Kandidatenkür der CDU – Hilfe, den Medien schmeckt‘s nicht!

Und die Tagesschau stellt umgehend die Frage: Diskutiert die CDU zu viel über Migration?

Es wird im Dreck von vor 12 Jahren gewühlt, selbstredend nur bei Friedrich Merz, es wird jede Aussage Spahns unter die Lupe genommen und weit und breit nichts Negatives zu Annegret Kramp-Karrenbauer. Die großen Medien des Landes haben ihren Kandidaten anscheinend längst gekürt.

Ich erinnere mich eigentlich daran, dass die Suche nach der Nachfolge für den CDU Vorsitz so gedacht war und auch bisher so lief, dass die Befragungen dazu dienen sollten, die Kandidaten befragen zu dürfen, und nicht daran, dass die Journalisten den Kandidaten küren sollten und auch daran, dass die zu stellenden Fragen nicht vorab sortiert und nur bequeme fragen gestellt werden sollten, und es waren eben nicht die Kandidaten, die sich entschieden, das Thema Migration anzusprechen, das wurde in der Arena von Halle gekocht.

Es mag ja sein, dass das weder Kramp-Karrenbauer noch den Journalisten nicht in den Kram passen mag, aber wie bitte soll es denn sonst laufen? Das Thema vorab verbieten? Mag auch sein, dass Kramp-Karrenbauer dann eben sich dazu genötigt sieht zu sagen, dass sie voll und ganz zu den Entscheidungen der Frau Merkel stand und steht, und genau darum geht es doch, sollte es gehen, bei einer Kandidatenkür, dass gezeigt wird, wer wo steht, wer wie diskutiert, wer zuhört, aufgreift, auch unbequeme Themen anfasst und bereit ist sie aufzuarbeiten, wenn es irgendwelchen Bedarf gibt, oder habe ich etwas falsch verstanden,wenn ich persönlich davon ausgegangen bin, dass kenntlich wird, wo Unterschiede liegen und wo nicht.

Es steht weder der Tagesschau zu zu befinden und zu fragen, ob über Themen zu kurz, zu lang, zu viel oder zu wenig gesprochen wird, denn offensichtlich wollen ja Mitglieder der CDU im Saal darüber reden, und es ist auch nicht Aufgabe anderer Parteien darüber zu befinden, ob das nun jemandem gefällt oder nicht.

Wenn Themen nicht angesprochen werden, wenn die Themenstellung jetzt derart kritisiert wird, wenn bedauert wird, worüber zu viel geredet wird, nachdem gefragt wurde, wenn so gehandelt und zuzüglich im vermeintlichen Dreck vergangener Dekaden eines einzelnen Bewerbers gewühlt wird, schaut das doch so aus, dass sich Menschen, die wegen angeblicher Redeverbote zur AfD gewandert sind, Recht haben, und die Medien verstärken ihnen dieses Gefühl. Kann mir irgendjemand sagen, was daran hilfreich sein soll?

Plötzlich taucht jetzt also eine merkwürdige Story zu einem Laptop auf und alle Medien beziehen sich ausschließlich auf eine einzige Quelle, recherchieren nicht selber, hinterfragen nicht, außer t-online und auch dort bekommt man nicht wirklich Antworten, alleine einer der Kandidaten ist dadurch massiv beschädigt. Entschuldigung, aber mir stößt das richtig sauer auf, weil ich immer noch irgendwie in Erinnerung habe, was so im Pressekodex steht, falls es nicht gestrichen wurde, nämlich dass man nie einer einzigen Quelle vertrauen sollte. Ich habe schon ein paar Fragen zu dem Laptop, weil ich, fände ich eins, zuerst einmal ein Passwort überwinden müsste, wie, wann, wo ging es verloren, wurde es vergessen, und so weiter. …

Und zumindest ich für meine Person käme im Leben nicht auf die Idee zu schauen, was auf so einem Teil drauf ist, ich würde es ungesehen abgeben, es geht mich verflucht nochmal nichts an, was der Eigner da gespeichert hat. Das nur einnmal nebenbei. Un wenn ich eine Belohnung bekommen würde, ganz ehrlich, ich würde mich freuen, egal was es ist, mir würde es ja bereits genügen nur zu erfahren, dass das Ding an den Eigner ausgehändigt werden konnte. Aber gut, ich ticke eben anders. Und mir ist es auch egal, ob es irgendwelche Gesetze gibt, die Finderlohnhöhen festschreiben. Mir ist die ganze Diskussion die da jetzt aufgeworfen wurde, zu dämlich.

Es beweist aber erneut, dass eigene Recherche eben kostet, dass in dem Bereich nicht mehr viel geht, dass auf der anderen Seite das aber heute zu genügen scheint, denn nichts bringst die Menschen mehr auf 180, als wenn irgendwo nur der Eindruck entsteht, es könne jemand ungerecht behandelt worden sein, und vielleicht noch einer der ohnehin keine Lobby hat, ein ehemaliger Obdachloser. Anständig ist das was die Medien hier gerade tun sicher nicht.

Ich sag‘s mal so: wenn den Medien die Kandidatenkür wie sie läuft und die gestellten Fragen nicht passen, und die Themen, die offenbar die Parteimitglieder zur Diskussion stellen auch nicht, dann sollen sie doch selber solche Befragungen auf die Beine stellen, dann lädt man die drei Kandidaten ein, meinetwegen, wenn man vorhat einen Kandidaten besonders zu traktieren als Überraschungsgast jenen Obdachlosen, und die Journalisten fragen, soll ja ab und zu schon vorgekommen sein, nennt sich Bundespressekonferenz. Und dann wäre wenigstens auch deutlich sichtbar, mit welch perfiden Mitteln man versucht Kandidaten aus dem rennen zu schießen, wieso auch immer, denn würde es ehrlich zugehen, ließe sich sicher auch in der Vergangenheit der Frau Kramp-Karrenbauer oder in der Spahns noch etwas Überraschendes finden. Nur genau danach scheint niemand graben zu wollen, warum auch immer. Ich warte trotzdem, ob da noch etwas kommt, es geht nämlich auch um Waffengleichheit und Neutralität, und die sollten die Medien versuchen mal wieder in den Vordergrund zu rücken und ausgewogener zu berichten und eben auch zu graben. …

©denise-annette langner-urso

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