Ägypten – Wenn der Tourismus wegbricht, leiden Menschen

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Die halbe Welt ist derzeit aus den Fugen und unter Kultur- und Weltreligionskriegen leiden die Menschen, speziell jene, die vom Tourismus leben.

Aber seien wir doch einmal ehrlich, würden wir plötzlich nicht nach Paris reisen, weil sich Frankreich im Krieg mit Mali befindet und weil ein paar durchgeknallte Islamisten nun gegen Frankreich Drohungen ausgesprochen haben?

Natürlich reisen wir nach Franksreich, nach wie vor. Und so sollte man es übrigens auch mit Ägypten halten, denn in diesem Land leiden die Menschen derzeit besonders, weil Touristen weg bleiben. Liegt aber für dort eine Reisewarnung vor?

Muss man denn unbedingt die Hauptstadt besuchen, wo Unruhe herrscht? Gewiss nicht, Ägypten ist groß und wenn Touristenzahlen sinken, dann wirkt sich das auch auf die Preise aus.

Etwas anderes sollte man vielleicht im Hinterkopf haben, wenn man bis jetzt seinen Urlaub noch nicht gebucht hat, nämlich dass man in solchen Momenten sicherlich besonders gut umsorgt wird, dass man mehr Ruhe findet, dass touristische Stätten weniger überlaufen sind als sonst, dass dadurch also vermutlich auch die Preise im Land selbser günstiger sind als in normalen Zeiten.

Und was sollte man sonst vielleicht bedenken? Nun, gegen Touristen, die Ägypten bereisen wollen, gibt es keine terroristischen Drohungen, wie gegen Frankreich. Man hilft den Ägyptern auch über Freundlichkeit, über kleine Zeichen, über die Devisen, die man dort hinterlässt. Vielleicht mehr sogar, als wenn die Ägypter selbst protestieren, denn Geld war schon immer eine starke Waffe.

Wenn Sie also noch keine Pläne haben, denken Sie auch an die Menschen, denen Sie durch ihren Urlaub den Job erhalten, der es ihnen ermöglicht, ihre Familien zu ernähren. Ägypten mag aus unserer Sicht ja nicht das sicherste Reiseland sein, das unsicherste ist es aber auch nicht. Und wer nicht am Flughafen Kairo landen mag, der hat ja viele andere Möglichkeiten.

Und die Pyramiden sollte man denn doch einmal gesehen haben, falls irgendwann sich aus unnachvollziehbaren Gründen sich Chaoten bevollmächtigt sehen sollten, sie doch noch mit merkwürdigsten Begründungen zu zerstören, womit sie dem Land ihre Geschichte nehmen, denn selbst Religionsväter sind ja nun einmal nicht vom Himmel gefallen sondern haben sich eben aus überlieferter Kultur und ihrer Weiterentwicklung heraus entwickelt.

Solange also keine akute Reisewarnung vorliegt, sollte man zumindest über einen Urlaub in diesem Staat nachdenken, in dem es die ganz normalen Menschen derzeit ohnehin schon schwer genug haben. Manchmal ist etwas Vernunft statt Panik vielleicht gar nicht so ein schlechter Ratgeber …

©denise-a. langner-urso