EFSF – und verschuldete Bürgen, was Opposition und Regierung verschweigen

Der Rettungsschirm ist seitens Merkel und der Opposition aus SPD und Grünen so gut wie beschlossen. 780 Milliarden Euro schwer wird er sein, die Staaten werden zur Zwangshaftung verdonnert, werden zu Bürgen, EU weit.

Was aber passiert wirklich, sollte der „Bündnisfall“ eintreten? Das nämlich verschweigen Regierung und Opposition in trauter Einigkeit. Und man belügt den deutschen Steuerzahler, besonders über das, was eintritt, wenn diese Bürgschaft plötzlich fällig wird, bzw. muss das notwendige Kapital ja im Zweifelsfalle sofort abrufbar sein.

Spaniens Anteil am Rettungsschirm beträgt 185,5 Milliarden Euro. Geniale Rücklage, und was halten spanische Steuerzahler davon, die dafür mit massiven sozialen Lasten schon jetzt bluten? Ob die spanische Regierung solche Rücklagen hat? Ob sie ihren Steuerzahlern ehrlich sagt, was sie hat und nicht der Infrastruktur zukommen, den Rentnern, den Arbeitslosen ect beschneidet?

Ein hochverschuldeter Staat muss also bei einer Jugendarbeitslosigkeit von derzeit 40% und jetzt schon massiven Einschnitten diese Summe zurückhalten. Naja, die Spanier sind ja als Nichtprotestierer bekannt, mit ihnen kann man das ja machen, nicht wahr, Frau Merkel? Die Spanier werden sich das einfach gefallen lassen, sie werden dann gerne massive Einschnitte bei sich vornehmen lassen.

Italien ist mit 138,3 Milliarden beteiligt am Segen , der den Euro erhalten soll. Genial, die Italiener sind ja jene, die derzeit keine Schulden haben, nicht wahr, Frau Merkel, Herr Sarkozy, liebe deutsche Opposition. Die Italiener haben das locker in der Portokasse und enthalten es den Steuerzahlern und der Schuldentilgung vor.

Griechenland ist mit 21,9 Milliarden dabei, was Peanuts sind, und da vermutlich die Griechen jene sind, die den Schirm zuerst brauchen, werden also die griechischen Bürgschaften vorab aus fälligen Summen der nahen Zukunft nicht direkt an den griechischen Staat ausgezahlt, der die Mittel ja bräuchte, sondern vermutlich sicherheitshalber auf einem Sperrkonto zwischengeparkt, eingetrieben von allen anderen am EFSF beteiligten Mitgliedern, oder wie? Schließlich muss die Summe ja irgendwann fließen. …

Irland ist mit 12,4 Milliarden dabei, stimmt, die irische Wirtschaft erlebt ja derzeit geradezu eine wirtschaftliche Explosion. Wird also deren Bürgschaft fällig, die Iren schütteln das Geld nur so aus dem Ärmel über den Kanal.

Und jetzt einmal anders herum gefragt. Wer kommt auf eine solch idiotische Quadratur des Kreises? Ganz ehrlich, nur jemand, der eine DDR Vergangenheit hat, denn dort war der Staat ja auch nie pleite. …

Und zuletzt sei die Frage erlaubt, für wie dämlich man eigentlich die europäischen Steuerzahler hält und für wie belastbar. Was also wollen CDU, CSU, FDP, Die Grünen und die SPD uns hier eigentlich verkaufen?

©denise-a. langner-urso

 

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  3 comments for “EFSF – und verschuldete Bürgen, was Opposition und Regierung verschweigen

  1. Armin
    16. September 2011 at 00:16

    Das Geld kommt,fals der Fall eintreten sollte vom Steuerzahler,von wem sonst.Die Weichen wurden ja letztes/vorletztes Jahr schon gestellt: Mit Änderung der AGB für Banken(allgemeine Geschäftsbedingungen)!

    Heist, wenn dem Staat das Geld ausgeht,-ist das Privatvermögen des Bürgers dran!!

    schon mal das kleingedruckte gelesen bei den AGB:nicht akzeptieren ging nicht.

    und jetzt mal kurz Nachdenken

    Dämmerts?

  2. INeitzke
    14. September 2011 at 23:22

    Zur letzten Frage:

    Ich tippe auf Beibehaltung des Systems, welches allein dem Großkapital dient. Details auf Geldreform.de.

    Worauf tippen Sie?

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