EZB: mit Jörg Asmussen in die europaweite „Lehmann-Pleite“

Frau Merkel hat ihr Ziel, die EZB unter die Kontrolle deutscher Interessen zu bringen so gut wie erreicht. Nachfolger des der Kanzlerin lästigen, weil mit zu viel Rückgrat versehenen Chefvolkswirts Stark, könnte Jörg Asmussen werden.Der Todesstoß für die eigentlich unabhängige EZB.

Spätestens bei seiner Namensnennung Asmussen müssen bei den europäischen Partnern sämtliche Alarmglocken läuten. Durch seine vorbelastete Vita nämlich ist eines ganz sicher, er wird sein mafiaähnliches Netzwerk aus deutscher Wirtschaft, den Banken Deutschlands und in die deutsche Politik zu ihren Ungunsten zu benutzen wissen. Er hat der schwarz-roten Koalition gedient, wie er anschließend als SPD Mann auch einen vermutlich neuen Kanzler von rot-grün oder eben wieder einer großen Koalition ab 2013 dienen wird.

Einer europäischen Wirtschaftsregierung unter deutscher Kontrolle steht spätestens mit der Ernennung des aalglatten Sanierers Asmussen dann nichts mehr im Weg, auf Kosten der Kontrolle über die Finanz- und Wirtschaftspolitik der Mitgliedsstaaten. Damit verlieren sie einen Großteil ihrer Souveränität und werden einen ungeahnten Demokratieabbau erleben, wie er bereits in der Bundesregierung und im deutschen Bundestag an der Tagesordnung ist.

Als Abteilungsleiter war Asmussen einst als Vertreter des Bundes in den Aufsichtsrat der Mittelstandsbank IKB entsandt worden, die im Sommer 2007 während der Krise, die durch den US-amerikanischen Subprime-Markt ausgelöst worden war, in eine massive Schieflage geraten, weshalb zu ihrer Rettung bekanntlich die staatseigene Förderbank KfW Milliarden zur Verfügung stellen musste.

Asmussen setzte sich in diesem Zeitraum mit aller Kraft massiv dafür ein, eben genau jene Papiere anzukaufen, die später die Krise der IKB auslösen sollten.

Jener Asmussen also könnte nun erneut der deutschen Kanzlerin und der SPD dienlich sein, indem man ihn in die EZB „schleust“, mit der schmutzigen Weste, die er stets dann trägt, wenn er seine unsauberen Finger in undurchsichtigen Ränkespielen zwischen Wirtschaft, Banken, Politik und Lobbyisten hat.

Schließlich war Asmussen war Mitglied im Gesellschafterbeirat der Lobbyorganisation “True Sale International GmbH“, die damals zu großen Teilen mit Schuld an der Banken-, Wirtschafts- und Finanzkrise in 2007 und der Folgezeit war. Die Organisation hatte es zum Ziel gemacht, den deutschen ABS Markt zu entwickeln und seine Installation in den Banken forciert und rasend schnell voranzutreiben. Quasi handelt man mit überbewerteten hochrisikoreichen Papieren, die jedoch nicht halten, was sie versprechen.

Immer, wenn es darum ging, Kapitalanleger zu ruinieren und anschließend den Steuerzahler oder in anderen Fällen Arbeitnehmer kräftig bluten zu lassen, war Asmussen zur Stelle. Wir reden von Vorgängen ab 2007 und später, Madame Merkel war Bundeskanzlerin, was sonst?

Man erinnere sich an die Zeit, in der FDP, Grüne und Linkspartei gemeinsam vom damaligen Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) forderten, er solle seinen Staatssekretär Jörg Asmussen entlassen. Asmussen habe während des HRE Skandals seine Pflichten in massiver Weise verletzt. Man erinnere sich an die damalige Berichterstattung in sämtlichen Medien und es sei auf einen Artikel in der süddeutschen verwiesen, der da titelte: HRE: Der Fall Asmussen.

Zweifelhafte Jobzuschustereien brachten Asmussen in Verruf, der Lüpke, der der HRE noch 2008 einen sauberen Persilschein ausgestellt hatte, beförderte. Bereits zu dem Zeitpunkt befand sich die HRE nachweislich in massiver Schieflage. Soffin und diverse private Banken mussten das Münchner Institut später mit Garantien über 102 Milliarden Euro stützen. Lüpke wurde unter Asmussen zum Referatsleiter ausgerechnet für die Bankenrettung ernannt.

Auch bei Aufträgen, die die Soffin ob ihrer Höhe ohne europaweite Ausschreibungen vergab, hatte Asmussen seine mafiösen Beziehungen ausgespielt. Das Frankfurter Büro der Kommunikationsagentur Brunswick Group hatte diesen erhalten, einzig zu dem Zweck, die Presse dazu zu bewegen, zu berichten, wie notwendig die Verstaatlichung der HRE sei. Die Gruppe wurde von dem ehemaligen Handelsblatt-Chefredakteur Thomas Knipp geleitet und beriet zur gleichen Zeit den Soffin, sowie Asmussen in Sachen HRE. Dazu interessant der Bericht im Stern: Rettungsfonds Soffin – Staat heuerte HRE-Manager an .

Vor der vor der milliardenschweren Rettung der IKB, die so vor dem drohenden Zusammenbruch gerade noch bewahrt werden konnte, war der zwielichtige Banker Asmussen Mitglied des Aufsichtsrats der IKB gewesen. Die Verantwortung des Aufsichtsrats wurde zu der Zeit zwar diskutiert, zu einem von der FDP geforderten Untersuchungsausschuss war es hingegen nie gekommen, der Aufsichtsrat konnte ungestraft behaupten, sein Name sei Hase, er habe nichts gewusst, und ein Gutachten, das vom Kontrollgremium selbst in Auftrag gegeben werden durfte entlastete den Vorstand komplett. Dazu hat seinerzeit das Handelsblatt den Artikel: Finanzstaatssekretär Asmussen – Aufsichtsrat kannte IKB-Risiken teilweise veröffentlicht.

Durch Firmenrettungsversuche bei Opel und Quelle, die endlose Kapitalmengen verschlangen ist Asmussen als der brutalst mögliche Sanierer bekannt, stets willkommener Partner der schwarzen sowie roten Parteien, CDU/CSU und SPD, vermutlich neuerdings auch der Die Grünen.

Nun denn, möge er die EZB, den Euro und Europa in Grund und Boden sanieren, die deutschen Banken, die deutsche Wirtschaft und sämtliche Parteien des Bundestages außer der Die Linke, werden ihm auf Knien danken.

Was allerdings der deutsche Steuerzahler und die Menschen anderer europäischer Staaten davon halten werden, wenn man sie völlig ausblutet und so ihre letzten Reste wirtschaftlichen Handels auch noch zum Stillstand bringt, weil man die Sanierung auf dem Rücken der Schwächsten austrägt und sie alleine für die Korruption und Verantwortungslosigkeit ihrer Reichen, Banken, Wirtschaft und Politeliten durch massive Einkommensverluste, Sozial- und Rentenkürzungen bestraft, das sei dahingestellt…

©denise-a. langner-urso

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