Wirtschaftskraft haben, wie Polen etwa, sollten sehr genau hinsehen, was hier gerade geschieht, denn nach Aufnahme machen sie sich mitverantwortlich für solches Vorgehen, und wer will das schon, wenn er ehrlich ist. dann ist der Ruf mit ruiniert. Wer ehrlich ist, der bleibt besser weg und zieht seinen Aufnahmeantrag schnellstens zurück. Und ohne seine Bürger zu fragen, sollte niemand sich aufnehmen lassen, denn er macht sie zu Zwangsbürgen für Banken, die sie vielleicht noch nicht einmal kennen.

Die EU muss verrückt geworden sein, anders kann man das wirklich nicht mehr nennen. Ein Tollhaus ist das, und das ist noch eine harmlose Bezeichnung, für das, was jetzt geschieht …

©denise-a. langner-urso

 

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