Mode? Mode machst du selbst!

 

Ständig laufen über irgendwelche Holzstege magersüchtige Halbwüchsige und wollen uns Mode verkaufen, den ganz neuen Trend, den es vorher angeblich noch nie gegeben hat, und was dort vorgeführt wird ist allenfalls eins, untragbar. Zuerst würde niemand ausschauen wollen, als sei er gerade irgendeinem Land entsprungen, indem Menschen sich das tägliche Brot nicht leisten können, und dann ist das, was man dort zu sehen bekommt auch vollends untragbar. Und damit meine ich nicht nur die merkwürdigen Kopfbedeckungen, die höchstens eins sind, potthässlich, sondern auch Schuhe, bei denen man beim Anschauen schon Haltungsschäden bekommt.

Das, was andere meinen, Mode nennen zu müssen, gibt es derweil selbst für Hunde und Katzen, Babys hat man ja bereits vor Jahrzehnten als zahlungskräftige Kundschaft ausgemacht. Die Menschenwelt ist also reichlich bedient, Mode gibt es für alle Größen, selbst kleine Frauen und Damen mit Schwimmpolstern, denen man große Größen anbietet, sind bestens bedient, zumindest, wenn sie ähnlich hoch die Kreditkarte belasten. Und doch, Mode gibt es nicht, höchstens guten Geschmack oder Natürlichkeit, und beide Dinge sind nicht käuflich, dafür braucht es gesunden Menschenverstand.

Was soll das sein, diese Mode?

Was Modemacher und Jahr für Jahr verkaufen wollen, das ist Whiskas für die Katz oder Nutella für den Jungen, der Fußballer werden will. Hätte die Evolution es gewollt, dass Katzen in Supermärkte spazieren, so wüsste diese, wie man einen Dosenöffner bedient, und mir ist kein Tier dieser Art bekannt, das zum Fleisch in den Garten marschiert und Getreide- oder gar Gemüsebeilagen pflückt. Und nichts anderes füllt als Billigmaterial das wenige Dosenfleisch der Haustiere auf. Lesen Sie nur einmal genau nach, was solche Produzenten ihrem Tier als gesundes Futter andrehen wollen …

Mit der Kleidung ist das nicht anders. Was bezahlt wird, das hat nämlich mit Mode heute rein gar nichts mehr zu tun! Mode, ja, diese gab es einmal, zu Zeiten, als eine pfiffige Frau plötzlich Damen in Hosen packte, zu der Zeit, als einer anderen das Kleine Schwarze in den Sinn kam. Das waren Neuerungen, die man wirklich als Mode verkaufen konnte, so auch der zweiteilige Badeanzug, genannt Bikini. Das aber, was uns heute angedreht werden soll, hat mit Mode rein gar nichts mehr zu tun. Es ist schlichte Einfallslosigkeit, was uns heute angeboten wird. Warum sonst rennen angeblich innovative Modemacher durch die Großstädte, lassen sich dort nieder, um zu schauen, was Frau dort aus Individualität so zu kombinieren gedenkt, mit dem Fazit, in diesem Jahr als absolut revolutionären Trend Rock über Hose als Trend aus einer anderen, nämlich der Welt der Migranten, verkünden zu müssen?

Weit und breit Einfallslosigkeit!

Diese Einfallslosigkeit hat mit Mode rein gar nichts zu tun, trage ich das doch seit diversen Jahren, einfach, weil es praktisch ist. Zu warm? Hose aus, zu kügl,Hose an. Aber nein, plötzlich will man mir ausgerechnet das als Mode andrehen. Wenn man sich da mal nicht gewaltig vertut, denn längst habe ich entdeckt, wie praktisch zwei unterschiedlich lange Röcke über Leggings sind. Da gibt es nämlich nach Temperatur und Ort noch mehr Kombinationsmöglichkeiten. Mode ist für mich, was ich als praktisch empfinde, was mich zum Individuum macht, was andere Menschen in dieser Art ganz bestimmt zu dieser Zeit nicht tragen. Und wenn es mir irgendwann per Modemacherblick geklaut wird, dann lasse ich mir eben wieder etwas anderes einfallen, nur umher rennen in Uniform, aussehen wie das, was man meint, mir verkaufen zu müssen, das kommt bei mir nicht in die Tüte und von einem Label als abgeschaut schon gleich gar nicht, da greife ich lieber in Omas Mottenkiste. Und jetzt zeigen Sie mir einen Bekleidungstrend, der in den letzten Jahren so neu war, dass man ihn tatsächlich als Mode bezeichnen könnte! Geldschneiderei mit Plagiaten ist all das, nichts sonst! Wer echte Modeakzente setzen will, der macht sich die Mode selbst, und da denkbar günstig, mit dem was er hat und kombiniert, wie es ansonsten niemand tut. Lassen Sie sich also nicht mehr verschaukeln, wenn man ihnen das Geld aus der Tasche „schneidern“ will. Am besten, man schwimmt vollends gegen den Strom oder wartet bereits an seinem Ende, sprich, man trägt, was der Zeit voraus oder hinter ihr liegt. Alles andere ist ein ganz alter Schuh. Und vielleicht sollte man jene verklagen, die da so dreist lügen und behaupten, sie setzten Trends und machten Mode …

 

©denise-a. langner-urso

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