Apps für Spritpreise und Suchseiten müssen vom Bundeskartellamt genehmigt sein

Wenn sie sicher gehen wollen, dass sie tatsächlich das in ihrer Umgebung billigste Benzin tanken. Und es gibt ja für so gut wie alles heute Apps, mache verbreiten eher Spam, zocken ab, verbreiten Viren. Aber, das dürfte inzwischen hinreichend bekannt sein, hatte doch WhatsApp, besser der Missbrauch damit, weil man eben nicht unterscheiden konnte, ob das eben die echte App war, immer wieder schwerste Probleme, übrigens auch mit Sicherheitslücken.

Der Spiegel hat ja erst im Juli darüber berichtet. Und wenn ihnen das damals entgangen sein sollte, schließlich war ja zu der Zeit schon Urlaubszeit, dann bitte finden sie den Artikel dazu noch einmal hier. Der Zwilling führte direkt zu Spammails, die einen einluden einem Link zu folgen, weil man angeblich eine Nachricht erhalten hatte, die per WhatsApp angeblich nicht hatte zugestellt werden können, und wer dem Link folgte, der landete auf einer Dating-Seite, und jugendfrei war diese gewiss nicht.

Woher aber weiß ich, wie kann ich als ganz normaler Bürger, der gerne so eine Möglichkeit nutzt, wie eine App, die verspricht, mir den in meiner Umgebung niedrigsten Preis zu nennen, und nur diesen, erkennen, ob die App wirklich das hält, was sie verspricht?

Ein Beispiel: Ihr Handy zeigt ihnen zum Beispiel eine App an, oder sie haben den Begriff gegooglet, weil sie das von daheim machen und nicht über ihr Smartphone, die nennt sich clever tanken oder ähnlich, weil sie über diesen Begriff versuchten, ein entsprechendes Angebot zu finden, es einfach ausprobieren wollten, wovon die Freunde beim Grillabend sprachen, haben aber vergessen, wie das hieß. Naja, mit Vergesslichkeit will man ab einem gewissen Alter nicht in Verbindung gebracht werden, und so muss man sich was einfallen lassen, wenn man nicht nachfragen möchte, wie das sich nannte, worüber da gesprochen wurde.

Und ich habe mir einmal die Mühe gemacht, wie man es tun würde, mir Begriffe ausgedacht, die mir helfen könnten. Hatte ja was mit bestem Preis beim Tanken zu tun und ob so eine App vielleicht sogar unter meinem Suchbegriff existiert, also probiere ich es mit: fix tanken, weil das eventuell das sein könnte, woran ich mich noch erinnere und lande weil ich auch so clever tanken möchte, wie sich das anhörte, tatsächlich auf einer Seite, die sagt, man fände hier die nächste billige Zapfsäule. Siehe da, so eine Webseite gibt es tatsächlich im Internet, was, das sage ich auch, natürlich Voraussetzung ist, wenn man eine App oder so eine Suchmöglichkeit anbieten will. Auf dem Computer daheim lande ich also nun auf tankfix.

Und jetzt?

Sodele, nun habe ich zwei Begriffe. Ja, das mag ja nun für einige Menschen schon wieder kompliziert ausschauen, denn natürlich sagt mir das noch immer nicht viel. Gut, ich muss jetzt keine Daten eingeben, was ich aber doch indirekt tue, denn zumindest muss irgendwie mein Standort ermittelt werden, soll mir geholfen werden.

Auf der Webseite kann ich nun also eingeben, wo mein Kfz genau steht, sprich Straße und Postleitzahl, was mir nicht einfällt, die Seite aber reagiert auch ohne Straße, die Postleitzahl genügt. Und ich kann dort jede beliebige Postleitzahl eingeben, die ich will. Schon mal ein halbwegs gutes Zeichen, denn weder mein Name noch andere Dinge werden erfragt, wie etwa e-mail oder gar Geburtsdaten. Würde das passieren, naja, wäre nicht, Mailadresse ist meist Spamrattenschwanz! …

So, das ist der umständliche Weg, und jetzt, um ganz sicher zu gehen, braucht es Schritt 3: Das Bundeskartellamt. Dort sind nämlich alle Anbieter in einer Liste zusammengefasst, die mich und sie als Verbraucher informieren dürfen. Und steht entweder das Portal dort nicht unter der Verlinkung/dem Link als entweder Anschrift oder als Name, so hat ihre Suche sie auf eine Fakeseite geführt, und schon das kann gefährlich sein! Wer also ganz sicher sein will, der beginnt seine Suche beim Bundeskartellamt. Und entdecken sie irgendwo eine Handyapp, die ihnen günstige Tankmöglichkeiten suchen möchte, so haben wir gelernt: Namen notieren und ab wohin? Zum Bundeskartellamt, wo ich festgestellt habe, auch meine ausgedachte Suchkombi genehmigt ist. Zufall, gut so, auf sicherer Seite gelandet, Glück gehabt, und halbwegs erkennbar daran, dass ich keine irgendwie persönlichen Daten eingeben sollte! Und sonst hätte auch da gegolten, nichts wie weg da. Sicher ist sicher!

Und denen mit IP- Auslese-HerzKoller sei gesagt:

Liebe Leute, ich schreibe für ganz normale Menschen, nicht jeder kennt ixquick oder könnte Tor (schon wieder Luftschnapperei zu hören) installieren oder nutzen. Also bis es soweit ist, dass das als Standard angesehen wird, lasse ich eben googlen. Und wieso ich mir noch auf der ersten Landingpage so sicher war, dass diese in Ordnung wäre? Unter der Suche nach Postleitzahlen ist eine direkte Verlinkung zum Bundeskartellamt. Und wie ich selber im ersten Schritt für diesen Artikel vorging,tja, das bleibt mein Geheimnis, es muss nur irgendwie in der Beschreibung dann auch für den Durchschnittssucher anders anwendbar sein, wenn ich darüber schreibe.

denise-a. langner-urso

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