Eltern sind Egoisten – und wer fragt die Kinder?

Wer fragt eigentlich Kinder, ob sie geboren werden wollen? Kinder werden einfach in diese kalte Welt gesetzt, ungefragt, ob sie überhaupt leben möchten, wo sie leben und geboren werden möchten.

Welche Eltern fragen eigentlich jemals ihre Kinder, ob sie geboren werden wollten, ob ihnen diese Welt gefällt, ihr Leben?

Aber müssten Menschen sich nicht diese Frage stellen, bevor sie ein Kind zum Leben zwangsverpflichten, bevor sie es in eine Umwelt hineinwerfen, die unfreundlicher nicht sein kann?

Es ist ja nicht so, dass diese neuen Menschen anschließend frei von Zwängen sind. Sie sind dazu verpflichtet, sich dem Willen jener für lange Zeit zu unterwerfen, anschließend einer Gesellschaft zu dienen, weil man dafür entsprechende Gesetze geschaffen hat, weil das eben so ist, dass man zu lernen, zu arbeiten, sich unter Umständen selber fortzupflanzen hat, ohne jemals über den Sinn nachzudenken.

Wo also liegt der Sinn darin, Familienpolitik zu machen? Weil eine Gesellschaft überaltert, weil man eine Absicherung benötigt, weil man Produktionsmittel benötigt oder Zahler in Rentenkassen ect., von denen andere und nicht sie selbst, allen voran der Staat etwas hat? Braucht man sie, weil man Organspender braucht, für jene, die sich ans Leben klammern?

Und wenn man den Neumenschen schon nicht fragt oder fragen kann, ob er denn geboren werden wollte, warum darf er dann sein Leben nicht zu jedem Zeitpunkt beenden, warum verlängert man dann Leben, ohne den zum Beispiel im Koma liegenden zu befragen, ob er wirklich wieder in die Gesellschaft zurückkehren will?

Menschen und speziell sind sehr egoistisch, und es ist an der Zeit, dass jeder Mensch sich genau überlegen sollte, wie sein Leben verlief, ob er damit rundum zufrieden ist, und ob er es reinen Gewissens verantworten kann, Kinder in ein Leben voller Ungewissheit zu setzen, ohne sie zu fragen.

Und noch eine Antwort sollte man sich geben, wieso um alles in der Welt erwartet man, dass das Kind so zu erziehen ist, dass es anschließend sich verpflichtet fühlt, sich im Alter um die Eltern zu kümmern? Kennen Sie irgendeine Spezies, die das tut?

Und wenn man Kinder hat, warum fragt man sie nicht ab und an, ob ihnen ihre Familie, die Lebensumstände gefallen, warum fragt man sie dann nicht, ob sie nicht vielleicht in einer anderen Familie oder Umgebung leben wollen, und wenn dem so ist, warum gibt es dann keine Instanz, die ihnen entsprechend ihren Vorstellungen neue Familien suchen muss?

Sie wünschen sich Kinder? Das ist doch egoistisch an sich, denn haben Sie sich gefragt, ob Kinder sich Sie auch als Eltern vorstellen können und aussuchen würden?

Eine Elternprobezeit muss her, von dafür ausgebildeten Fachleuten überprüft, die feststellen, ob jene Egoisten überhaupt dauerhaft Kinder beherbergen dürfen, wer Vater oder Mutter werden will, der muss vorab zumindest einige Zeit als Tagesmutter oder Tagesvater arbeiten, in einer Krippe, in einer Einrichtung für Jugendliche, die keine Eltern haben oder dort eben untergebracht wurden, weil die Eltern mit ihnen nicht klar kamen, und nach der Zeit muss man ihnen nochmals die Gewissensfrage stellen, ob sie wirklich noch Kinder in die Welt setzen wollen.

Ganz ehrlich, hat man je gefragt, ob sie hätten geboren werden wollen? Mich jedenfalls hat danach noch niemand gefragt, und meine Antwort wäre ein deutliches Nein

Menschen sind Egoisten, und Eltern sind die größten Egoisten überhaupt. Und jetzt darf gerne diskutiert werden …

©denise-a. langner-urso

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