Natürliche Highs: Sport und Cannabis

 

Natürliche Highs kommen auf vielen verschiedenen Wegen und sind ein schöner Effekt für den Menschen. Ganz besonders beliebt ist dabei das populäre “Runner’s High”, also der Rausch der Läufer und Jogger. Diese fühlen sich nach einem ordentlichen Run so gut, dass sie das Gefühl mit einem High vergleichen. Bisher glaubte die Wissenschaft, das liege an den freigesetzten Endorphinen. Euphorie und eine körpereigene Schmerzabwehrreaktion führen dann zu dem erleichternden Gefühl. Allerdings kommt die Wissenschaft immer weiter und deckt neues Wissen auf. Nun wurden Parallelen zum endocannabinoiden System gefunden, das bedeutet: cannabisähnliche Moleküle könnten für das sogenannte Runner’s High verantwortlich sein.

Auf Anbietern wie Zambeza findet man eine Vielzahl von Produkten, die Cannabinoide enthalten. Das sind also nicht immer die bösen Kiffer, sondern tatsächlich auch medizinische Produkte, die als Nebenwirkung zu diesem Rausch verhelfen. Viele Athleten laufen ja auch nicht für den Rausch, sondern für die Gesundheit oder für die Entspannung. Nun hat eine Studie in dem Fachmagazin Neuropharmakologie ergeben, dass Ratten, die ein intensives Training durchlaufen, eine höhere Toleranz gegenüber Schmerzen zeigen. Zudem verursachte das Training Veränderungen der CB1 Rezeptoren im Gehirn. Dies sind Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems, sie reagieren eben auch auf Cannabis. Das körpereigene Cannabinoid, welches man als Anandamid bezeichnet, sind verantwortlich für die Aktivierung.

Es sind diese CB1-Rezeptoren, die den Schmerz unterdrücken können. Deshalb wirkt Cannabis in vielen Ländern auch als medizinisches Produkt. Frühere Studien mit Menschen kamen auf dasselbe Ergebnis: nach dem Training gab es eine erhöhte Verfügbarkeit und Aktivität der benannten Rezeptoren sowie erhöhte Werte von Anandamid im Blut.

Das erweist, wie relevant das Endocannabinoid-System bei der Schmerzunterdrückung ist. Die Schmerzlinderung und der Rausch des Trainings sind möglicherweise mit diesem System verbunden. Diese Feststellung, sollte sie noch wissenschaftlich bestätigt werden, könnte einen neuen Weg für die medizinische Verwendung von Cannabis ebnen. Denn bislang war nicht klar, wieso Cannabis die Fähigkeit zur Schmerzlinderung hat. Diese Studie erleuchtet einen dunklen Teil des Wissens und bringt Bewegung und den Konsum von Cannabis in ihren Auswirkungen zusammen.

Heutzutage werden, zumeist synthetische, Cannabisprodukte bei der Behandlung von Epilepsie, Schmerzen und bei Krebstherapien benutzt, um den Schmerz zu unterdrücken und Appetit anzuregen. Dennoch: durch die rechtliche Stellung des Produkts konnte bisher nur die Oberfläche angekratzt werden. Es sind solche Studien, die mehr Licht auf das Thema werfen und potenziell eine natürlichere Heilungsmethode in die Gesellschaft einführen.

©costa

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