EU: Brexit! Popcorn bitte – Britannien soll Steuerparadies werden!

 

Ein Steuerparadies für Unternehmen mit maximalem Zugang zum EU-Binnenmarkt Klasse, genialer Plan in all der Planlosigkeit. Davon, wo man dann auf der anderen Seite die Bürger belasten muss hingegen keine Rede. Da fragt man sich doch, ob Inselbewohner tatsächlich so blöd sind zu erkennen, dass da nur ein Schuss ins eigene britische Knie sein kann.

In Griechenland kann man ungefähr sehen, wie es dann innerhalb kurzer Zeit den Menschen geht, wenn es am Geld für soziale Aufgaben mangelt, macht offensichtlich aber nichts, wählt man halt im Königreich öfter wie derzeit in Spanien, denn innerhalb kürzester Zeit dürfte den Menschen dieses Modell eher weniger gefallen.

Und die EU ist derzeit hoffentlich teilweise aufgewacht, so dass man wird sich hüten wird, bei der Unruhe in so vielen Staaten derzeit einem Herrn Premierminister „Rosinenpicker“, dafür den Zugang zum Binnenmarkt zu gewähren, obwohl, wie Herr Schäuble das findet, das kann man erahnen, in gewissen Regierungshäusern bekommt man ja fast orgasmische Anwandlungen, wenn es um hohe Belastung der Bürger gegen niedrige Steuern für Großunternehmen und Banken geht, wie wir am Beispiel Griechenlands sehen können.

Kopf – Tisch Politik Deutschlands in Krisenzeiten

Und wenn man sich ansieht, dass Herrn Schäuble zum Brexit als erstes einfällt, man müsse die strengen Richtlinien für Rüstungsausfuhren senken, da man die EU Grenzen selber schützen muss, dann fällt einem auch kaum anderes ein als Kopf – Tisch.

Griechenlands Verschuldung hat nämlich auch viel mit teuren Waffensystemen zu tun, und wenn man ein Land in einer tiefen Wirtschaftskrise dann mit der Grenzsicherung und Flüchtlingen, die zuzüglich zu versorgen sind, derweil man eine Bevölkerung hat, die so gut wie keine medizinische Versorgung mehr bezahlen kann, alleine lässt, dann weiß ich auch nicht. Erst die eigene Wirtschaft mit Rüstungsgeschäften versorgen und dann auf Staaten einprügeln, die den Grenzschutz und Versorgung so vieler Flüchtlinge und deren Versorgung bieten, derweil man weiß, dass es dort so gut wie keine funktionierenden Behördensysteme, und schon gar keine gute und ausreichende moderne Infrastruktur gibt, und dann erwarten, dass man sich dafür nicht verschulden sollen, das ist die Forderung der Quadratur des Kreises, die gar nicht gut gehen kann. Macht aber nichts, merkt man ja erst später, wenn die Bevölkerungen aufwachen und sehen, welch mieses Spiel da die Staaten miteinander treiben.

Und ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die jungen Bürger der Insel ähnlich wie in den USA in Zukunft immer höhere Abgaben zahlen wollen, so dass man immer mehr für Bildung und Gesundheit aus eigener Tasche zahlen muss, denn genau darauf läuft der Plan Osborns ja hinaus. Nur dann hätte man diesen Plan auch vorher mit abstimmen lassen und es der Bevölkerung erklären müssen.

Demokratie ist keine Onlinepetition!

Es ist schon erstaunlich, dass in Zeiten, wo jeder ständig online ist und wo man sich rundum informieren kann, Menschen sich so sehr darauf verlassen, was ein paar Wahlkämpfer ihnen vorlügen, und dass man nicht zur Wahl geht, wenn es auf die eigene Zukunft ankommt. Demokratie findet eben nicht alleine dadurch statt, indem man online billiger einkauft, Reisen bucht oder irgendwelche Tarife wechselt. Man kann nicht online Demokratie kaufen, die erwählt man sich indem man den Hintern ins Wahllokal bewegt und die Onlineverbindung notfalls kappt, wenn man kein Handy, was es kaum gibt, hat. Demokratische Wahlen sind keine Onlinepetition. Auch das sollte in der Schule gelernt worden sein. Ach ja, die Bildung. Da gehören übrigens auch gleiche Standards her, wie in der Ausbildung. EU-weit. Ach, es ist zum Haare raufen! …

Obwohl, bei uns werden SPD Wähler ja auch nicht klug und lernen nicht hinzu, im Gegenteil, nach dem Hartz VI Modell, dass auf dem Mist der Partei gewachsen ist, fällt man erneut auf ein anderes versprechen rein, nämlich dass es anschließend bestimmt nicht erneut dieselbe Regierungscheffin gibt.

Eine andere EU will man angeblich?

Ja, eine andere EU will ich auch. Und zwar so, dass an jeden Standort jedes Unternehmen die selben Steuern zu zahlen hat, dass ein gewisser Herr Juncker sich eben kein eigenes Steuerparadies schaffen kann. Eine EU, in der für jeden überall einheitlich der selbe Steuersatz gilt, und wo für die selbe Arbeit der selbe Lohn gezahlt wird, eine EU, in der nicht Bauern eines Staates 90% ihres Einkommens aus EU Subventionen erwirtschaften dürfen. Eine EU in der gilt, wer als Unternehmen nicht wirtschaften und davon leben kann, der gehrt pleite, so ein Unternehmen gehört nicht an den Markt. Eine EU in der überall eine einzige Gesundheitskarte zählt, zu gleicher Gesundheitsversorgung gleichen Standards samt Versicherung in die ausnahmslos jeder einzuzahlen hat, wie auch in die Rentenkasse. Und allenfalls gibt es zusätzliche Versicherungen für Einzelzimmer oder wenn jemand vergoldete Brustwarzen will.

Reformiert endlich den Subventionssaftladen!

Das komplette System gehört von Grund aus reformiert, da beginnen wir nicht mit der Senkung strenger Vorschriften unserer Richtlinien für Rüstungsausfuhren. Es ist ja nicht zu fassen, wie wütend dieser Saftladen einen machen kann. Und dazu ist es unabdingbar zuerst einmal den Europäischen Rat abzuschaffen, entweder regiert ein von der Gesamtbevölkerung der EU gewählter Regierungschef und es gilt, was das gleichzeitig gewählte Parlament beschließt, oder man lässt es. Die Einmischung von Regierungschefs, die nur die eigene Wirtschaft und eigene Unternehmen bedienen wollen, ist unerträglich. Wer das will braucht keinen teuren EU Apparat, der soll tatsächlich bilaterale Verträge versuchen auszuhandeln. Da muss er dann nämlich auf die Dummheit des anderen Verhandlungspartners vertrauen um ans Ziel zu kommen.

©denise-a. langner-urso