Makabre Thüringer Machtspiele

Die AfD reibt sich vermutlich die Hände und grinst hämisch, derweil sich die anderen Parteien heute genüsslich zerlegen und überhaupt nicht durchschauen, welch miese Spiele da gespielt wurden und werden und keine Bezüge zur Geschichte herzustellen vermögen, denn all das, was derzeit in Thüringen spielt, hat es in unserer Geschichte schon einmal gegeben.

Demokratische Parteien zermürben, sie sich in gegenseitigem Streit aufreiben lassen, was zu ständiger Unregierbarkeit und dauernden Neuwahlen führt. Durchsichtig für jeden etwas geschichtlich interessierten, auch das, was im dritten Wahlgang passieren sollte, genau das nämlich, was geschah und auch vom überfahrenen Kandidaten nicht erkannt wurde.

Das aber ist nicht nur das, was die AfD bezweckt, die ja ständig ihr Land zurück will, die Linke tickt nicht anders, hat längst vernünftige Kandidaten, mit denen man gut regieren könnte, intern zum Schweigen gebracht und nähert sich immer mehr der alten SED an, die in der DDR regierte, man muss nur anschauen, wie diese Partei sich ungebremst vom Regierenden in der Hauptstadt aufführen und wie unverhohlen sie dort Sozialismus predigen und ausüben kann.

Gelogen wurde heute auch dass sich sämtliche Balken biegen, als eine Linke vor laufender Kamera sagte, 70% der Thüringer wollten erneut Ramelow als Ministerpräsidenten sehen. Da verwundert es dann doch Beobachter sehr, dass die Linke das in Thüringen nicht in entsprechende Wählerstimmen umsetzen konnte.

Gegen die immer mehr sich radikalisierende Linke scheint Thüringen gut gewappnet, gegen rechts scheint das hingegen nicht der Fall zu sein, da braucht es umgehend Nachhilfe und bessere Bildung, so viel ist sicher.

Und die anderen Parteien müssen nach dem heutigen Desaster erkennen, welche Mittel die AfD nutzt, nämlich die, politische Gegner erfolgreich gegeneinander aufzuhetzen, sie sich zerlegen und vor dem Wähler als unmöglich dastehen zu lassen. Bei der FDP dürfte ihr das heute erfolgreich gelungen sein, die Thüringer dürften der Partei nicht mehr die Stimmzahl geben, die sie jetzt gerade erhalten hat. Ein demokratischer Mitbewerber weniger, der Chancen hat, im nächsten Landtag vertreten zu sein, erfolgreich auch die CDU beschädigt.

Jetzt muss die AfD das nur noch aussitzen und ununterbrochen auf die Fehler von SPD, Grünen und Linken hoffen um bei dann nächsten Wahlen selber zu versuchen, den Ministerpräsidenten zu stellen. Die anderen Parteien müssen erkennen, was da im Hintergrund bezweckt werden soll, sonst gibt das in Thüringen irgendwann ein bitterböses Erwachen.

Was jetzt helfen würde? Die anderen Parteien müssen in sich gehen und erkennen, was da heute im Landtag gespielt wurde, was bezweckt werden soll: Dauerstreit der demokratischen Parteien, daraus folgend Unregierbarkeit mit dem Ziel Unzufriedenheit und Politikmüdigkeit so lange zu schüren, bis dadurch die AfD in Regierungsverantwortung kommt. Wer jetzt nicht aufwacht, sollte sich lieber gleich aus der Politik verabschieden, denn jetzt braucht es klare Köpfe zum Wohle Thüringens und des ganzen Landes.

©denise-a. langner-urso

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