Berlin ist mehr als Friedrichshain-Kreuzberg!

Es reicht. Für die rot-rot-grünen Senat scheint außer Friedrichshain-Kreuzberg nichts zu interessieren, es sei denn, es geht darum, Steuern einzutreiben, allenfalls in dem Bereich spielen die anderen Bezirke kaum noch eine Rolle. Selbst ob es dort noch Polizeidienststellen gibt, ist dem Senat egal, teilweise dauert es dort zwischen 20 und 30 Minuten, bis Einsatzfahrzeuge im Notfall vor Ort anrücken.

Der Berlkönig? Wurde nie in den Außenbezirken getestet, macht aber nichts, die Hauptwählerklientel von rot-rot-grün wohnt dort ohnehin eher nicht, warum also für alle Wähler etwas tun, sie gleich behandeln, wie die Klientel, die bei Wahlen die meisten Wählerstimmen bringt. Das Auto aber, das dürfen irgendwann auch die stehen lassen, die man geflissentlich ignoriert, sollen sie doch sehen, wie sie mobil bleiben. Andere Fahrdienste sind auch in Außenbezirken nicht vorhanden, ich verweise hier einmal auf den Einzugsbereich nur von Clevershuttle-Aussenbezirke gibt es für diesen Dienst auch nicht.

Unternehmen aber sollten in der Lage sein, auch Verlustgebiete durch attraktive Gegenden ausgleichen und bedienen zu können, sonst braucht es sie nicht, und Berlin ist eben am Ende mehr als nur das Regierungsviertel oder eben Friedrichshain-Kreuzberg. Wie so die Verkehrswende von Berlin gelingen soll, ist mir ein Rätsel, denn genau da, wo Transport von der Innenstadt in die Außenbezirke und umgekehrt am nötigsten wäre, wenn es darum geht, dass Menschen auf ihre Autos verzichten sollen, wird nichts von dem geprüft, was dazu überhaupt notwendig wäre.

Der Senat hat längst den Überblick über die ganze Stadt verloren, ja selbst über die für ihn wichtigsten Wahlgebiete, macht in Klein-Klein und Politik für sehr wenige Mitbürger, und wie man an den Müllbergen in Friedrichshain-Kreuzberg sieht, am aufwachsenden Drogenhandel und bei vielem anderen, selbst da nicht einmal mehr für die Vielen sondern für Wenige.

Glaskontainer? Auch die werden immer weniger, ebenso schaut es in vielen Außenbezirken bei Pappe und Papier aus, und wenn es darum geht, an gelbe Säcke zu gelangen, so bekommt man die je nach Bezirk entweder in so gut wie jedem Geschäft, bei allen großen Handelsmarken, oder eben in anderen Bezirken so gut wie überhaupt nicht, oder die Ausgabestellen sind derart weit weg und haben Öffnungszeiten jenseits von gut und böse.

Überhaupt hört man in den letzten Tagen ununterbrochen, wofür Berlin kein Geld habe, und man wundert sich, wie das denn gehen kann, wenn man auf der anderen Seite hier doch ununterbrochen dazu in der Lage ist, vermietete Wohnungen aufzukaufen. Wenn man sich damit übernommen hat, und für andere Aufgaben am Ende kein Geld mehr vorhanden zu sein scheint, dann kann in dieser Stadt etwas ganz und gar nicht stimmen.

Wenn jemand wissen will, wie man sich so als Hauptstädter fühlt, der nicht gerade in Friedrichshain-Kreuzberg lebt oder jemals würde leben wollen? Ganz ehrlich, das wollt ihr wissen? vernachlässigt wie auf abgelegensten Dörfern, und selbst dort funktioniert teilweise so einiges besser, jedenfalls mein Eindruck. In den Außenbezirken wird Geld verdient, dahin wollen ebenfalls viele Touristen, da wird ebenso gearbeitet wie im Rest der Hauptstadt und trotzdem ist dem Senat das offenbar vollkommen egal, wenn das Geld nicht reicht, um Kreuzberger-Friedrichshainer zu beglücken, dann kann man ja dort, wo ohnehin die eigene Wählerklientel nicht lebt, die Grundsteuern und Co erhöhen, dafür sind Bewohner allenfalls etwas wert.

Eine Regierung hat aber für alle Menschen einer Stadt zu handeln, und das ist seit rot-rot-grün in Berlin schon lange nicht mehr der Fall. Es reicht.

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