„Globalisierungskrankheit“: ADHS – als Massendiagnose?

©Alexandra H. / pixelio.de

Immer häufiger wird bei Kindern ADHS diagnostiziert, immer öfter werden Kinder anschließend mit Medikamenten ruhig gestellt, damit sie ihre Umgebung nicht stören. Meist sind es Lehrer, die den Eltern einen Arztbesuch empfehlen, wenn die Kleinen sich in der Klasse auffällig benehmen, so zu Störern werden.

Aber sind diese Kinder wirklich alle so krank, wie Lehrer, Ärzte und die Pharmaindustrie sie gerne sehen wollen? Oder könnte es nicht doch auch so sein, dass solche Störenfriede viel eher schon unter dem leiden, was man bei Erwachsenen so häufig diagnostiziert, nämlich das Burnout-Syndrom?

Kindliches Burnout, weil man bereits die Jüngsten entweder unter zu großen Leistungsdruck setzt oder, weil wir in einer immer kälteren Gesellschaft leben, in der das Kind zum Statussymbol wird, gar zur Last, wenn beide Eltern geben nur das Notwendige zum Leben für sich erarbeiten können, mit vielen Minijobs ihnen die Zeit für den Nachwuchs dadurch fehlt, es unter dieser Nichtbeachtung, sei sie auch ungewollt, massiv leidet.

Hinzu kommt eine immer kinderfeindlichere Umgebung, in der das Kind nicht Kind sein kann und darf, wo es seine Erfahrungen nicht selbst machen und sich nicht bewegen kann. Jetzt komme niemand mit dem Argument Sportverein daher, denn diese kosten Geld, das viele Eltern nicht erübrigen können, und natürlich auch Zeit.

Das Kind also leidet unter ADHS, es ist in der Schule auffällig geworden. Sollte man aber diese Diagnose nicht der Gesellschaft stellen, in der das Kind aufwachsen muss? Ist wirklich das Kind krank, oder suchen wir für den Schaden, den es durch die Gesellschaft erfährt, nicht viel mehr einen Schuldigen, weil Eltern und Schule eigenes Versagen nicht zugeben wollen?

Und ist es nicht merkwürdig, dass viele dieser Kinder hochintelligent sind, das aber selbst Lehrern völlig entgeht? Werden nicht viele Kinder nur deshalb krank gemacht, weil man ihnen nicht jene Aufmerksamkeit zubilligt, die sie erwarten dürfen?

Natürlich gibt es ADHS als Krankheitsbild, aber welcher Arzt ist darauf so gut geschult, dass es es auch sicher diagnostizieren kann, und welcher Arzt gibt gerne zu, es nicht zu können?

Sobald ein Kind also angeblich von dieser Krankheit betroffen sein soll, weil die Schule dieser Meinung ist, lohnt es sich, nicht gleich den eigenen Kinderarzt aufzusuchen, sondern sich die Zeit zu nehmen, vielleicht sich vorab mit ADHS Deutschland e.V. BundesgeschäftsstellePostfach 410724, 12117 Berlin in Verbindung zu setzen, für weitere Informationen. Denn ADHS ist schnell diagnostiziert, wenn der Arzt wenig Erfahrung damit hat, das Kind abgestempelt. Oft aber handelt es sich um Probleme, die mit der Krankheit eigentlich nicht viel zu tun haben, denn wie gesagt, oft werden Hochbegabte auffällig und sind eigentlich nur unterfordert, stören deshalb ihre Umgebung.

Wenn man dann Hilfe zur Seite gestellt bekommt, sollte man auch darauf achten, ob es denn wirklich immer gleich eine chemische Keule sein muss, oder ob nicht doch eine natürliche Zugabe von Omega-3 Fettsäuren hilft, denn ADHS und Omega-3 sollen in Zusammenhang miteinander stehen und weitere Informationen dazu finden sich im Internet viele.

 

©denise-a. langner-urso

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