Bundestag und Bundesregierung verlieren die Fassung, kündigen Verizon

Ja isses denn zu fassen? Wo doch unseren Bundestagspräsidenten Überwachung nicht aus der Fassung bringen kann? Der freimütig agiert nach dem Motto: Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern …

Donner und Doria, erst gaaanz langsam und jetzt plötzlich mit nem gewaltigen Ruck. Man ist das schnell gegangen,fast überschlagen hat man sich, weil man ja seit Juni 2013 wissen konnte, was Verizon so alles mit fremden Daten treibt, gezwungen von der US Regierung. …

Ne, an unseren Daten, speziell an den Daten unserer Abgeordneten und der Kanzlerin, daran wollen wir gefälligst selber verdienen, also nichts wie hin zur Telekom.

Und, man höre und staune, Bundestag und Bundesregierung, wobei ja beides wegen der Mehrheitsverhältnisse eigentlich dasselbe sind, sind sich sogar einig.

Und man darf dennoch bezweifeln, dass die Bundesregierung das nicht getan hat, weil sie sich irgendwie abgehört oder gar betroffen fühlte, man darf getrost behaupten, dort habe man sich viel eher getrieben gefühlt von einem gewissen Zeitgeist, den Medien, der eigenen Wählerschaft.

Man tut ja schließlich sonst nicht viel, wenn es um Überwachung durch den großen Bruder geht, schon gar nicht offiziell anprangern, laut ansprechen.

Dass dazu allerdings man sich sogar endlich einmal über sämtliche Parteigrenzen hinweg einig ist und in wenigstens diesem Fall mal nicht gegen etwas stimmt, weil man eben in der Regierung oder Opposition sitzt, dass man nicht generell Neinsager ist, das kommt hier gut an.

Man wünschte sich, gemeinsam könnten alle Parteien ohne Vorbehalte auch so konsequent handeln, wenn es um Nachteile betreffs des TTIP für die deutsche Wirtschaft und Europa geht, denn auch dort ist gemeinsames Handeln dringend notwendig. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

©denise-a. langner-urso

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